Mittwoch, 4. Dezember 2013

Olympus has fallen

























Regie: Antoine Fugua

Mister Präsident in Gefahr...

Als König Leonidas in Zack Snyders Schlachtenepos "300" wurde Gerard Butler über Nacht berühmt, es folgten "RocknRolla" und an der Seite von Jamie Foxx der Thriller "Gesetz der Rache", in dem Butler auch eine gute Figur im alltbekannten Revenge-Genre macht. Nun scheint es so, als wolle man Butler als neuen Actionhelden aufbauen, da auch ein Bruce Willis inzwischen deutlich in die Jahre gekommen ist und neue Helden braucht die Sparte. Ganz gut ins Konzept passt da der Verschwörungsthriller "Olympus has fallen", ein typicher Actioner rund ums weiße Haus. Größtes Ziel ist es, den Präsidenten nicht an Terroristen zu verlieren.
Aber vorerst lernen wir mit Mike Banning (Gerard Butler), den besten Leibwächter von US-Präsident Benjamin Asher (Aaron Eckhard) kennen. Der Agent des Secret Service ist eigentlich schon mit dem Staatsoberhaupt gut befreundet, doch eine Fahrt von Camp David endet in einem folgenschweren Unglück. Die First Lady (Ashley Judd) verünglückt tödlich in der Präsidentenlimousine, nur Asher selbst kann von Banning gerettet werden. Somit hat der kleine Connor (Finlay Jacobsen) keine Mutter mehr. Banning quittiert den Dienst und gibt sich die Schuld am Tod der Präsidentengattin. Inzwischen sind 18 Monate vergangen, Banning arbeitet beim Finanzministerium, direkt um die Ecke vom Weißen Haus. Dort trifft eine südkoreanische Delegation mit ihrem Ministerpräsidenten ein. Doch der nordkoreanische Terrorist Kang (Rick Yune) hat bereits seinen perfiden Terrorplan eingeleitet. Er nimmt den Präsidenten im Weißen Haus gefangen und will nun mit dieser Geisel und anderen hochrangigen Regierungsmitgliedern, u.a. Verteidigungsministerin MacMillian (Melissa Leo) den Abzug amerikanischer Truppen auf der koreanischen Halbinsel erzwingen. Ausserdem will der Superböse mit Hilfe der drei Zugangscodes Macht über sämtliche Nuklearwaffen der USA bekommen. Um Handlungsfähig zu bleiben wird Allan Trumbull (Morgan Freeman) zum neuen Präsident gewählt und Banning ist natürlich auch schon zur Stelle...

 Leider ist das Szenario ziemlich vorhersehbar und daher sogar ein bissel unspannend. Dabei hat Gerad Butler als nicht ganz so perfekter Held gute Karten irgendwann zur Action Kultfigur zu werden. Allerdings funktioniert der Actionthriller von Antoine Fugua nicht ganz so effektiv wie "Gesetz der Rache", der viel mehr Power an den Tag legt. Es ist sowieso interessant wie qualitativ unterschiedlich Fuguas Filme ausfallen: Training Day und Gesetz der Straße halte ich für seine besten Filme, dagegen sind "Tränen der Sonne" mit Bruce Willis oder "Shooter" eher Durchschnittsware für mich. "Olympus has fallen" plätschert mit 120 Minuten etwas unausgewogen vor sich hin. Ein Überraschungseffekt in der Story hätte der konventionellen Geschichte sicherlich etwas Auftrieb gegeben. Hängen bleibt allerdings der starke Kurzauftritt von Melissa Leo, die als Verteidigungsministerin lieber in den Tod geht als vor dem Terror zu kuschen. Im Angesicht des nahen Todes schreit sie noch ein kräftiges "God bless America" heraus - das ist sicherlich die bemerkenswerteste Szene des ansonsten eher durchschnittlichen Politthrillers. 

Bewertung: 5,5 von 10 Punkten. 

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