Regie: Rob Reiner
Die Story einer Heavy Metal Band...
Rob Reiners Filmdebüt war das 1984 entstandene Rockmockumentary "This is Spinal Tap" der sehr schnell zum echten Kultfilm wurde. Erzählt wird die fiktive Geschichte der Heavy-Metal Band "Spinal Tap", die der Filmemacher Martin "Marty" Di Bergi (Rob Reiner) im Laufe vieler Auftritte und Tourneen beobachtet, interviewt und filmt. Spinal Tap - das sind vor allem die drei Hauptakteure der Band: David St. Hubbins (Michael McKean), Nigel Tufnel (Christopher Guest), Derek Smalls (Harry Shearer), die Band stammt aus England und ist im Jahr 1982 auf einer US-Tournee. Damit wollen sie den Kauf ihres neuen Albums "Smell the Glove" ankurbeln. Zur Band gehören auch der Keyboarder Viv Savage (David Kaff) und Schlagzeuger Mick Shrimpton (Rick Parnell). Der Dokumentarfilm zeigt die Anfänge von Spinal Tap als Skiffle-Band The Originals. Als bekannt wurde, dass bereits eine andere Band The Originals hieß, benannten sie sich in "New Originals“ um. Nach der Auflösung der ursprünglichen Band änderten sie ihren Namen jedoch wieder zurück. Später landeten sie als The Thamesmen einen Hit mit dem Titel "Gimme Some Money“, bevor sie sich in Spinal Tap umbenannten und mit der Flower-Power-Hymne "Listen to the Flower People“ einen großen Hit landeten. Anschließend begannen sie, Heavy Metal zu spielen. Mehrere frühere Schlagzeuger der Band starben unter seltsamen Umständen: John „Stumpy“ Pepys starb bei einem bizarren Gartenunfall, dessen Aufklärung laut Polizei besser unaufgeklärt blieb, Eric "Stumpy Joe“ Childs erstickte an fremdem Erbrochenem und Peter "James“ Bond explodierte auf der Bühne. Nigel zeigt Marty seine umfangreiche Gitarrensammlung sowie einen selbstgebauten Verstärker mit Lautstärkereglern bis elf. Nigel glaubt, dass der Verstärker dadurch "eins lauter“ ist als die meisten anderen Verstärker, deren höchste Lautstärkeeinstellung "zehn“ ist. Nigels Verstärkerregler haben die höchste Lautstärkeeinstellung "elf“. Diese Szene ist der Ursprung der Redewendung "bis elf“. Die Spannungen zwischen der Band und ihrem Manager Ian Faith (Tony Hendra) nehmen zu, da mehrere Konzerte wegen geringer Ticketverkäufe abgesagt werden und große Einzelhändler "Smell the Glove“ wegen des sexistischen Covers nicht mehr verkaufen wollen. Davids Freundin Jeanine (June Chadwick), eine Yoga- und Astrologie-Anhängerin, begleitet die Gruppe auf Tour und nimmt an Bandtreffen teil. Nigel und Ian missfallen Jeanines Ideen für Spinal Taps Kostüme und Bühnenpräsenz. Ohne Rücksprache mit Spinal Tap veröffentlicht das Plattenlabel der Band "Smell the Glove“ mit einem komplett schwarzen Albumcover. Trotz Ians Behauptung, es könne ähnlich ansprechend sein wie das Weiße Album der Beatles, verkauft sich "Smell the Glove“ nicht. Nigel schlägt vor, eine aufwendige Glam-Rock-Show mit Druiden-Thema zu inszenieren und bittet Ian, einen Stonehenge-Trilith zu bestellen. Nigel gibt jedoch die Maße falsch an, und die entstandene Requisite ist nur 46 cm hoch statt 5,5 m, was die Gruppe zur Lachnummer macht. Die Gruppe gibt Ian die Schuld, und als David vorschlägt, Jeanine solle die Gruppe mitmanagen, kündigt Ian. Die Tour geht weiter, wird aber auf deutlich kleinere Veranstaltungsorte verlegt, und Jeanine und David drängen Nigel zunehmend in den Hintergrund. Bei einem Auftritt auf einem US-Luftwaffenstützpunkt ist Nigel über eine Fehlfunktion der Ausrüstung verärgert und verlässt den Auftritt mittendrin. Bei ihrem nächsten Auftritt in einem Amphitheater eines Vergnügungsparks, wo die Band weniger als ein Puppentheater angepriesen wird, stellt die Band fest, dass ihr Repertoire ohne Nigel stark eingeschränkt ist. Auf Dereks Vorschlag hin improvisiert die Band eine experimentelle "Jazz Odyssey“, die jedoch schlecht ankommt. Am letzten Tag der Tour überlegen David und Derek, Spinal Tap zu beenden und andere Projekte in Betracht zu ziehen, zum Beispiel ein Musical über Jack the Ripper namens Saucy Jack. Bevor sie die Bühne betreten, kommt Nigel und erzählt ihnen, dass Spinal Taps Song "Sex Farm“ in Japan ein großer Hit geworden ist und dass Ian eine Tournee dorthin organisieren möchte. David lehnt entschieden ab, doch später, als Nigel der Band von der Bühne aus zusieht, gibt er nach und lädt Nigel ein, mit auf die Bühne zu kommen. Das Publikum ist begeistert, Jeanine hingegen wütend. Während des Auftritts explodiert Mick auf der Bühne. Ian wird erneut als Manager der Band eingestellt, und Spinal Tap (jetzt mit Joe „Mama“ Besser als Schlagzeuger) gibt eine Reihe ausverkaufter Konzerte in Japan...
Der Film spielte bei einem Budget von ca. 2 Millionen Dollar beinahe 5 Millionen Dollar ein und er ist extrem amüsant und witzig. Die Satire auf den Hardrockbusiness hat eine fiese Note. Der Film ist so gut gemacht, dass man, wenn man nicht vorher Bescheid weiß, eine Weile brauchen könnte, um zu erkennen, dass die in This Is Spinal Tap sezierte Rockgruppe gar nicht existiert. Das liegt daran, dass die Hauptprotagonisten total authentisch rüberkommen und man sie irgendwie gleich sympathisch findet, obwohl die drei eigentlich irgendwie "unmöglich"sind.
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