Montag, 23. Juni 2014

Am wilden Fluß

























Regie: Curtis Hanson

Wildwasserfahrt mit Gangstern...

Regisseur Curtis Hanson ist ein bekennender Alfred Hitchcock Film, obwohl er mit dem Noir-Polizeithriller "LA Confitential" seinen bisher größten Erfolg feiern konnte. Aber geschickt inszeneirt er auch seine Suspence-Thriller "Das Schlafzimmerfenster" oder "Todfreunde", beide in den 80ern entstanden. Noch erfolgreicher wurden seine Thriller im nachfolgenden Jahrzehnt: Einmal ging es um eine psychopathische Nanny (Die Hand an der Wiege) und das andere Mal um Gangster auf der Flucht (Am wilden Fluß). In beiden Filmen wird eine sympathische Familie (Vater, Mutter, Kind und Hund) von außen bedroht und schwebt plötzlich in akuter Lebensgefahr. "Am Wilden Fluß" entstand vor imposanter Naturkulisse am Kootenai River in Montana sowie der Oberlauf des Rogue River in Oregon und am mittleren Flathead River in Montana. Die Geschichte spielt sich aber am Salon River in Idaho ab, dort unternimmt die ehemaligen Rafting-Sportlerin Gail Hartman (Meryl Streep) mit ihrem Sohn Roarke (Joseph Mazello - bekannt aus Jurassic Park) eine Rafting Tour auf dem Salmon River. Mit dabei ist zwar der treue Hund Maggie, doch Ehemann Tom (David Strathaim) hat gekniffen - Arbeit geht vor. Ein Problem, dass auf die Ehe einen dunklen Schatten legt. Immerhin reist er doch noch nach und versucht ein guter Vater und ein liebevoller Ehemann zu sein, was ihm zuerst nur mühsam gelingt. Erschwerend kommt hinzu, dass Gail nach einiger Zeit einige Mitreisende im Schlepptau hat. Die drei freundlichen Männer Wade (Kevin Bacon), Terry (John C. Reilly) und Frank (William Lucking) schliessen sich immer mehr der Familie an. Besonders auf Roarke macht Wade einen riesigen Eindruck, der kleine Junge freundet sich mit dem Fremden an und erzählt diesem auch, dass seine Mutter ein ziemlicher Profi im Rafting ist. Als Frank seine beiden Kumpels im Stich lässt, tun sich Familie und die beiden Männer noch mehr zusammen und bald zeigen die Fremden auch ihre wahre Absicht...


Dies alles ist sehr spannend und unterhaltsam inszeniert, mit Meryl Streep und Kevin Bacon standen auch zwei glaubwürdige Darsteller zur Verfügung, die den bodenständigen Thriller noch zusätzlich aufwerten. Für Tierfreunde sei noch erwähnt, dass Maggie dem Kugelhagel erfolgreich ausweichen kann. Kevin Bacon darf den Psycho raushängen, was er sehr gekonnt macht. Die Kamera ist großartig: Robert Elswith (Last Exit Reno, There will be blood, Michael Clayton, Syriana, Salt) ist natürlich eine sichere Bank und sorgt für atmosphärische Bilder. Natürlich sind aber auch viel Genreklischees zu finden, aber für einen guten Thriller reicht es allemal.

Bewertung: 7 von 10 Punkten.

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