Sonntag, 22. Dezember 2013

Zorn der Titanen
















Regie: Louis Letterier

Von Göttern, Halbgöttern und Menschen...

Die amerikanisch-britische Coproduktion "Kampf der Titanen" aus dem Jahr 1981 war zu seiner Zeit mit einem Einspielergebnis von 41 Millionen Dollar ein großer Erfolg und war vor allem auch noch einmal ein Film des Trickmeisters Ray Harryhausen, der gemeinsam mit Charles H. Schneer den Film auch produzierte und noch mehr Geld zur Verfügung seiner StopMotion Tricks hatte als in "Jason und die Argonauten". Der Film von Desmond Davies strahlt auch heute noch einen sehr schönen naiven Charme aus und die stygischen Schwestern, der hinterlistige und gefährliche Calibos oder die schreckliche Medusa wurden so zu Helden meiner Kinojugend. 2010 kam dann das unvermeidliche Remake. diesmal von Louis Letterier gedreht - mit einem noch gewaltigeren Erfolg an der Kasse. Insgesamt 500 Dollar Einspiel...diesmal natürlich kamen die Effekte und Tricks aus der CGI-Werkstatt. Kein Wunder, dass man bei soviel Gewinn einen zweiten Teil nachfolgen liess. Leider ist "Zorn der Titanen" mit viel weniger Begeisterung gedreht, der Film dümpelt sehr unmotiviert vor sich her. Dazwischen gibts dann immer wieder einige mehr oder weniger sehenswerte Effekte von Monsters. Gut gelungen sind jedenfalls der Angriff der Chimären, der Kampf mit dem Minotaurus im Labyrinth des Hades oder die drei aggressiven Zyklopen. Wenn nur die Geschichte etwas besser wäre. Es wird erzählt von Perseus (Sam Wortington) ganz normalen Leben als Fischer mit seinem Sohn Helius (John Bell). Er wird von seinem Vater Zeus (Liam Neeson) aufgesucht und um Hilfe gebeten, doch der Halbgott will lieber als Fischer leben und hat keine Lust am Heldentum. Die Zeit der Götter naht sich dem Ende, so will Zeus gemeinsam mit Bruder Poseidon (Danny Huston) ein Bündnis mit Hades (Ralph Fiennes) eingehen, dem dritten Bruder und ebenso Sohn von Kronos, dem verbannten bösen Vatergott, der die Welt zerstören will. Leider werden Zeus und Poseidon dank der Hilfe von Perseus Halbbruder Ares (Edgar Ramirez) in einen Hinterhalt gelockt und nun kann nur noch Perseus die Welt retten...

 Als günstig erweist sich die relativ kurze Laufzeit von 99 Minuten, denn so bleibt das mittelmässige Spektakel durch einige guten Szenen auch unterhaltsam, wenn auch ohne großen Anspruch und man darf auch in Sachen Fantasyspektakel nicht allzu viel erwarten, dann wird man weniger enttäuscht. Fakt ist, dass "Zorn der Titanen" weder dem charmanten Original von 1981 noch seinem Vorgänger von 2010 das Wasser reichen kann. Einmal mehr wird man daran erinnert, dass mit Sam Wortington leider zum wiederholten Mal eine krasse Fehlbesetzung nicht korrigiert wurde. Der Schauspieler, der in "Avatar" so gut funktionierte, ist als Held der Antike völlig unglaubwürdig. 


Bewertung: 4 von 10 Punkten. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen