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Samstag, 5. Februar 2022

Blaze of Glory - Flammender Ruhm (Young Guns 2)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Geoff Murphy

Das Schicksal der Regulatoren...

Geoff Murphy wurde mit dem Science Fiction Thriller "Quiet Earth" aus dem Jahre 1985 international bekannt. Bereits vorher hatte er in seiner Heimat Neuseeland den Durchbruch mit dem Road Movie "Machs gut, Porkie Pie" geschafft, der Film schaffte dort Kultstatus. Er konnte später Filme drehen, die etwas höher budgetiert waren, wie beispielsweise "Blind Side" oder "The Last Outlaw". Murphy führte auch im zweiten Teil des Westerns "Young Guns" Regie. Teil Eins entstand 1988 unter der Regie von Christopher Cain. Der Film, der den Western durch die Brat Pack Besetzung deutlich verjüngen sollte, kostete 20 Millionen Dollar und spielte gute 56 Millionen Dollar ein. Murphys Fortstetzung aus dem Jahr 1990 schlug sich ähnlich wacker. Bei etwa gleich hoher Budetierung wurde ein Umsatz von 59 Millionen Dollar erzielt. In Deutschland lief der Western unter dem Titel "Blaze of Glory - Flammender Ruhm".
Die erste Szene spielt 1950, wo der Rechtsanwalt Charles Phalen (Bradley Whitford) einen alten Mann mit seinem Pferd trifft, der sich "Brushy Bill" Roberts (Emilio Estevez) nennt. Das Treffen findet auf einem einsamen Highway mitten in der Wüste statt. Der alte Mann möchte nach 70 Jahren endlich eine Begnadigung, er behauptet, dass er der berüchtigte Bandit "Billy the Kid" wäre. Unglaublich, zumal die Geschichtsbücher doch alle erzählen, dass dieser berüchtigtste aller Outlaws von seinem ehemaligen Freund Pat Garrett (William Petersen) verfolgt und 1881 erschossen wurde. Der Anwalt glaubt dem Alten kein Wort, er will Beweise für diese tollkühne Behauptung. Und damit beginnt die Rückblende. Nach dem Ende des Lincoln Krieges, bei dem Billys Bande als sogenannte "Regulatoren" den Tod an ihrem Gönner Tunstall rächten, gehen die jungen Freunde getrennte Wege. Doc Scurlock (Kiefer Sutherland) beispielsweise arbeitet unerkannt als Lehrer. Seine frühere Identität wird jedoch aufgedeckt und er wird genauso wie der Indianer Jose Chavez y Chavez (Lou Diamond Philipps) gefangengenommen. Billy hat eine neue Bande, zu der auch Pat Garrett,  "Arkansas" Dave Rudabaugh (Christian Slater) und später der 14jährige Tom O´Folliard (Balthazar Getty) und der Farmer Hendry William French (Alan Ruck) gehören.
Der neue Gouverneur Lew Wallace (Scott Wilson) überredet Billy sich zu stellen. Er will ihn begnadigen, wenn er gegen die Dolan-Murphy Killer aussagt. Doch aus der Begnadigung wird nichts, da der Staatsanwalt Billy an den Galgen bringen will. Zum Glück kann er fliehen und kann seine beiden Freunde auch aus dem Gefängnis befreien. Währenddessen bekommt Garrett vom Gouverneur Wallace und vom Viehbaron Chisum (James Coburn) ein lukratives Angebot, dem er nicht widerstehen kann. Er soll Billy jagen und gefangen nehmen. Tot oder Lebendig...





Die Kritiken waren eher verhalten bei "Young Guns 2" - aber man muss dem Film zugute halten, dass er spannend inszeniert wurde. Auch die Jungdarsteller geben alle ihr Bestes, auch wenn Peckinpahs "Pat Garrett jagt Billy the Kid" eindeutig der bessere Film ist, kommt Emilio Estevez dem echten Billy the Kid schon mal altersmäßig viel näher kommt als Kris Kristofferson, der 1973 beim Dreh bereits 37 Jahre alt war.





Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Mittwoch, 5. Dezember 2012

Young Guns


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Christopher Cain

Western Jungbrunnen...

1988 lag das Westerngenre wieder mal, wie so oft, am Boden. Die Reanimation 1985 durch die Grossproduktionen "Silverado" und "Pale Rider" lag schon drei Jahre zurück und Regienewcomer Christopher Cain probierte mit "Young Guns" einen ganz neuen Weg und zwar eine Art Kreuzung zwischen dem alten, klassischen Western und der damals erfolgreichen Brat Pack Filmreihe mit Helden wie Emilio Estevez, Charlie Sheen oder Kiefer Sutherland. Also diese Filme speziell für ein ganz junges Publikum gemacht, mit ganz jungen Hauptdarstellern.
Obwohl der Film in Deutschland kein Kassenschlager war, war er weltweit finanziell sehr erfolgreich, und somit auch fürs immer wieder totgesagte Genre ein positiver Aspekt. Die Produktionskosten des Films betrugen damals ca. 13 Millionen Dollar, das Einspielergebnis kam alleine in den USA sogar auf stolze 44 Millionen Dollar.
Die Handlung ist schnell erzählt: Sechs junge gestrauchelte Jugendliche und Revolverhelden (Estevez, Sutherland, Sheen, Lou Diamond Philipps, Dermot Mulroney, Chasey Siemaszco) werden von einem britischen Rancher Tunstall (Terence Stamp), der so eine Art Ziehvaterrolle übernimmt, angeheuert, um seine Viehherden vor einem raffgierigen, korrupten und bösen Grossrancher (Jack Palance) zu schützen. Kurze Zeit später bricht in Lincoln ein erbitterter Kampf zwischen verschiedenen Ranchern, der Lincoln County Rinderkrieg, aus. Tunstall wird von Killern erschossen - unsere 6 jungen Revolverhelden schwören Rache und erklären den Mördern den Krieg. Durch die Unbesonnenheit des jungen Billy (Emilio Estevez), der den Beinamen "The Kid" bekommt und eine Berühmtheit wird, werden sie auch bald zu gesuchten Outlaws und von allen Seiten gejagt...





"Young Guns" ist tatsächlich ein sehr cool inszenierter junger Western. Höhepunkt ist der Showdown, der weit über 20 Minuten ein zünftiges, spannendes Feuerwerk bietet.
Gesamthaft leidet der Film trotzdem an einigen Schwächen. Immer wieder flackert zwar gutes Sam Peckinpah Feeling auf (an Peckinpah-typischer Brutalität wird auch nicht gespart), aber dennoch bleibt der Film über weite Strecken ein bisschen strukturlos, die leider auch zu sehr wenig magischen Momenten führt. Aber gut, das Leben von Billy the Kid war auch nicht gerade sehr strukturiert. Immerhin wurde spannend inszeniert und die Jungstars passen perfekt.




Bewertung:7,5 von 10 Punkten.