Montag, 13. April 2026

Der stählerne Adler










Regie: Sidney J. Furie

Flugzeuge im Bauch...

Sidney J. Furie hat in seiner aktiven Zeit Filme wie "Icpress", "Südwest von Sonora", "Lady sings the Blues", "Die Boys von Kompanie C" oder "Entity" inszeniert. Der 1986 entstandene Actionfilm "Der stählerne Adler" war mit einem Umsatz von 24 Millionen Dollar in den USA und Kanada sicherlich einer seiner erfolgreichsten Arbeiten. Ganz offensichtlich haben sich die Produzenten einen genauso großen Erfolg wie Tony Scotts "Top Gun" erhofft, der aber mit einem Einspielergebnis von 358 Millionen Dollar unschlagbar in seinem Genre war. Scotts Film war der erfolgreichste Film des Jahres 1986. Vielleicht lag der Unterschied auch daran, dass in "Top Gun" junge Männer als Kampfpiloten agieren und damit auch irgendwie noch glaubwürdig blieben. In "Der stählerne Adler" ist der Held noch bedeutend jünger und er hat seine Teeniefreunde, die auch auf dem Luftwaffenstützpunkt leben, als Helfeshelfer mit ins Boot geholt um seinen Dad aus dem Gefängnis eines nordafrikanischen Staates zu befreien, zumal diesem dort die Todesstrafe droht. Alles wirkt reichlich unglaubwürdig, fast schon albern. Er ist der erste Teil einer ganzen Iron-Eagle-Filmreihe und wurde von drei Fortsetzungen gefolgt. Louis Gossett jr., der im ersten Teil der Helfer der Kids wird, spielt in allen vier Filmen mit.Doug Masters (Jason Gedrick), Sohn des erfahrenen US-Luftwaffenpiloten Colonel Ted Masters (Tim Thomerson), ist ein ambitionierter Zivilpilot, der in die Fußstapfen seines Vaters treten möchte. Er erhält eine Absage von der US-Luftwaffe, und sein Vater wurde bei einem Patrouillenflug über dem Mittelmeer vom fiktiven arabischen Staat Bilya abgeschossen und gefangen genommen.Obwohl sich der Vorfall in internationalen Gewässern ereignete, verurteilt das Gericht des arabischen Staates Colonel Masters wegen unbefugten Eindringens in sein Hoheitsgebiet zum Tode durch den Strang innerhalb von drei Tagen. Da Doug erkennt dass die US-Regierung nichts unternehmen wird, um das Leben seines Vaters zu retten, plant er seine eigene Rettungsaktion. Er bittet Colonel Charles „Chappy“ Sinclair (Louis Gosset jr) der seinen Vater kennt um Hilfe. Chappy ist zunächst skeptisch, doch Doug überzeugt ihn, dass er mit seinen Freunden vollen Zugriff auf die Informationen und Ressourcen des Luftwaffenstützpunkts hat und ihm für die Mission eine F-16 zur Verfügung stellen kann. Zu Dougs Überraschung hatte Chappy bereits nach dem Urteil gegen Colonel Masters mit der Planung einer Rettungsaktion begonnen. Chappy und Doug entwickeln gemeinsam eine akribisch geplante Mission und beschaffen zwei schwer bewaffnete F-16B-Jets, wobei Doug die zweite fliegt.Am Tag von Colonel Masters' geplanter Hinrichtung fliegen Doug und Chappy mit ihren Jets zum Mittelmeer und dringen in den bilyanischen Luftraum ein. Das bilyanische Militär reagiert, und in dem darauffolgenden Gefecht schießen Doug und Chappy drei Kampfflugzeuge ab und zerstören einen Flugplatz. Chappys Flugzeug wird dabei von der Flugabwehr getroffen. Er fordert Doug auf, auf große Höhe zu steigen und die Tonbandaufnahme abzuspielen, die er am Vorabend gemacht hat. Doug hört zu, wie Chappys Triebwerk ausfällt und er ins Mittelmeer stürzt. Chappys aufgezeichnete Stimme ermutigt Doug und liefert ihm wichtige Details, die ihm helfen, die Mission zu erfüllen und seinen Vater zu retten. Indem er den Feind glauben lässt, er führe ein Geschwader, zwingt Doug die feindlichen Behörden, seinen Vater auf einem Flugfeld freizugeben.Bevor Doug seine F-16 landet, wird Colonel Masters von einem Scharfschützen getroffen. Daraufhin zerstört Doug den Flugplatz und besprüht die Landebahn mit Napalm, um die Armee auf Distanz zu halten, während er landet und seinen verwundeten Vater aufnimmt. Kurz nach dem Start geraten Doug und sein Vater in ein Gefecht mit einer anderen Gruppe von MiGs unter dem Kommando von Colonel Akir Nakesh (David Suchet), einem Fliegerass. Die einzelne F-16 und Nakeshs MiG liefern sich einen Luftkampf, bis eine Rakete von Doug Nakesh abschießt. Mit wenig Treibstoff und Munition wird die F-16 von feindlichen MiG-Jägern verfolgt, als plötzlich eine Staffel F-16 der US-Luftwaffe auftaucht, die die MiGs abwehrt und Doug und seinen Vater zur Ramstein Air Base in Westdeutschland eskortiert....







Die Kritiken zum Film fielen gemischt bis negativ aus. Natürlich stört die nationalistische Arroganz und auch die fragwürdige Ethik. In einer Analyse von über 900 Hollywoodfilmen hinsichtlich des Bedienens von antiarabischen Klischees vertrat der Autor Jack Shaheen in seinem Filmbuch "Reel Bad Arabs: How Hollywood Vilifies a People" die Auffassung, dass gerade "Der stählerne Adler" einer der schlimmsten Filme sei. 
Als Zuschauer ist es vielleicht empfehlenswert das Gehirn für 117 Minuten auszuschalten, dann kann man sich sicherlich über die Absurdität einigermaßen amüsieren. 






Bewertung: 5 von 10 Punkten. 
 
 

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