Samstag, 3. Januar 2026

Life of Chuck










Regie: Mike Flanagan

Tanz des Lebens...

The Life of Chuck“ ist ein US-amerikanischer Fantasy-Drama-Film aus dem Jahr 2024, geschrieben, koproduziert, geschnitten und inszeniert von Mike Flanagan, der bereits mit "Oculus", "Before I wake" und "Ouija - Ursprung des Bösen" einige Erfolge im Horrorfilmgenre hatte. Er basiert auf der gleichnamigen Novelle von Stephen King aus dem Jahr 2020.  Die Handlung des Films schildert die prägenden Momente im Leben von Charles „Chuck“ Krantz  - allerdings in umgekehrter chronologischer Reihenfolge – von seinem Tod, der mit dem Ende des Universums zusammenfällt, bis zu seiner Kindheit. „The Life of Chuck“ feierte am 6. September 2024 auf dem Toronto International Film Festival Premiere, wo er den Publikumspreis gewann. Am 6. Juni 2025 wurde er von Neon in ausgewählten Kinos in den USA veröffentlicht, bevor er am 13. Juni landesweit in die Kinos kam. Der Film spielte weltweit 19 Millionen Dollar ein und erhielt überwiegend positive Kritiken. 

Dritter Akt: Danke chuck
Der Mittelschullehrer Marty Anderson (Chiewetel Eiofor) beobachtet ungewöhnliche Ereignisse auf der ganzen Welt, von Naturkatastrophen bis zum weltweiten Internetausfall. Überall tauchen Plakate und Werbetafeln mit dem Bild des Buchhalters Charles „Chuck“ Krantz (Tom Hiddleston) auf, begleitet von dem Slogan: „Charles Krantz: 39 großartige Jahre! Danke, Chuck!“. Martys Ex-Frau Felicia Gordon (Karen Gillan) ruft ihn an, und sie rätseln, ob das Ende des Universums bevorsteht. Marty erklärt ihm Carl Sagans Kosmischen Kalender, eine Methode, um das Alter des Universums in einem einzigen Kalenderjahr zu visualisieren. Beide erleben immer mehr Katastrophen und übernatürliche Ereignisse.
Nachdem Telefon und Strom ausgefallen sind, fährt Marty zu Felicia, um die letzten Augenblicke des Universums gemeinsam mit ihr zu erleben und zuzusehen, wie die Sterne einer nach dem anderen erlöschen. Es stellt sich heraus, dass das Ende des Universums mit dem 39-jährigen Chuck zusammenhängt, der an einem Hirntumor im Krankenhaus liegt und stirbt. Er wird von seiner Frau Ginny und seinem Sohn Brian begleitet. Chuck stirbt, während Ginny ihm sagt: „39 großartige Jahre. Danke, Chuck.“ Zur gleichen Zeit sagt Marty zu Felicia: „Ich liebe dich“, genau in dem Moment, als das Universum abrupt endet.
 
Zweiter Akt: Straßenmusiker für immer
Neun Monate vor seinem Tod besucht Chuck eine Bankenkonferenz. Als er draußen entlanggeht, trifft er auf den Straßenmusikerin Taylor Franck (Taylor Gordon), der ihn sieht und für ihn zu trommeln beginnt. Chuck ist so begeistert, dass er spontan tanzt und eine Menschenmenge anzieht. Janice Halliday (Annalise Basso), eine junge Frau, die per SMS von ihrem Freund verlassen wurde, gesellt sich zu Chuck, und sie tanzen zusammen. Kurzzeitig plagen ihn Kopfschmerzen, doch dann tanzt er weiter, sehr zur Freude der Menge.
Chuck und Janice helfen Taylor beim Zusammenpacken, und auf Taylors Wunsch teilen die drei den Gewinn. Chuck gibt zu, dass er nicht weiß, warum er sofort zu tanzen begann, als er Taylor spielen hörte. Taylor schlägt vor, eine Wandertruppe zu gründen, aber Chuck und Janice lehnen ab, und die drei verabschieden sich mit einer Umarmung. Chuck setzt seinen Tag fort und grübelt noch immer darüber nach, warum er getanzt hat. Doch in den kommenden Monaten, als sich sein Gesundheitszustand verschlechtert, beschleicht ihn das Gefühl, die Welt sei nur für diesen einen Moment geschaffen worden.

Erster Akt: Ich enthalte Vielheiten
Als kleines Kind verliert Chuck seinen Vater und seine schwangere Mutter bei einem Autounfall. Danach lebt er bei seinen Großeltern väterlicherseits, Albie (Mark Hamill) und Sarah (Mia Sara). Die aufgeweckte Sarah bringt Chuck die Freude am Tanzen bei. Der zynische Albie greift nach dem Tod seines Sohnes zum Alkohol und verbietet ihm, die Kuppel des Hauses zu betreten. Er deutet an, dort vor ihrem Tod die Geister von Menschen gesehen zu haben. Während des Gesprächs darüber läuft im Hintergrund ein Fernseher, auf dem Carl Sagan den Kosmischen Kalender erklärt. In der Schule fragt Chuck seine idealistische Lehrerin, Frau Richards (Kate Siegel), nach der Bedeutung des Satzes „Ich enthalte Vielheiten“ aus Walt Whitmans Gedicht „Gesang von mir selbst“. Frau Richards erklärt ihm, dass er Vielheiten in sich trägt, da die Erinnerungen, die er im Laufe seines Lebens sammelt, ein Universum in seinem Kopf bilden.
Sarah stirbt nach einem Zusammenbruch in einem Supermarkt, was Albies Alkoholismus verschlimmert. Inspiriert von seiner Großmutter tritt Chuck dem Tanzprogramm seiner Schule, „Twirlers and Spinners“, bei, wo er sich als bester Tänzer des Clubs entpuppt und den anderen den Moonwalk beibringt. Chuck ist in Cat McCoy (Trinity Bliss) verliebt, ein älteres und größeres Mädchen, mit dem er oft tanzt. Obwohl sie einen Freund hat, bittet sie ihn, mit ihr auf dem Schulfest zu tanzen.
Chuck erzählt seinem Großvater von seinem Interesse am Tanzen, doch Albie weist ihn zurück und ermutigt ihn stattdessen, wie er selbst Buchhalter zu werden, da Mathematik in allem eine Rolle spielt und unerlässlich ist. Auf dem Schulfest ist Chuck zunächst zögerlich, beschließt dann aber, sich zu öffnen und tanzt mit Cat vor dem großen Publikum. Alle jubeln ihm zu, darunter auch Marty und Felicia, wobei sich herausstellt, dass Marty an Chucks Schule unterrichtet. Nachdem Cat ihn geküsst hat, tanzt Chuck allein draußen auf dem Schulhof und verletzt sich dabei an der Hand, was eine Narbe hinterlässt.
Jahre später stirbt Albie und hinterlässt dem jugendlichen Chuck alles, inklusive des Hauses. Seine Großeltern mütterlicherseits aus Omaha reisen an, um bei ihm zu wohnen, bis er aufs College geht. Nun, da er den Schlüssel zur Kuppel besitzt, beschließt Chuck endlich, sie zu betreten und sieht dort eine Erscheinung von sich selbst auf dem Sterbebett als Erwachsener, die er an seiner Narbe erkennt. Trotzdem tut er die Vision als Unsinn ab und schwört, sein Leben in vollen Zügen zu genießen: „Ich bin wundervoll, ich verdiene es, wundervoll zu sein, und ich bin vielschichtig...








Als Chuck in Kinderjahren sind Jacob Tremley (mit 17 Jahren), Benjamin Pajak (11 Jahre) und Cody Flanagan (7 Jahre) zu sehen. Der Mensch als Mittelpunkt der Welt. Wenn er - dieser Chuck stirbt, dann endet auch die gesamte Existenz, für den Planeten steht die Apocalypse an. Und man sollte tanzen, wann immer es geht. 









Bewertung: 7 von 10 Punkten.
 

Sirat















Regie: Oliver Laxe

In den Bergen von Marocco...

"Sirat" ist ein erschütterndes Roadmovie von Oliver Laxe und eine spanisch-französische Coproduktion, die als spanischer Beitrag für die Kategorie "Bester internationaler Film" ins Rennen ging und neun Nomierungen für den Europäischen Filmpreis bekam: Bester europäischer Film, beste Regie, bestes Drehbuch, bester Darsteller Sergi Lopez, beste Castingregie, beste Kamera Mauro Herce, bester Ton, bester Schnitt und bester Szenenbild.  Regisseur Óliver Laxe schrieb gemeinsam mit Santiago Fillol  auch das Drehbuch schrieb. Der Film erzählt die Geschichte eines Vaters (Sergi López), der sich zusammen mit seinem Sohn und einer Gruppe von Ravern in der Wüste Südmarokkos auf die Suche nach seiner vermissten Tochter begibt. Sirāt feierte seine Weltpremiere am 15. Mai 2025 im Hauptwettbewerb der 78. Filmfestspiele von Cannes, wo er gemeinsam mit den deutschen Film "In die Sonne schauen" von Mascha Schilinski den Jurypreis gewann. Luis reist mit seinem Sohn Esteban (Bruno Nunez) zu einer Rave-Party in der Wüste Südmarokkos, um seine vermisste Tochter Mar zu suchen. Eine Gruppe anderer Raver erzählt ihnen, dass im Anschluss eine weitere Party tiefer in der Wüste stattfindet und Mar dort sein könnte. Als Soldaten eintreffen, um die Party zu beenden und die Evakuierung der europäischen Raver anzuordnen, flieht die Gruppe in zwei Vans. Luis, Esteban und ihr Hund Pipa folgen ihnen in ihrem Kleinwagen. Im Radio wird von einem bewaffneten Konflikt zwischen zwei Länder berichtet, der sich bald zu einem Ereignis wie im Dritten Weltkrieg ausweitet. Die Raver – Stef (Stefania Gadda), Jade (Jade Oukid), Tonin (Tonin Janvier), Bigui (Richard Ballamy) und Josh (Joshua L. Henderson) – versuchen vergeblich, Luis und Esteban umzustimmen. Auf ihrer Fahrt Richtung Süden, in die Nähe von Mauretanien, erleben sie einige Pannen und wachsen enger zusammen. Sie teilen Essen und Benzin, durchqueren gemeinsam einen Fluss in ihren Fahrzeugen, pflegen Pipa gesund, nachdem dieser die mit LSD verseuchten Fäkalien der Raver gefressen hat, und Tonin gibt ein Musikstück zum Besten, während er mit seinem Beinstumpf ein Puppentheater improvisiert. Bei der Überquerung eines Gebirgspasses bleibt einer der Vans in einer Spurrille stecken. Die Gruppe schafft es, das Fahrzeug zu befreien, doch inmitten ihrer Feierlichkeiten rollt Luis' Van mit Esteban und Pipa an Bord rückwärts eine Klippe hinunter, wobei beide ums Leben kommen. Und er wird nicht der Einzige sein, der auf dem Trip durch die Wüste mit dem Leben bezahlt...








Vergleiche mit "Lohn der Angst" oder "Atemlos vor Angst" wurden gezogen - tatsächlich gibt es viele Gemeinsamkeiten, sowohl von den Voraussetzungen, die überwunden werden müssen, als auch von den Konsequenzen, die eine gefährliche Reise mit sich bringt. Der Inszenierungstil ist radikal und hypnotisch. 
 Neben Sergi López und Bruno Núñez waren die Hauptdarsteller keine professionellen Schauspieler. Sie wurden stattdessen im Rahmen eines Straßencastings unter der Leitung der Kostümbildnerin Nadia Acimi, einer ehemaligen Partnerin von Laxe und selbst Raverin, ausgewählt. Jade Oukid, eine französische Fotografin, Amateurfilmerin und Schneiderin, wurde auf einem Festival in Portugal entdeckt. Tonin Janvier, ein französischer Straßenkünstler, verbrachte einen Großteil seines Lebens in Westafrika und verlor bei einem Motorradunfall ein Bein. Stefania Gadda, eine italienische Rancherin, die autark lebt, wurde auf Empfehlung von Anwohnern in der spanischen Stadt Órgiva gefunden.
Es ist alles andere als ein Gute Laune Film, diese bizarre Reise der Menschen und ihrer Psyche, ein bisschen offeriert der Regisseur dem Zuschauer sogar ein Endzeitszenario ala "Mad Max". Neben schockierenden Paukenschlägen endet die Reise in einer seltsam melancholischen Stimmung. Die Rave Tanzveranstaltung ist gut gewählt, denn der extatische Tanz steht für die Flucht aus der Realität, die aber nach der Veranstaltung mit absoluter Härte zuschlägt. Ein Erlebnisfilm über den Menschen und die Welt, das Kollektiv und das Individuum, das Sein und das Nichts, Radikalität und Universalität, das Intime und das Kosmische. 









Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Bird















Regie: Andrea Arnold

Der Vogelmann...

Nach ihren überzeugenden Filmen "Fish Tank" und "American Honey" kann auch der 2024 gedrehte "Bird" überzeugen. Der Film feierte seine Weltpremiere am 16. Mai 2024 bei den 77. Filmfestspielen von Cannes.] In den USA und Großbritannien kam er am 8. November 2024 in die Kinos.  Er wurde vom National Board of Review zu einem der zehn besten Independent-Filme des Jahres 2024 gekürt. "Bird" schaffte 2 Nominierungen zum Europäischen Filmpreis: Frank Rogowski wurde als bester Darsteller nominiert, Andrea Arnold in der Regie-Kategorie. Schade, dass Nykiya Adams nicht berücksuíchtigt wurde. Bailey (Nykiya Adams) ist ein zwölfjähriges Mädchen, das mit ihrem Vater Bug (Barry Keoghan) und ihrem Halbbruder Hunter (Jason Buda) in einem heruntergekommenen Haus lebt. Eines Tages verkündet Bug seine Verlobung mit Kayleigh (Frankie Box), die er seit drei Monaten kennt. Die Hochzeit soll am darauffolgenden Samstag stattfinden. Bailey ist geschockt und frustriert, erklärt, dass sie nicht hingehen wird, und stürmt davon. Später am selben Tag erzählt Hunter Bailey, dass er mit seinen Freunden einer Bürgerwehr angehört. Neugierig folgt Bailey ihnen und beobachtet, wie die Jungen in ein Haus eindringen und einen Mann mit einem Teppichmesser bedrohen. Die Polizei wird schnell gerufen, und Bailey flieht auf ein leeres Feld, wo sie die Nacht verbringt. Am nächsten Morgen begegnet sie einem mysteriösen Mann, der sich Bird (Frank Rogowski) nennt. Sie folgt ihm zu einem Wohnkomplex, wo er nach einer Frau sucht, die dort vor einiger Zeit gewohnt hat, sie aber nicht findet. Bailey geht daraufhin, bemerkt Bird aber auf dem Dach des Gebäudes, bevor Bug kommt, um sie nach Hause zu bringen und ihr Hausarrest zu geben, weil sie die ganze Nacht draußen war. Bailey erfährt, dass Bird seine Mutter sucht, die in dem Wohnkomplex lebte und vor langer Zeit verschwand, als er noch ein Kind war. Bailey schließt Bird ins Herz und schlägt vor, dass ihre Mutter Peyton (Jasmine Jobson) ihm helfen könnte, da sie vor Jahren ebenfalls in dem Komplex gewohnt hat. Bei Peyton zu Hause erkundigen sich Bailey und Bird nach den Bewohnern, werden aber von ihrem Lebensgefährten Skate (James Nelson Joyce) unterbrochen. Es kommt zu einem Streit zwischen Bailey und Skate, woraufhin Bailey ihn filmt. Skate droht Peyton, sie zu töten, falls Bailey das Video den Behörden zeigt. Trotzdem kann sich Peyton an den Namen von Birds Vater erinnern. Bailey schickt das Video an Hunter und verspricht ihm, dass er und seine Gruppe Skate angreifen werden, um ihre Mutter und ihre  drei Halbgeschwister zu retten. Später bittet Hunter Bailey um Hilfe, seiner Freundin Moon  eine Nachricht zu überbringen. Darin bittet er sie, mit ihm nach Schottland zu fliehen, da ihre Familie ihre kürzlich entdeckte Schwangerschaft ablehnt. Unterwegs folgt eine Krähe Bailey und hilft ihr, den Zettel an Moons Familie vorbeizuschmuggeln. Am nächsten Tag, während Hunter und seine Freunde ihren Angriff planen, unternimmt Bailey mit ihren Halbgeschwistern (Angel, Arianna und Michael Lovegrove) einen Ausflug, um dem Vorfall zu entgehen. Bird taucht wieder auf, um Bailey und den Kindern zum Strand zu helfen, wo er versucht, seinen Vater zu finden. Als sie seine Wohnung finden, leugnet der Bewohner gegenüber Bird und Bailey zunächst, jemals einen Sohn gehabt zu haben. Später widerruft er sein Geständnis und gesteht Bird, dass er mit Birds Mutter zusammen war und sie einen Sohn hatten, ihn aber kurz darauf verließen, da er mit ihrem schlechten psychischen Zustand nicht mehr zurechtkam. Bailey tröstet die weinende Bird, während die Gruppe nach Hause zurückkehrt. Kurz nach ihrer Rückkehr versucht Skate, in ihr Haus einzudringen. Peyton kann ihn nicht aufhalten, woraufhin er sie angreift. Bailey versucht, ihn zu stoppen, doch Skate schlägt sie bewusstlos. Bird kehrt in die Wohnung zurück und versucht, Peyton zu verteidigen, doch Skate schlägt ihm den Kopf ein. Während er sich erholt, beobachtet Bailey, wie Bird sich in ein Wesen mit Federn, großen Flügeln und vogelähnlichen Augen verwandelt. Er kämpft erneut gegen Skate, diesmal nach draußen, wo Bird ihn bewusstlos schlägt, ihn mit seinen Krallen packt und mit ihm davonfliegt. Am nächsten Morgen entdeckt Bailey, dass Hunter von zu Hause weg ist. Sie informiert Bug, und die beiden eilen zum Bahnhof und finden ihn allein vor. Er ist völlig verzweifelt, weil Moon seine Pläne nicht umgesetzt hat. Bug tröstet Hunter und sagt ihm, er sei noch zu jung für die Elternschaft. Die drei fahren zurück nach Hause und besuchen die Hochzeit von Bug und Kayleigh. Bailey ist nun deutlich besser gelaunt. Während des Empfangs taucht Bird unerwartet auf und umarmt Bailey zum Abschied. Als er geht, wird deutlich, dass Baileys Augen – genau wie Birds – vogelähnlich sind...







Die Mystik der Geschichte kann überzeugen und tut sogar gut, denn mit dem Auftauchen des Vogels können sogar Tote wieder zum Leben erweckt werden. Der kleine Hund, von Skate kurz zuvor totgetreten, ist danach wieder munter, was nicht nur die drei Kinder erfreut.  Arnold stammt selbst aus Kent und wuchs in einer Sozialsiedlung auf. Sie ist das älteste von vier Geschwistern, und ihre Mutter war erst 16 Jahre alt, als sie ihr erstes Kind bekam. Sie verbrachte viel Zeit draußen auf den Straßen, zog sich quasi selbst groß und musste früh Verantwortung für ihre kleineren Geschwister übernehmen. Die Geschichte spielt in einer nicht gerade schönen Gegend, aber durch die Ruhe und durch die genaue Schilderung des Milieus erkennt man die Gefühlswelten der Protagonisten. Es gelingt hervorragend das Leben in diesen prekären Familienverhältnissen darzustellen.








Bewertung: 8,5 von 10 Punkten.