Samstag, 16. Mai 2026

Get Real - Von Mann zu Mann















Regie: Simon Shore

Junge liebt Junge...

Das britische Kino ist bekannt dafür, dass es gute Filmbeiträge zum Themenbereich LGBTQ realisiert. Aufgrund der hohen Qualität sind Filme wie "Sunday Bloody Sunday" (John Schlesinger), "Bitterer Honig" (Tony Richardson), "Mein wunderbarer Waschsalon" (Stephen Frears), "Maurice" (James Ivory) oder "Beautiful Thing" (Hettie McDonald) zu Klassikern geworden. Auch der 1998 unter der Regie von Simon Shore gedrehte romantische Coming out Film "Get Real" darf man hier dazuzählen. Der Film basiert auf dem Theaterstück "Whats wrong with angry" von Drehbuchautor Patrick Wilde.  Die Handlung dreht sich um das Erwachsenwerden eines schwulen Teenagers, der in der ländlichen Gegend Großbritanniens während der Cool-Britannia-Ära der späten 1990er-Jahre aufwächst. Gedreht wurde in und um Basingstoke, England. „Get Real“ hat sich seither zu einem Kultfilm unter Fans des queeren Kinos entwickelt. Steven Carter (Ben Silverstone) ist ein 16-jähriger Schüler aus der Mittelschicht. Er ist intelligent, gutaussehend, aber unsportlich und introvertiert. In der Schule wird er gemobbt und zu Hause missverstanden. Seine einzige Vertraute ist seine Nachbarin und beste Freundin Linda (Charlotte Brittain). Er hält seine sexuelle Orientierung geheim und sucht in öffentlichen Toiletten nach Männern. Er ist überrascht, dort den Schul-Sportler John Dixon (Brad Gorton) anzutreffen, der ebenfalls nach Männern sucht. John bestreitet jedoch, schwul zu sein.Auf einem Schulball freundet sich Steven mit Jessica (Stacy Hart) an, nachdem diese sich mit ihrem Freund Kevin (Tim Harris), seinem Peiniger, gestritten hat. Als Steven nach Hause kommt, folgt John ihm und vertraut sich ihm an. Die beiden beginnen eine Beziehung.Das Gerücht, dass jemand schwul ist, spricht sich in der Schule herum, und John befürchtet, dass Steven es weitererzählt hat. Um seinen Status zu wahren, verprügelt John Steven vor dessen Freunden. Steven verkündet vor der gesamten Versammlung, dass er schwul ist, und sucht Unterstützung bei John, der ihn jedoch ignoriert. John entschuldigt sich für die Prügel und beteuert seine Liebe. Da Steven aber zu viel Angst hat, sich zu outen, beendet er die Beziehung und wünscht ihm alles Gute...








Der Film geht sehr sensibel und behutsam mit seinem Thema um. Einerseits hat am Ende ein Junge tatsächlich den Mut sich zu outen. Doch ein anderer kann diesen Schritt nicht machen. Er entscheidet sich schließlich gegen seine Gefühle und Empfindungen, sondern entscheidet sich für sein Hetero-Image. 
"Get Real" geffällt wegen den authentischen Darstellerrn und erzählt von einem jugendlichen Homosexuellen an einer Highschool und erweist sich als fesselnde Tragikomödie, die weder belehrend wirkt noch ihre Charaktere trivialisiert.








Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen