Dienstag, 16. Mai 2017

Der Unbestechliche

























Regie: Cedric Jimenez

Brennpunkt Marseille....

Cedric Jimenez "Der Unbestechliche - Mörderisches Marseille" (Original: La French) versteht sch als filmischer Vewandter zu dem Genreklassiker "The French Connection" (Brennpunkt Brooklyn) von William Friedkin aus dem Jahr 1971. In den dunklen Copthriller ging es um den Kampf der New Yorker Polizei gegen die Drogenbanden, der Heroin von Marseille nach New York schmuggelten. Jimenez Film beleutet dagegen die Sicht von der franzöischen Polizei aus. Der Film beruht auf wahren Tatsachen.  Drahtzieher des Rings ist der gebürtige Neopolitaner Gaetan Zampa (Gilles Lellouche), den seine Freunde "Tany" nennen und der nach außen ein seriöses Leben als Spielcasino und Diskothekenbesitzer führt. Er hat eine schöne, verwöhnte Frau (Melanie Doutey) und nette Kinder, mit denen er auch viel Zeit verbringen will Doch seine berufliche Karriere verdankt er dem Handel von Drogen. Er kontrolliert als Drogenboss die gesamte Stadt und verkauft den Stoff gewinnbringend nach Amerika. Die französische Polizei kann nicht viel Erfolg feiert, die Kriminellen haben ein gut funktionierendes Netzwerk und im Laufe des Thrillers wird auch klar, dass weite Kreise der Polizei und des Bürgertums von diesem Drogengeld profitieren. Mit Geld kann man alle kaufen - so das Credo des Gangsterbosses, der aber innnerhalb der Bande von dem ehrgeizigen Le Fou (Benoit Magimel) fürchten müsste, denn dieser will gerne den Platz seines Bosses annehmen. Mit der Versetzung des engagierten Richters Pierre Michel (Jean Dujardin) von Metz nach Marseille weht aber plötzlich ein anderer Wind. Trotz der Bedenken seiner Frau Jacqueline (Celine Sallette) gibt er Gas beim Kampf gegen die Drogen und macht sich schnell Feinde. Zampa sieht zuerst gelassen zu, aber als Michels Methoden immer weniger legal sind und wichtige Mitarbeiter oder Kuriere nur aufgrund Verdachtsmomenten festgenommen werden, schaukelt sich der Konflikt zwischen Gesetz und Gangstern sehr schnell hoch. Am Ende steht die Zerschlagung dieser French Connection, aber sie fordert einen sehr hohen Preis...



Im Grunde sind die Charaktere sehr schnell zu erkennen: Ein extrem überambitionierter Gesetzeshüter, der auch mit den Methoden des Feindes arbeitet und so zum Erfolg kommt. Zum zweiten der Gangster, der sich eher als Geschäftsmann sieht und nur seinem Gewerbe nachgehen will, doch von der Härte und der Standhaftigkeit seines Kontrahenten überrascht wird...dieser will nicht mal das monatliche Geschenk von 10.000 Francs annehmen. Es wird mit harten Bandagen gekämpft - auf beiden Seiten. Dabei gelang Cedric Jimenez ein gut gemachter RetroThriller mit viel franzsösichem Flair, man wird erinnert an die Klassiker des französischen Krimis aus den 70er Jahren. Mit Gilles Lellouche (bekannt aus Point Blank) und Oscarpreisträger Jean Dujardin sind auch die Hauptrollen überaus gut besetzt.



Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

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