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Samstag, 16. Mai 2026

From the World of John Wick: Ballerina










Regie. Len Wiseman

Die Rache der Tänzerin...

"From the World of John Wick: Ballerina" oder ganz einfach "Ballerina" ist ein Film des Regisseurs Len Wiseman (Underworld, Stirb langsam 4.0) und ein Spin-off der erfolgreichen John Wick Filmreihe. Die Geschichte in "Ballerina" spielt zwisdchend en Ereignissen von "John Wick Kapitel 3" und "Kapitel 4". Während der erste "John Wick" Film 86 Millionen Dollar einspielte, war der zweite Teil mit 174 Millionen Dollar doppelt so erfolgreich. Mit 329 Millionen Dolllar konnte Teil 3 den vorherigen Umsatz beinahe nochmals verdoppeln. Teil 4 kam auf beachtliche 440 Millionen Dollar Kasseneispielergebnis. Mit 137 Millionen Dollar kann sich aber auch "Ballerina" sehen lassen.  Ana de Armas spielt die Ballerina und Auftragskillerin Eve Macarro, die sich einer ganzen Armee von Killern entgegenstellt, um den Tod ihres Vaters zu rächen. Zum weiteren Cast gehören Anjelica Huston, Gabriel Byrne, Lance Reddick (in seinem letzten Filmauftritt), Norman Reedus, Ian McShane und Keanu Reeves.Die Hauptdreharbeiten fanden von November 2022 bis Januar 2023, hauptsächlich in Prag und Budapest, statt.  Eve Macarro (als Kind wird sie von Victoria Comte gespielt) ist die Tochter des Auftragskillers Javier (David Casdaneda) vom Ruska-Roma-Verbrechersyndikat und seiner Sekten-Ehefrau. Als Kind wurde Eve von Javier aus der Sekte entführt, was zum Tod ihrer Mutter führte. Um Eve zurückzuholen, stürmen die Sekte und ihr Kanzler (Gabriel Byrne) ihr Haus; Javier stirbt bei der Flucht. Winston Scott (Ian McShane), Manager des New York Continental, bringt Eve zur Ruska Roma, einer Assassinen-Gesellschaft, die sich als Showtänzerinnen tarnt. Dort trifft sie auf deren Direktorin (Anjelica Huston) und willigt ein, beizutreten. In den folgenden zwölf Jahren trainiert Eve zur Ballerina, Auftragsmörderin und Leibwächterin. Sie begegnet kurz John Wick (Keanu Reeves) während seines Besuchs bei der Direktorin und er deutet einen Ausweg aus dem Teufelskreis an. Eve schließt ihre Ausbildung jedoch ab, indem sie ein ehemaliges Ruska-Roma-Mitglied tötet und den Titel „Kikimora“ erhält. Bei ihrer ersten Mission beschützt Eve erfolgreich ihren ersten Schützling.Zwei Monate später wird Eve während einer Mission von einem Kultisten angegriffen und getötet. Er trägt dasselbe Mal wie die Mörder ihres Vaters. Auf Rache sinnend, befragt sie den Direktor nach dem Kult, darf ihn aber aufgrund eines langjährigen Waffenstillstands zwischen dem Kult und den Ruska Roma nicht verfolgen.Eve widersetzt sich dem Direktor und sucht das New York Continental auf, um Winston zu treffen. Winston erklärt ihr, dass dieser „Kult“ sich von den meisten anderen organisierten Verbrechersyndikaten unterscheidet, da er unzivilisierter agiert und „nicht nur aus geschäftlichen Gründen, sondern auch zum Vergnügen tötet“. Winston informiert Eve, dass sich ein Kultist namens Daniel Pine (Norman Reedus) im Prague Continental aufhält, auf den ein hohes Kopfgeld ausgesetzt ist.Eve reist dorthin und dringt in Pines Zimmer ein. Sie entdeckt, dass Pine seine Tochter Ella (Ava Joyce McCarthy) vor dem Kult versteckt hält. Kultmitglied Lena (Catalina Sandino Moreno) erhöht das Kopfgeld auf Pine, woraufhin mehrere Attentäter sein Hotelzimmer stürmen. Pine übergibt Ella Eve und verspricht ihr später Informationen über den Kult. Als sie das Hotel verlassen, erschießt Kultist Dex Pine, während Lena Eve überwältigt und Ella entführt. Die Angestellten des Continental exekutieren zwei gefangene Attentäter für ihren Angriff, verschonen aber Eve, da sie keine Regeln des Continental gebrochen hat.Eve versucht, Waffen von Waffenhändler Frank zu kaufen, doch der Kult greift seinen Laden an. Nachdem Eve die Angreifer getötet hat, hilft Frank ihr, den Standort des Kultstützpunkts in Hallstatt, Österreich, einzugrenzen. Als Eve die Stadt betritt, wird sie sofort von den Einwohnern, allesamt Kultisten, angegriffen. Eve wird schließlich gefangen genommen und zum Kanzler gebracht. Dieser enthüllt, dass der Kult ein Zufluchtsort für ehemalige Attentäter ist und dass Pine sein Sohn und Ella seine Enkelin ist. Eve kann sich befreien, wird aber von Lena gestellt, die sich als ihre ältere Schwester zu erkennen gibt. Lena sagt, Javier habe sie bei seiner Flucht im Stich gelassen, da er befürchtete, der Kult habe sie bereits indoktriniert. Der Kanzler befiehlt daraufhin ihre Hinrichtung; Lena wird getötet, Eve kann jedoch entkommen...











Wisemans Film legt großen Wert auf viel Kampfgeschehen und Action. Er punktet aber vor allem in der Auswahl seiner Locations. So wirken die Szenen in Prag sehr geheimnisvoll und atmosphärisch. Auch das kleine Bergdorf in Österreich gibt eine gute Kulisse für die Rachestory ab. Das Thema ist zwar eher konventionell angelegt, aber durch die beiden Geheimbünde der Auftragskiller lässt sich sogar eine gewisse Verwandtschaft zu Len Wisemans "Underworld" Filmen erkennen 








Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

Mittwoch, 1. Mai 2024

Manhattan Murder Mystery


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Woody Allen

Hobbydetektive...

In den Jahren 1992 bis 1994 hatte der New Yorker Regisseur Woody Allen mit Filmen wie "Ehemänner und Ehefrauen", "Manhattan Murder Mystery", "Bullets over Broadway" und "Geliebte Aphrodite" eine äusserst kreative Schaffensphase. Alle vier in dieser Zeit entstanden Filme gehören zu seinen besten Filmen.  In "Manhattan Murder Mystery" aus dem Jahr 1993 präsentiert Allen seinem Publikum ein witzigen Thriller, der durch die beiden Hobby Detektive Carol und Larry Lipton an den berühmten Hitchcock Klassiker "Das Fenster zum Hof" erinnert. In diesem Thriller verkörptert James Stewart den Fotoreporter L.B. Jeffries, der sich ein Bein gebrochen hat und auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Jeff ist neugierig aus Langeweile und beobachtet diverse Nachbarn auf der anderen Seite des Innenhofes. Bald keimt in ihm der Verdacht auf, dass einer dieser Nachbarn seine Frau ermordet hat. Seine Verlobte Lisa und seine Krankenpflegerin Stella unterstüzt ihn nach anfänglicher Skepsis bei den eigenen Ermittlungen. In "Manhattan Murder Mystery" ist Carol Lipton (Diane Keaton) sehr neugierig. Ihr Mann Larry Lipton (Woody Allen), Redakteur bei HarperCollins ist zunächst skeptisch und versucht den Aktionismus seiner Frau merklich zu bremsen. Doch Carol lässt sich so leicht nicht bremsen. Das Ehepaar lernt im Aufzug die älteren Nachbarn Paul (Jerry Adler) und Lilian House (Lynn Cohen) kennen. Die Begegnung verläuft sehr angenehm und das Ehepaar House lädt die Liptons zu einem Drink in ihrer Wohnung ein. Am nächsten Tag stirbt Lilian an einem Herzinfarkt, was die Liptons total schockiert, zumal die betagte Frau total robust und gesund gewirkt hat.  Vor allem Carol wird misstrauisch gegenüber Pauls Fröhlichkeit nach dem Tod seiner Frau. Als Carol dem Witwer ein Dessert bringt, findet sie unter seinem Spülbecken eine Krematoriumsurne, die im Widerspruch zu seiner Geschichte über Lillians Beerdigung steht. Carol beschließt, Nachforschungen anzustellen und stiehlt dem Hausmeister den Schlüssel zur Wohnung des Hauses. Sie betritt die fremde Wohnung, als Paul das Haus verlässt, und schnüffelt herum, um zwei Tickets nach Paris und Hotelreservierungen bei einer Frau namens "Helen Moss“ zu finden. Carol wählt die Vorwahl der zuletzt gewählten Nummer und am Telefon nimmt jemand den Anruf entgegen und sagt "Waldron“. Während Helen herumschnüffelt, kehrt Paul zurück und verfehlt sie nur knapp, wie sie sich unters Bett versteckt, aber sie schafft es, sich unentdeckt herauszuschleichen. Paul findet später ihre Lesebrille unter dem Bett, aber Carol gibt vor, sie beim ersten Besuch verloren zu haben, da sie annimmt, dass die Brille unter dem Bett getreten wurde. Larry ist entsetzt über den Einbruch seiner Frau und möchte, dass sie aufhört. Doch Carol steigert sich immer mehr hinein und gemeinsam mit ihrem abenteuerlustigen Freund Ted (Alan Alda) ist bald überzeugt, dass der Nachbar seine Frau um die Ecke gebracht hat...







Als Schriftstellerin Marcia Fox ist Anjelica Huston zu sehen, die sich bald zu dem ermittelnden Möchtegern-Detektiven-Trio gesellt. Dabei unterschätzt das Quartett die Gefahr, die sie durch die Schnüffelei eingehen. Für ihre famose Rolle als Carol wurde Diane Keaton Golden Globe nominiert. Woody Allem bekam eine "Cesar" Nominierung und Anjelica Huston durfte sich über eine Nominierung bei den BAFTA Awards freuen. Der Film ist spannend und irre witzig, sein Unterhaltungswert ist enorm. In diese Thrillergeschichte aus dem Alltag hat Woody Allen noch ein paar Film-Verweise zu alten Klassikern eingepflegt. So läuft während des Showdowns auf großer Kinoleinwand die berühmte Spiegelszene aus Orson Welles "Die Lady von Shanghai" und natürlich dürfen auch Beziehungsgepflecht und Befindlichkeiten von typisch New Yorker Intellektuellen nicht fehlen.








Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Montag, 22. April 2024

Der scharlachrote Pirat


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: James Goldstone

Säbelrassler..

Bis in die 50er Jahre verzeichneten Piratenabenteuer große Erfolge in den Kinos. Helden wie Errol Flynn als "Pirat der sieben Meere", Tyrone Power als "Seeräuber", Gregory Peck als "Des Königs Admiral" oder Burt Lancaster als "Der rote Korsar" wurden zu Leinwandlieblingen. Dann kamen diese Abenteuer aus der Mode. Durch den Erfolg von Richard Lesters Neuverfilmung der "Drei Musketiere" im Jahr 1973 sahen die Hollywood-Produzenten aber wieder große Chancen das alte Genre wieder aufleben zu können. Unter der Regie von James Goldstone entstand drei Jahre nach Lesters Erfolg das temperamentvolle Piratenabenteuer "Der scharlachrote Pirat" - doch leider floppte "Swashbuckler" an der Kinokasse. Auch nachfolgende Filme zur Belebung des Genres wie Roman Polanskis "Piraten" oder Renny Harlins "Die Piratenbraut" führten nicht zum erhofften Hit. Erst "Fluch der Karibik" von Gore Verbinski bescherten den erhofften Durchbruch, der "Swashbuckler" leider versagt blieb, obwohl der Film aus heutiger Sicht recht gut gelungen ist. Die gelungenen Bilder von Kameramann Philip H. Lathrop tragen einen Großteil am Gelingen bei.  Der Film spielt im Jahr 1718 auf Jamaika. Der amtierende Gouverneur der Insel ist der Schurke Lord Durant (Peter Boyle) und hat Sir James Barnet (Bernard Behrens). den obersten Richter der Insel inhaftiert sowie die Familie des Richters enteignet. Jane, die hübsche Tochter des Richters (Genevieve Bujold) und ihre Mutter (Louisa Horton) müssen ihre Villa verlassen und in die Slums von Jamaica ziehen. Jane heuert dadurch den Piratenkapitän Ned lynch (Robert Shaw) an, der in ihrem Namen den Gouverneur ermorden soll. Lynch wird gefürchtet - er hat erst kurz zuvor seinen Kumpanen und Freund Nick Debrett (James Earl Jones) in einer spektakulären Rettungsaktion vom Galgen gerettet. Jane ist dem Piraten zuerst nicht immer wohlgesonnen, doch nach einer gewissen Zeit verliebt sie sich in ihn. 
Der Hinterhalt, der von Lynch geplant war, scheitert, was dazu führt, dass Jane und drei von Lynchs Männern gefangen genommen und zum Tode verurteilt werden. Auch die anderen Gefangenen, darunter der Richter, warten auf ihre Hinrichtung. Lynch kehrt auf die Insel zurück und verbündet sich mit den Einheimischen, um die Streitkräfte zu stürzen und alles, was Durant gestohlen hat, seinen rechtmäßigen Besitzern zurückzugeben..








Peter Boyle ist ein perfekter Bösewicht, dessen Leidenschaft das Morden und andere Perversionen sind. Er unterhält eine Geliebte, gespielt von Anjelica Huston und einen sadistischen Lustknaben (Mark Baker), der gerne Flöte spielt. Das Abenteuer ist prächtig inszeniert und setzt auf Temperament und Schauwerte.









Bewertung. 7,5 von 10 Punkten.