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Sonntag, 4. September 2022

Die Hand Gottes


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Paolo Sorrentino

Maradona in Neapel...

Bei der Fußball Weltmeisterschaft 1986 nahm Diego Maradona seine Hand zu Hilfe, um ein Tor zu erzielen. Damals sprach er von der "Hand Gottes". Erst viel später im Jahr 2005 gab Maradona zu, dass er den Ball mit der Hand gespielt hatte. Nichtsdestotrotz wurde Argentinien Weltmeister und Maradona zur lebenden Legende. In Paolo Sorrentinos Film "Ewige Jugend" wurde der Fußballspieler als Patient in einem eleganten Schweizer Sanatorium gezeigt, in seinem sehr persönlichen Werk "Die Hand Gottes" kommt er wieder zum Einsatz und dem Torschuß von damals kommt - wie ja bereits der Name verrät - eine besondere Bedeutung zu. Die Geschichte spielt in Neapel in den 80er Jahren in Neapel. Der 17jährige Fabietto (Filippo Scotti) ist zwar etwas schüchtern und introvertiert, aber er hat ein besonders gutes Verhältnis zu seinem Vater Saverio (Tony Servillo), seiner Mutter Maria (Teresa Saponangelo) und seinen beiden Geschwistern Marchino (Marlon Joubert) und Daniela (Rossella di Luca). Er ist Schüler am humanistischen Gymnasium, möchte Philosophie studieren und ist ein leidenschaftlicher Fan des Fußballclubs SSC Neapel. Während der Vater als Bankdirektor arbeitet, ist Maria Hausfrau und hat ein besonderes Faible Scherze mit den Nachbarn und Freunden zu treiben. Marchino möchte gerne Schauspieler werden und spricht bei einem Casting für einen Fellini Film vor. Tagesgespräch ist vor allem die Spekulation, dass der Weltklassespieler Maradona vielleicht beim SSC Neapel einen Vertrag unterschreibt. Das wäre das Größte für Fabietto. Noch größer als seine Faszination für seine schöne Tante Patrizia (Luisa Ranieri). Diese ist bisher kinderlos und mit dem eifersüchtigen Franco (Massimiliano Gallo) verheiratet. Als Patrizia eines Tages zu spät nach Hause kommt, beschimpft sie Franco sehr übel und bezichtigt sie als Prostituierte. Die Erklärung von Patrizia ist aber anders. Sie habe in der Stadt an der Bushaltestelle gewartet, als ein Auto vorfuhr und der Mann auf dem Hintersitz des Wagens habe sie angesprochen, sich als Schutzpatron San Gennaro vorgestellt und sehr vieles über sie gewusst. Er habe ihr versprochen sie von der Kinerlosigkeit zu heilen und sie in seine Villa eingeladen. Dort kam es zur Begegnung mit einem kleinen Mönch. Natürlich glaubt ihr diese phantastische Geschichte keiner, denn Patrizia gilt als psychiatrisch auffällig. Lediglich Fabietto schließt nicht aus, dass da was wahres dran sein könnte....










Und schon geht es weiter mit den Jugenderinnerung des Regisseurs Sorrentino, denn viele Geschichten sind autobiographisch belegt. Während der Film mit sehr viel Phantasie und genauso viel fiesem Humor und Witz beginnt, mündet er bald in eine Tragödie. Denn ein Schicksalsschlag wird ab dann den Werdegang des sympathischen, fußballverrückten Youngsters begleiten. Die sowohl federleichte und heitere wie auch schmerzhafte Coming of Age Geschichte ist virtuos inszeniert, vielleicht sogar Sorrentinos bisherigen Meisterwerk - trotz der Klasse von "Ewige Jugend" oder "La Grande Belezza". Als vielversprechende Neuentdeckung erweist sich der Hauptdarsteller Filippo Scotti. Der Film wurde als bester Auslandsfilm für den Oscar nominiert, erhielt weitere zahlreiche Preise, so auch fünf David di Donatello Awards sowie Nominierung für den Golden Globe und den europäischen Filmpreis. Der Film ist sicherlich ein Highlight des Filmjahres 2021 und ist auf Netflix zu sehen.







Bewertung: 9,5 von 10 Punkten. 

Samstag, 22. Oktober 2016

Ewige Jugend


















Regie: Paolo Sorrentino

Melancholie im Sanatorium...

Der italienische Regisseur Paolo Sorrentino ist zweifelsohne ein begeisterter Fan von Federico Fellini. Zumindest hat er schon vor längerer Zeit beschlossen, dessen filmisches Erbe anzutreten, was bereits in den skurrilen Roadmovie "Cheyenne" sichtbar war. Noch klarer sind die Ähnlichkeiten zwischen seinem preisgekrönten Rom-Epos "la grande Belezza" aus dem Jahr 2013. Hier wurden Erinnerungen an Fellinis "Roma" und auch an diessen "8 1/2" wach. Dafür gabs auch einen Oscar als bester fremdsprachiger Film des Jahres und auch bei der Vergabe der europäischen Filmpreise kassierte Sorrentinos Film gleich 4 Auszeichnungen. "Ewige Jugend" ist natürlich auch wieder sehr an Fellini orientiert und es ist vielleicht Sorrentinos tiefster und bewegendster Film geworden. Auch wenn der deutsche Verleihtitel m.E. schlecht gewählt wurde, der Originaltitel "Youth" trifft die Thematik besser. Denn von ewiger Jugend kann in "Ewiger Jugend" kaum die Rede rein, wenn man die Schlußsequenz interpretiert, dann geht es auch nicht nur um die Jugend, sondern um das Leben und vor allem um das unweigerliche Ende: den Tod.
Die Geschichte spielt sich in einem exklusiven Wellnesshotel in Davos und man wird an Thomas Manns Roman "Der Zauberberg" erinnert. Denn dieses Bergsanatorium übt sofort eine eigenartige Faszination auf den Zuschauer aus. Dort gehören zwei Greise zu den Hotelgästen, die von Ärzten, Pflegerinnen, Masseusen und den besten Köchen versorgt werden. Fred Ballinger (Michael Caine), der erfolgreiche Komponist der legendären "Simple Songs" verbringt dort seine Wellness-Ferien. Genauso wie sein langjähriger Freund, der Regisseur Mick Boyle (Harvey Keitel), der auch schon flott die Achzig zusteuert und dort mit jungen Mitarbeitern sein Drehbuch zu dem geplanten letzten Film, dass sein Testament werden soll. Die Hauptrolle soll die zweifache Oscargewinnerin und Diva Brenda Morell (Jane Fonda) spielen, die von Boyle auch täglich erwartet wird. Der Schauspieler Jimmy Tree (Paul Dano) gehört auch zu den Gästen, er wurde mit einer Rolle als Roboter weltbekannt - möchte aber viel lieber durch seine anderen Rollen wahrgenommen werden. Er bereites sich für einen neuen Film, der in Deutschland gedreht wird, vor. Ebenfalls im Hotel sind Diego Maradona (Roly Serrano) mit Frau, die Miss Universum (Madalena Diana Ghenea) und Popstar Paloma Faith (Paloma Faith), die mit Julian Boyle (Ed Stoppart), dem Sohn von Mick, ein Verhältnis beginnt. Dabei ist dieser mit Lena (Rachel Weisz), der Tochter von Komponist Ballinger, verheiratet. Es tut sich da allerhand in diesem Kosmos "Sanatorium" in den Schweizer Alpen.  Auch ein buddhistischer Priester, von dem man sich erzählt, dass er in der Luft schweben kann, ist unter den illustren Gästen.
Die beiden Männer trauern der Jugend nach - Die Erotik ist für sie kein Spielfeld der Eroberung mehr, sondern der Betrachtung. Der Anblick der Miss Universum, die sich ihnen in exquisiter Blöße im Schwimmbecken darbietet, ist kein Anlass der Erregung, sondern ein letztes visuelles Paradies. Stattdessen müssen sich die beiden mit Prostata-Problemen herumquälen. Die Jugend...ist auch sichtbar. Da wäre die Masseurin ( Luna Zimic Mijovic) übt Hip Hop am offenen Fenster, Paloma Faith ist eine Kranate im Bett und es darf von der schönen Miss Universe geträumt werden.
Ein elegantes und amüsanten Treiben, dass dann in dem Moment in die Tiefe führt, als Fred Ballinger zum zweiten Mal Besuch vom Abgesandten des Buckingham Palace Besuch bekommt. Noch immer wünscht die Queen zum Geburtstag von Prinz Philipp, dass Ballinger seine "Simple Songs" dirigieren soll. Und noch immer lehnt Ballinger aus "persönlichen Gründen" ab...



Aber er begründet dann erstmal seine persönlichen Gründe, während seine Tochter Lena hinter ihm sitzt und zu weinen beginnt. Denn mit diesem persönlichen Bekenntnis lässt er zum ersten Mal sein Gefühl heraus. Vorher war dies unter einer gewissen Kälte versteckt. Mit dieser Szene wandelt der Film dann sein Gesicht, aber nicht seine Umgebung.
Sorrentino hat eine ganze Menge von grandiosen Szenen in "Ewige Jugend" eingebaut. Da gibts den starken 5-Minuten Auftritt von Jane Fonda, der mit einem Zusammenbruch im Flugzeug endet. Da erscheinen Mick Boyle auf einer Bergwiese plötzlich alle seine Schauspielerinnen seiner Filme den jeweiligen Kostümen und sprechen ihre Dialoge. Am Ende singt dann Sumi Jo die "Simple Songs" und Ballinger sieht seinen Freund in Gedanken. Jugend ist auch ein Gedanke...deshalb rägt jeder Insasse des Berghotels, in dem der Film spielt, neben seinem sichtbaren Ich noch ein unsichtbares, früheres mit sich herum. Der Mann im Pool, dessen Bauch in keine Hose mehr passt, war einmal ein Maradona, ein Fußballgott. Der Hollywood Star, den alle nur auf den Roboter Film herunterreduzieren - er denkt an seine frühere Rolle in einem Low Budget Film da war er mit sich zufrieden. Und auch der Komponist gibt seine Geheimnis preis, dass er tief im Herzen trug. Am Ende besucht er seine Frau in ihrer Klinik in Venedig. Sie ist alt und ihre Gedanken erloschen. Ein trauriger Film...




Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Donnerstag, 17. Juli 2014

La Grande Belezza

























Regie: Paolo Sorrentino

Vergängliches Leben, Ewige Stadt...

Lob und Tadel liegen hier dicht beieinander. Für die einen ist "La Grande Belezza" eine dreiste Fellini Kopie, die durch die tollen Bilder die Inhaltslosigkeit verdeckt, für andere ist der Film von Paolo Sorrentino eine wunderbare Hommage auf den Fellini Kosmos, darüberhinaus eine magischer Städtefilm und eine kluge Reflektion über die Vergänglichkeit. Tatsächlich sind die Verweise auf Fellinis Werk stark dominierend. Sorrentinos Hauptfigur Jep Gambardella (Toni Servillo) ist die ältere Ausgabe von Marcello Mastroiannis Boulevardfotograf mit Schriftstellerambtionen aus dem Klassiker "La Dolce Vita" Beide bewegen sich als Akteur und Beobachter durch ein sommerliches Rom. In "La Grande Belezza" ist man als Zuschauer von Anfang an mit dabei und sieht dem dekatenten Treiben in der Stadt zu. Optisch und inhaltlich präsentiert Fellini Fan Sorrentino eine moderne Variante von "Satyricon" und macht schnell durch die Verweise der Vergangenheit klar, dass sich der Mensch kein bisschen geändert hat. Es wiederholt sich heute alles, was einmal war vor 50 Jahren oder in der Antike. Rom ist heiß, unbeteiligt, mondän, schön und dekadent. Mittendrin der Partylöwe Jep, der seinen 65. Geburtstag feiert und versucht ein Resümee seines Lebens zu ziehen, was ihm gar nicht so einfach fällt, denn die Eindrücke der Stadt überstrahlen alles und so hat er wenig Zeit sich selbst wirklich zu reflektieren, er ist aber immerhin ein begnadeter Zyniker und hat vor Jahren den einzigen schriftstellerischen Erfolg gehabt. Dieser finanzielle Erfolg half ihm später das Leben wie eine Party ausschweifend zu feiern. Jep, der meistens eine Zigarette im Mund hat, sucht auch im Hier und Jetzt die Orte seines gelangweilten Luxuslebens auf.  Hier schimmert gelegentlich der Hauch von Verfall durch - eine Komponente, die Fellini in "Das süße Leben" noch nicht hatte, da er junge Menschen in dieser Metropole zeigte - mit all ihren Hoffnungen. Es ist die Bitterkeit des Alters, die mitschwingt. In der Anfangsszene sieht man japanische Touristen, die begeistert sind von den Sehenswürdigkeiten der ewigen Stadt und Rom tut alles erdenklich atmosphärische für seine Besucher - ein Frauenchor singt oben im Säulengang über dem Brunnen und sorgt mit den Bildern für einen der zahlreichen magischen Momente des Films. Dann fällt einer der Touristen im Anblick größter Begeisterung einfach tot um - so schnell scheint alles ohne Sinn. 




 Unser gealteter Lebemann scheint sich auch die Sinnfrage zu stellen, ohne wirklich weiter zu kommen. Stattdessen streift er durch die grandiose Stadt und lässt sich treiben. Seine Wohnung ist direkt am Colosseum gelegen. Dort trifft er sich mit seinen Freunden und philosophiert oder tratscht. Von seiner Dachterasse aus, sieht man auf die antike Arena, auf die fast menschenleere Stadt und auf einen idyllischen Klostergarten.  Rom wirkt interessanterweise im Film extrem leer, die Menschen sind kaum sichtbar vor lauter Sehenswürdigkeiten.  Und solche Momente finden sich oft im Film, die Stadt wirkt dann wie eine Art Sarkophag - trotz der wilden Partys, die abgehen und trotz der römischen Nächte mit ihren Gesichtern, die alle aus Fellini Filmen entsprungen sein könnten. Natürlich gibt es in Rom auch Giraffen und Flamingos, irrwitzige Geistheilungen, trendige Beerdigungen und auch die Religion ist allgegenwärtig. Ein Kardinal, der Kochrezepte zum Besten gibt und eine 104jährige Missionarin, die einer Mumie gleicht...Sorrentinos Film wurde genauso oft zerrissen, wie er als Meisterwerk in den Himmel gelobt wurde. Ich glaube man muss sich selbst ein Urteil bilden. Die Kamerarbeit von Luca Bigazzi ist jedenfalls Weltklasse und der Film wirkt durch die Bilderflut in vielen Sequenzen hypnotisch und magisch. Die große Schönheit und die große Leere sind hier dicht beieinander, wie es dem Macher wohl vorschwebte. Hauptfigur Jep versucht hier ein Resümee zu ziehen und seinem Leben eine neue Richtung zu geben, doch es darf bezweifelt werden, dass ihm das auch nur in Ansätzen gelingt. Er sucht die Antworten dann auch nicht in der Zukunft, sondern blickt zurück in seine Jugendtage und eiine Schlüsselszene am Meer kommt ihm immer wieder in den Sinn. Ich persönlich fand den Film schon sehr gut gemacht, auch wenn er mit seiner Laufzeit von fast 2 1/2 Stunden besonders im letzten Teil Gefahr läuft, dass die Bilderflut so hoch war, dass man von einer gewissen Reizüberflutung sprechen könnte. Aber keine Frage: Sorrentnos Film ist jetzt schon ein Klassiker und konnte zahlreiche Preise gewinnen, darunter den Oscar als bester ausländischer Film und vier Auszeichnungen beim begehrten Europäischen Filmpreis. Auch die Filmmusik ist edel ausgewählt und ist Teil der Dramaturgie.



Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Cheyenne

























Regie: Paolo Sorrentino

Road to Nowhere...

Paolo Sorrentino ist dem europäischen Kinopublikum durch den preisgekrönten Film "Il Divo" über den italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti bekannt. Mit diesem Film konnte er einige Nominierungen für den Europäischen Filmpreis erringen, den Hauptpreis verlor er an "Gomorra", den Mafiafilm seines Landsmannes Matteo Garrone. In diesem Jahr klappte es aber mit der Auszeichnung, die er für "La Grande Belezza" erhielt. Grund genug seinen 2011 entstandenen aussergewöhnlichen "Cheyenne - This must be the place" anzusehen. Der Film wird vor allem durch die Darstellung von Sean Penn getragen, der einen ehemaligen Popstar der 80er Jahre verkörpert. Eine schillernde Figur, bei der die Zeit wohl stillgestanden ist. Cheyenne (Sean Penn) hat sich seit Jahren zurückgezogen. In seiner Villa in Dublin langweilt sich das Idol einer längst vergangenen Dekade. Vom Aussehen her könnte er der Zwillingsbruder von Gothic Star Robert Smith von "The Cure" sein. Cheyenne redet nicht viel - vielleicht wegen der Fistelstimme, ist eher introvertiert, seine Ehefrau Jane (Frances McDormand) regelt mehr oder weniger das Geschäftliche. Wegen dem Selbstmord zweier Fans zog er sich damals vom Showgeschäft zurück. Nur wenige Leute hat er in seiner Nähe. Da wäre der sexbesessene Freund Jeffrey (Simon Delaney) und das Gothic Girl Mary (Eve Hewsom), die er mit dem schüchternen Desmond (Sam Keeley) zusammenbringen will. Als er erfährt, dass sein jüdischer Vater im Sterben liegt, reist er nach New York. Doch er kommt leider zu spät...auch für eine letzte Aussöhnung, denn der Vater nahm es damals seinem Sohn übel, dass er mit reichlich Make-up im Gesicht Glam-Rocker wurde. Als er das Tagebuch seines Vaters liest, erfährt er, dass dieser sein ganzes Leben lang nach seinem Peiniger Alois Lange (Heinz Liewen), dem SS-Aufseher in Auschwitz, gesucht hat....

 Klingt sehr eigen und aussergewöhnlich und das ist es auch. "Cheyenne" entpuppt sich als schrilles wie stilles Roadmovie, dass für den Protagonisten zu einem Selbstfindungstrip wird - im Grunde ein Film über die Schwierigkeit seine Identität zu definieren. Denn hinter dem schillernden und ebenso abgetackelten Star von einst, der rein optisch immens auffällig ist, steckt auch ein sehr introvertierter, aber auch sensibler und kluger Feingeist, der mit wenig Worten sehr oft klar überzeugen kann. Sean Penns Performance ist schon ein bissel gewöhnungsbedürftig, aber er schafft den schwierigen Spagat seine Figur echt und authentisch rüberzubringen. Dies ist schon beeindruckend, zumal das Outfit und die Stimme der Hauptfigur schon auch Potential hätte zur Überzeichnung zu mutieren. Dass dies nicht geschieht ist der guten Schauspielerleistung von Penn zu verdanken, der hiermit sicher eine seiner denkwürdigsten Rollen abliefert.
Großartig auch die Kameraarbeit von Luca Bigazzi. 


Bewertung: 7 von 10 Punkten.