Regie: Camillo Bazzoni
Es lebe die Rache...
Der Italo-Western "Ich bin ein entflohener Kettensträfling" aus dem Jahr 1968 von Camillo Bazzoni heißt im Original "Vivo per la tua morte" und ist der einzige Western von Steve Reeves, der vor allem durch seine Darstellung als Herkules bekannt wurde. Reeves Leinwanddebüt erfolgte in Howard Hawks "Blondinen bevorzugt". dort spielte der Athlet eines der Mitglieder der US-Olympiamannschaft, die Jane Russell den Kopf verdrehen. Reeves drehte während seine aktiven Zeit als Filmschauspieler insgesamt 20 Filme. Natürlich ist "Ich bin ein enflohener Kettensträfling" ein B-Western, der zwar das übliche Schema benutzt, aber sehr konsequent seine 'Rachestory immer präsent hält. Eine Pferdeherde der Familie Sturges wird von einer Bande gestohlen. Mike (Steve Reeves), der älteste Sohn, beschließt, sich mit seinem jüngeren Bruder Roy (Ivan Scratcuglia) und Bobcat (Spartaco Conversi), dem Anführer der Cowboys, auf die Suche nach ihnen zu machen. Doch sie geraten in einen Hinterhalt, und Mike wird von seinem alten Bekannten Mayner (Wayde Preston) am Bein verwundet. Später wird ein Zug von Banditen unter Mayners Führung überfallen und in die Luft gesprengt. Bobcat stirbt, während Mike und Roy vom Sheriff Freeman(Dick Palmer) gefasst und des Diebstahls des Zuggoldes beschuldigt werden. Freeman sagt zu Mike: „Du überlebst vielleicht ein paar Jahre in diesem Drecksloch (Yuma-Gefängnis), aber er nicht, merk dir das“, und meint damit den eher kleinen, unterentwickelten Roy. Mike erwidert: „Ich werde mich an dich erinnern, Freeman, ich werde mich an alles erinnern, und eines Tages bringe ich dich um! Merk dir das! Im Yuma-Gefängnis, einer wahrhaft grausamen Hölle, wird Roy ununterbrochen gefoltert, möglicherweise um den stoischen Mike zum Zusammenbruch zu bringen. Roy schreit vor Schmerzen. Der sadistische Wärter Bill Savage (Nello Pazzafini) sagt zu Mike: „Du bist ein zäher Bursche, eines Tages wirst du schreien wie dein Bruder!“ Mikes Zellengenossen planen unter der Führung von Mason (Franco Balducci) einen Ausbruch, doch Mike erklärt Mason, er sei verrückt. Um zu fliehen, müssten sie die Wärter, die Wüste und die Kopfgeldjäger überwinden. In der Nacht, nach einer weiteren Prügelattacke von Bill Savage, stirbt Roy. Am nächsten Tag, während der Arbeit in den Hügeln, bricht Mike endgültig zusammen, als ein Wärter ihm befiehlt, ein tiefes Loch zu graben, um den Geruch des verwesenden Leichnams seines Bruders zu überdecken. Danach gelingt die Flucht. Er kehrt nach Hause - doch von seiner Jugendfreundin Ruth (Silvana Venturelli) erfährt er, dass seine Mutter vor Kummer gestorben ist. Dann erreicht Mike das Haus von Shorty (Bruno Corazarri), dem mutmaßlichen Dieb des Zuggoldes. Er kann jedoch nichts herausfinden, da er ihn in Notwehr töten musste. Unterdessen erreichen Sheriff Freeman und Mayner, die den Zugüberfall organisiert hatten, den Bahnhof Dragon Pass, wo sie die Beute versteckt hatten: Mike erwartet sie dort bereits....
Der Film basiert auf dem amerikanischen Roman „The Judas Gun“ von Gordon Sherreffs) und tatsächlich wirkt "Vivo per la tua morte" wie eine Mischung aus Spaghetti Western und US-Western. Reeves ist nicht der strahlende Held, sondern er muss für seine Rache lernen und schuften, denn es fällt dem Rancher nicht ganz so leicht sich in die Fußstapfen des Revolverhelden zu begeben. Der Titelsong "the long ride west" wird von Don Powell interpretiert.
Bewertung: 7 von 10 Punkten.














Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen