Regie: Alan Parker
Soul aus Dublin...
Regisseur Alan Parker hat während seiner aktiven Laufbahn als Filmregisseur mehrere Musikfilm gedreht. 1980 gelang ihm ein Welterfolg mit "Fame", es folgte "Pink Floyd - The Wall" und in den 90er Jahren verfilmte er "Evita", das berühmte Musical von Andrew Lloyd Webber. Auch "The Commitents" stammt aus den frühen 90ern und ist die musikalische Verfilmung eines Romans von Roderick Doyle. Es ist die Geschichte der Gründung einer Band in Dublin, die sich vor allem für Soul und Blues begeistern können. Nach achtwöchiger Kinolaufzeit beendete „The Commitments“ seine Kinolaufzeit mit einem Gesamteinspielergebnis von 14.919.570 US-Dollar. In Nordamerika war er der 80. umsatzstärkste Film des Jahres 1991, aber in Irland war er mit einem Einspielergebnis von 2,23 Millionen irischen Pfund (3,5 Millionen US-Dollar) der umsatzstärkste Film aller Zeiten. In Großbritannien erzielte er ein Einspielergebnis von 8.285.701 Pfund. Im Norden Dublins, Irland, ist Jimmy Rabbitte (Robert Arkins) ein junger Musikfanatiker, der eine irische Soul- und Rock’n’Roll-Band in der Tradition afroamerikanischer Musiker der 1950er und 60er Jahre managen möchte. Er schaltet eine Anzeige in der Lokalzeitung und veranstaltet Vorsingen im Haus seiner Eltern. Nachdem er von mehreren ungeeigneten Künstlern überschwemmt wurde, beschließt Jimmy, eine Band aus Freunden und Bekannten zu gründen – Leadsänger Deco Cuffe (Andrew Strong), Gitarrist Outspan Foster (Glen Hansard) Keyboarder Steven Clifford (Michael Aherne), Altsaxophonist Dean Fay (Felin Gormley), Bassist Derek Scully (Kenneth McClusky) Schlagzeuger Billy Mooney (Dick Massey) und die Backgroundsängerinnen Bernie McGloughlin (Bronagh Gallagher), Natalie Murphy (Maria Doyle) und Imelda Quirke (Angeline Ball). Jimmy lernt dann den Trompeter Joey „The Lips“ Fagan (Johnny Murphy) kennen, einen erfahrenen Musiker, der seine Dienste anbietet und ungewöhnliche Geschichten über Begegnungen und die Zusammenarbeit mit berühmten Musikern zu erzählen hat. Joey nennt die Band "The Commitments“. Nachdem Jimmy ein Schlagzeug und ein Klavier von Stevens Großmutter gekauft hat, sichert er sich die restliche Musikausrüstung der Band von Duffy, einem Schwarzmarkthändler. Die Band probt im zweiten Stock über einer Billardhalle und überzeugt nach langem Üben ein örtliches Gemeindezentrum, ihnen unter dem Vorwand einer Anti-Heroin-Kampagne einen Auftritt zu geben. Jimmy engagiert daraufhin Mickah Wallace (David Finnegan), einen streitlustigen und aufbrausenden Türsteher, als Sicherheitspersonal. Die Band zieht ein gutes Publikum an, doch als Deco Derek versehentlich mit seinem Mikrofonständer trifft, explodieren die Verstärker, was zu einem Stromausfall führt. Die Spannungen unter den Bandmitgliedern nehmen zu, als Joey Natalie, dann Bernie und schließlich Imelda verführt, während Deco immer widerspenstiger und unbeherrschter wird und sich für den Star der Band hält. Die Streitereien eskalieren immer mehr zwischen guten Coverversionen von Wilson Pickett, Al Green, Marvellettes, Aretha Franklin, James Carr, Otis Redding, Ann Peebles, Roy Head, Mary Wells und Clarence Carter...
Der Autor des Romans war begeistert von der Verfilmung, die tatsächlich gut umgesetzt und originell ist...und die auch viel Lokalkolorit zeigt. Fast jede Szene wird mit einer Pointe unterbrochen. Doch Parkers Sinn für Komik ist organisch; er lässt die Witze nie die Charaktere oder die Musik aus dem Rampenlicht drängen. Es besteht zwar keine Botschaft, es gibt auch kein Lösung für das Problem innerhalb der Bandmitglieder. Aber es schwingt so etwas wie eine Erinnerung an eine Zeit mit, in der die Filmfiguren noch am Anfang ihres Erwachsenenlebens stehen und sehr viel ausprobieren, dass leider später durch den Alltag ein Ende findet. Unter seiner rauen Oberfläche ist auch eine Zuneigung für diese Musiker zu erkennen. Für den Schnitt vergab die Academy eine Oscarnominierung, bei den British Film Awards siegte der Film in vier Kategorien, darunter als bester Film und Alan Parker wurde als der beste Regisseur ausgezeichnet.
Bewertung: 8 von 10 Punkten.
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