Sonntag, 8. Dezember 2013

Transformers 3




















Regie: Michael Bay

Maschinen, Götter und Menschen...

Mit jeder neuen Fortsetzung gabs eine deutliche Steigerung an der Kinokasse: Während "Transformers" 709 Millionen Dollar einspielte und sich immer noch auf Platz 58 der erfolgreichsten Kassenschlager aller Zeiten befindet, kam Teil 2 "Die Rache" bereits auf imposante 836 Millionen Dollar und Nr. 3 "Dark of the Moon" hat derzeit einen formidablen Platz 6 in der Liste der erfolgreichsten Filme mit einem Traumergebnis von 1.123 Milliarden Dollar. Damit liegt er nur einen Rang schlechter als der "Iron Man 3" - was eindrücklich beweist, dass seit einigen Jahren mit den Fortsetzungen erfolgreicher Filme noch mehr an Kasse machen lässt als mit dem Erstling, wie immer sie auch heißen "Piraten in der Karibik", "Twilight", "Toy Story", "Ice Ace" oder "Harry Potter". Regisseur Michael Bay inszenierte auch diesen 3. Teil sehr effektiv als knalliges Actionfeuerwerk, es gibt beim Inszenierungsstil nur wenige Unterschiede zu den ebenso erfolgreichen Marvel Comic Verfilmungen, man könnte sagen, dass diese riesigen Maschinenwesen, die sich Autobots und Deceptions nennen, so etwas wie eine mutierte XXXL Ausgabe des Iron Man sind, nur dass sie sich nach getätigter Mission nicht in Tony Stark manifestieren, sondern in geile Autos. Bay sagt ja selbst von sich, dass er Filme für Jungs im Teenageralter macht - und hier bedient er sicherlich seine Zielgruppe bestens.
Technisch ist der Film ausserordentlich gut gelungen. Natürlich muss man ein Faible für fantastische Weltrettergeschichten haben und sich ein Action-Feuerwerk herbeisehnen, dann sitzt man bei "Transformers 3" in der ersten Reihe. Herzstück ist natürlich der Junge von Nebenan, der zum Held wird...und diese Rolle ist Shia LaBeouf auf den Leib geschntten.
Er hat auch eine neue Freundin bekommen: Aber auch mit Carly Spencer (Rosie Huntington-Whiteley) bleibt kein Wunsch offen. Leider hat das Mädel aber einen arroganten Boss Dylan Gould (Patrick Dempsey). Der Film beginnt aber mit einer gut gemachten Rücklblende, die uns zuerst den Krieg auf Cybertron zeigt. Dort haben leide die Deceptions die Oberhand erhalten, die Autobots müssen fliehen.
Der Autobot Sentinel Prime versucht mit "Ark" seinem Raumschiff vom Planeten zu fliehen und hat dabei Technik zur Teleportation an Bord, die den Krieg zu Gunsten der Autobots entscheiden könnte. Er wird jedoch von den Decepticons abgeschossen und taumelt antriebslos durchs Weltall. Im Jahr 1961 schlägt das Raumschiff auf der dunklen Seite des Mondes auf. Gerade zur richtigen Zeit, denn in den 60er Jahren hat der Wettlauf ins All stattgefunden, den 1969 durch die Apollo 11 Mission die Amis vor den Russen gewinnen. Die Astronauten Neil Armstrong und Buzz Aldrin haben den streng geheimen Befehl in einem Moment der Funkstelle dieses Raumschiff, dass bereits von der Menschheit entdeckt wurde, zu betreten.
Diese früheren Ereignisse sind zwar lange her, aber sie haben mit dem Heute und Hier insofern zu tun, als dass sehr bald die Erde wieder gerettet werden muss. Wieder mal muss das Sam Witwicky Shia LaBeouf) erledigen, der unter ganz normalen Umständen noch nicht mal einen Job bekommt. Doch mit dem Auftauchen der bösen Deceptions, dem übergelaufeenen Sentinel Prime und dem guten Optimus Prime ist wieder reichlich Krieg mit übergroßen Spielzeug-Robotern garantiert...


 Unterstützt wurde die Produktion einmal mehr vom Spielzeughersteller Hasbro, den Streitkräften der USA und der NASA, die es dann auch ermöglichen das Weltraumlegende Buzz Aldrin mit einem Kurzauftritt zu sehen ist. "Transformers 3" ist ein typischer Kino Blockbuster unserer Zeit: Bunt, knallig, mit vielen Schauwerten, ganz viel Action, wenig Story. Wer genau aufpasst, kann auch ein effektives Produkt Placement erkennen und weitere Sponsoren für eine riesige Vermarkung des Films ausmachen. Wie bereits erwähnt: Technisch ist der Film auf einem sehr hohen Level, wie ich finde. Und der Unterhaltungswert stimmt auch. Immerhin vergehen die beinahe schon episch anmutenden 156 Minuten sehr schnell - eine Tüte Popcorn muss aber schon sein, denn Bays Film funktioniert eher wie eine Jahrmarkt-Attraktion. Schlecht fand ich den Film nicht, man fühlt sich beim Schauen gleich gute 25 Jahre jünger (grins) - die Kritiken waren natürlich mau, aber welcher Kritiker gibt schon gerne zu, dass er an solch einer für Teenies konzipierten Roboterorgie Spass findet. 


Bewertung: 6,5 von 10 Punkten

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen