Montag, 27. April 2026

Mission Impossible 6 - Fallout















Regie: Christopher McQuarrie

Das moralische Dilemma des Ethan Hunt...

"Mission: Impossible – Fallout "ist der 2018 enstandene sechste Teil der "Mission Impossible" Kinoreihe. Inszeniert wurde der Blockbuster erneut von Christopher McQuarrie.  Zwei Jahre nach den Ereignissen von Rogue Nation spielt "Fallout" und begleitet den Agenten der Impossible Missions Force, Ethan Hunt und sein Team bei ihren Bemühungen, einen Atomangriff des Terroristen Solomon Lane und des mysteriösen Extremisten John Lark zu verhindern. Die Arbeiten an einer Fortsetzung von Rogue Nation begannen bereits vor dessen Kinostart 2015. McQuarrie, der erste Regisseur, der für die Reihe zurückkehrte, wollte mit "Fallout“ Ethans Charakter und Gefühle genauer beleuchten. Er war der Ansicht, dass die vorherigen Teile ihn für das Publikum weitgehend unverständlich gemacht hatten und wollte die Grenzen seiner Fähigkeiten, seiner Moral und seiner persönlichen Beziehungen ausloten. Das Drehbuch war mit nur 33 Seiten kurz und diente als grober Entwurf, der sich hauptsächlich an den interessanten Drehorten orientierte und Raum für Improvisation und größere Szenenänderungen während der Dreharbeiten ließ. Die Hauptdreharbeiten begannen im April 2017 mit einem Budget von 178–180 Millionen US-Dollar in Paris und wurden Anfang 2018 in London, Neuseeland, Norwegen und den Vereinigten Arabischen Emiraten fortgesetzt. Die Dreharbeiten verzögerten sich um mehrere Monate, nachdem sich Cruise bei einem Stunt den Knöchel gebrochen hatte. Dies führte zu erheblichen Budgeterhöhungen, während die Produktion auf seine Rückkehr wartete, bot McQuarrie aber auch die Möglichkeit, unfertige Szenen im Drehbuch weiterzuentwickeln. Mit 791 Millionen Dollar Einspielergebnis ist er bis dato der erfolgreichste Film der achtteiligen Reihe. Er landete mit diesem Ergebnis auf Rang 8 der Kinojahrescharts.  Tatächlich wird die Filmreihe von Folge zu Folge besser. Man hat sich inzwischen an die irren, verrückten und übertriebenen Actionsszenen und Stunts gewöhnt, denn mit jedem Film wirkt Tom Cruises Figur Ethan Hunt etwas verrückter, was dann die eine oder andere waghalsige Einlage etwas plausibler macht. Neu machen Henry Cavill, Angela Bassett und Vanessa Kirby mit, alle drei können gut überzeugen - vor allem die Britin Vanessa Kirby, die drei Jahre später für ihre Rolle in "Pieces of a Woman" bereits eine Oscarnominierung als beste Schauspielerin bekam.  Zwei Jahre nach der Festnahme des abtrünnigen britischen Agenten Solomon Lane[Sean Harris] hat sich sein Terrornetzwerk, das Syndikat, als die Apostel, eine Söldnertruppe, neu formiert. Sie werden von dem Extremisten „John Lark“ angeheuert, um drei Plutoniumkerne für Atombomben zu beschaffen, mit denen er die bestehende Weltordnung zerstören will. IMF-Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) scheitert in Berlin bei dem Versuch, die Kerne zu bergen, nachdem die Apostel seinen Teamkollegen Luther Stickell (Ving Rhames) als Geisel genommen haben. Ethan beschließt, Luther zu retten, wodurch die Apostel die Kerne stehlen können. Ethan, Luther und ihr Teamkollege Benji Dunn (Simon Pegg) nehmen Larks Atomwaffenspezialisten Nils Delbruuk (Kristoffer Joner) gefangen und bringen ihn durch einen Trick dazu, die Baupläne für Larks Bomben preiszugeben. CIA-Direktorin Erika Sloane (Angela Bassett) konfrontiert Ethan und IMF-Sekretär Alan Hunley( Alec Baldwin) mit dem Scheitern des Teams bei der Plutoniumbeschaffung. Sie besteht darauf, ihren Agenten August Walker (Henry Cavill) mit ihnen zu schicken, um die Kerne zu finden, und weist ihn an, jeden als entbehrlich zu betrachten. Ethan und Walker führen einen HALO-Sprung über Paris durch und infiltrieren einen Nachtclub, in dem Lark die Kerne von der Waffenhändlerin Alanna Mitsopolis (Vanessa Kirby) kaufen soll. Sie sprechen einen Mann an, den sie für Lark halten. Nach einem heftigen Kampf auf der Herrentoilette greift Ethans Verbündete, die MI6-Agentin Ilsa Faust (Rebecca Ferguson), ein und tötet den Mann, um Ethan zu retten. In Larks Identität trifft Ethan auf Mitsopolis, die ihm einen Kern gibt und erklärt, dass die Apostel die anderen liefern werden, nachdem er einen Polizeikonvoi angegriffen und den Gefangenen Lane befreit hat. Unterdessen liefert Walker Sloane Beweise, die darauf hindeuten, dass Ethan der echte Lark ist. Ethan weicht vom Plan ab und rammt den LKW mit Lane in die Seine, um die Polizeieskorte vor Mitsopolis' Söldnern zu schützen. Er lockt die Polizei weg, während Benji und Luther Lane in Sicherheit bringen und einen Mordanschlag von Ilsa auf Lane vereiteln. Bei einem Treffen mit Ethan erklärt Ilsa, dass der MI6 sie beauftragt hat, Lane zu töten, um zu verhindern, dass ausländische Regierungen ihn verhören, und um ihre Loyalität zu beweisen, nachdem sie als Agentin des Syndikats undercover gearbeitet hatte. Sie hatte den Befehl, Lark zu beschützen und Lanes Flucht zu sichern, verweigerte aber den Befehl, um Ethan zu schützen. Das Team bringt Lane für den Austausch nach London, doch Hunley konfrontiert sie mit Walkers Beweisen. Das Team bringt Walker dazu, zuzugeben, dass er Lark ist, und Sloane schickt eine CIA-Einheit, um alle zu verhaften. Die Apostel greifen jedoch ein, und in dem darauffolgenden Feuergefecht tötet Walker Hunley und flieht zusammen mit Lane. Ethan verfolgt ihn, bis Walker enthüllt, dass er Julia (Michelle Mongahan) gefunden hat – Ethans Ex-Frau, die zum Schutz vor seinen Feinden in den Untergrund geschickt wurde – und ihr mit dem Tod droht. Walker kann Ethan nicht töten, da Lane die restlichen Kerne zurückhält, bis er sich an Ethan rächen kann.Ethan, Benji, Luther und Ilsa spüren Lane und Walker in einem Lazarett nahe des Siachen-Gletschers in Kaschmir auf, wo sie einen von den Aposteln inszenierten Pockenausbruch behandeln....










Es kommt beim Showdown zu einem aufsehenerregenden Fight zweier Hubschrauber, die beide abstürzen - jedoch Tom Cruise und der Antagonist Henry Cavill überleben, damit sie ihren Faustkampf und Hängen in schwindelerregender Höhe absolvieren können. in der letzten Sekunde kann Cruise einmal mehr die Welt retten. 
Die rund 2.000 visuellen Effekte in Fallout wurden von Jody Johnson betreut, vor allem die drrei spektakulären Szenen mit dem Motorrad und Auto in Paris, der Hubschraubersequenz und einem HALO Sprung von zwei Agenten über Paris. 
Dieser HALO-Sprung über Paris wurde über ein Jahr lang geplant und nach den Hauptdreharbeiten gefilmt. Die Dreharbeiten fanden in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt, da dies das einzige Land war, das die Durchführung des Stunts rechtlich erlaubte.
Cruise absolvierte den Stunt in einer einzigen Einstellung 106 Mal, inklusive Übungssprüngen. Dabei stürzte er mit Geschwindigkeiten von 320 bis 350 km/h aus 7.600 bis 9.100 m Höhe aus einer Boeing C-17 Globemaster III, begleitet von einem Kameramann. Zur Vorbereitung auf jeden Sprung inhalierte Cruise 20 Minuten lang reinen Sauerstoff, um der Dekompressionskrankheit vorzubeugen. Sein Helm versorgte ihn ebenfalls mit Sauerstoff und war so konstruiert, dass sein Gesicht deutlich zu sehen war, um den Realismus zu erhöhen.
Die Motorradsequenz, in der Ethan gegen siebzig Stuntfahrer in die falsche Richtung um den Arc de Triomphe fährt, wurde in 90 Minuten am frühen Sonntagmorgen gedreht, als die Straße aufgrund geringen Verkehrsaufkommens gesperrt werden konnte. Ethans Motorradunfall und der Sturz vom Fahrzeug waren ein realer Stunt. Das Fahrrad war an einer hydraulischen Vorrichtung befestigt, die mit den Bewegungen des Autos synchronisiert war, mit dem es kollidierte. Cruise wurde, an einem Seil befestigt, im Moment des Aufpralls weggezogen. Dies alles zeigt eindrücklich, dass nicht nur die Filmfigur Ethan Hunt ein Wahnsinniger ist, sondern auch sein Darsteller. 
Der Film erhielt viel Kritikerlob und zählte zu den von Kritikern am meisten gefeierten Filmen des Jahres 2018. Mission: Impossible – Fallout macht seinem Namen alle Ehre und setzt mit seinen irren Actionsequenzen in einer Reihe voller solcher Szenen erneut Maßstäbe. Die Actionszenen - eine Mischung aus CGI und echten Stunts - sehen phänomenal aus. 
Die Figur des Helden Ethan Hunt wird tiefgründiger - denn er muss sich mit dem moralischen Dilemma auseinandersetzen, ob er ein Leben rettet oder dieses opfert um einen noch viel größeren Collateralschaden mit Tausenden von Toten zu verhindern. Optisch ist auch "Fallout" grandios - Kameramann war Rob Hardy (Ex_Machina, Auslöschung), der 2007 für seine Arbeit bei "Boy A" mit dem "British Academy Television Award" belohnt wurde. 










Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

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