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Samstag, 23. Mai 2026

Friday Night Lights















Regie: Peter Berg

Die Highschool Football Meisterschaft...

Mit einem Einspielergebnis von ca. 62 Millionen Dollar war der Sportfilm "Friday Night Lights" von Peter Berg im Jahr 2004 ein guter Kinoerfolg. Er wurde in Deutschland jedoch direkt auf DVD veröffentlicht. Kameramann war der in Baden-Baden geborene Tobias A. Schliessler, der auch für die Bilder in den Filmen "Dreamgirls", "Hancock", "Lone Survivor", "Die Schöne und das Biest" und "Die Entführung der Pelham 123" verantwortlich war. In "Friday Night Lights"  dreht sich alles um American Highschool Football, Peter Berg schrieb gemeinsam mit David Aaron Cohen das Drehbuch. Der Film ist rasant und effektiv geschnitten und  basiert auf dem gleichnamigen Roman von H. G. Bissinger aus dem Jahr 1990. Der Film begleitet den Trainer und die Spieler eines Highschool-Footballteams in Odessa, Texas. Er erzählt die Geschichte der Permian High School Panthers im Jahr 1988 auf ihrem Weg zur Staatsmeisterschaft. Die Geschichte ist nicht fiktiv, es ist eine wahre Geschichte. Als im August 1988 das Vorbereitungstraining für die Footballmannschaft der Permian High School beginnt, sind die Erwartungen in der footballverrückten Stadt Odessa, Texas, hoch. Die Spieler und ihr Trainer Gary Gaines (Billy Bob Thornton) sollen mit ihrem heiß umworbenen Star-Runningback James „Boobie“ Miles (Derek Luke) die Staatsmeisterschaft gewinnen. Quarterback Mike Winchell (Lucas Black) ist darauf angewiesen, den Ball in den meisten Spielzügen an Miles abzugeben. Fullback Don Billingsley (Garrett Hedlund) hat Probleme mit dem Ballhandling und wird von seinem alkoholkranken Vater Charles (Tim McGraw) gedemütigt, gekränkt und misshandelt, da der Vater in seiner Jugend mit Permian die Staatsmeisterschaft gewonnen hat. Die Spieler feiern häufig, um mit dem Druck der hohen Erwartungen in Odessa fertigzuwerden.Im Saisonauftaktspiel gegen die Marshall Bulldogs machen die Permian Panthers einen deutlichen Sieg daraus, und Miles zeigt vor zahlreichen Scouts renommierter Universitäten sein ganzes Können. Gaines wollte Miles in den Schlussminuten eigentlich auf die Bank setzen, ließ ihn aber im Spiel, nachdem Ersatzspieler Chris Comer(Lee Thompson Young) versehentlich seinen Helm verlegt hatte und somit nicht einsatzbereit war. Miles wurde eingewechselt, riss sich aber im folgenden Spielzug bei einem Tackle am Knie das Kreuzband. Nach dem Vorfall erntete Gaines heftige Kritik aus der Bevölkerung, weil er Miles im Spiel gelassen hatte. Im nächsten Spiel, dem Auftakt der Bezirksliga, wurde Permian deutlich geschlagen, da Winchell in seiner größeren Rolle mit Leistungsschwankungen zu kämpfen hatte. Nachdem die Panthers im nächsten Spiel mit 14 Punkten zurücklagen, kam Comer für den verletzten Ersatz-Runningback ins Spiel und half Winchell und Billingsley, Permians Offensive wieder in Schwung zu bringen, was zu einem Comeback-Sieg führte. Trotz ihrer geringen Körpergröße erwies sich Permians Verteidigung unter der Führung von Safety Brian Chavez (Jay Hernandez) und Linebacker Ivory Christian (Lee Jackson) als robust, und die Panthers starteten eine Siegesserie von fünf Spielen.Miles hofft, bald wieder spielen zu können. Doch leider zeigt sein MRT, dass er sich einer sofortigen Knieoperation unterziehen muss und für den Rest der Saison ausfällt. Miles leugnet dreist die Schwere seiner Knieverletzung und lügt Gaines an, um wieder spielen zu können. Sein Onkel und Vormund L.V. (Grover Coulson) steht ihm zur Seite. Permian bestreitet sein letztes Bezirksspiel gegen Midland Lee, in dem es um den ersten Platz und die Playoff-Teilnahme geht. Die Panthers geraten in Rückstand, und Gaines bringt Miles in seiner Verzweiflung ins Spiel, doch Miles verletzt sich kurz darauf erneut. Winchell führt eine Aufholjagd an, doch Permian verliert letztendlich, da sein letzter Pass über die Hände des Receivers fliegt. Nach dem Spiel streitet Billingsley mit seinem betrunkenen Vater, der seinen Meisterschaftsring an den Straßenrand wirft. Am nächsten Tag offenbart Don seinem Vater, dass er den Ring gefunden hat und gibt ihn ihm zurück. Charles entschuldigt sich halbherzig und betont, dass seine Meisterschaft das Beste war, was ihm je passiert ist, und dass er nun nichts Schönes mehr hat außer diesen Erinnerungen. Die Niederlage bringt Permian in ein Dreier-Gleichstand mit Lee und Abilene Cooper an der Tabellenspitze. Ein Münzwurf entscheidet über die beiden Playoff-Teilnehmer. Permian und Lee gewinnen, und Miles räumt seinen Spind, während sich die Panthers auf die Playoffs vorbereiten. Im Auto seines Onkels weint er, weil seine Zukunft nach dem Ende seiner vielversprechenden Footballkarriere düster aussieht.Permian schlägt sich in den Playoffs gut, doch alle Augen sind auf die übermächtige Dallas Carter High School gerichtet. Permian und Carter erreichen das Meisterschaftsspiel, das im Astrodome als neutralem Austragungsort stattfindet. Miles kehrt zum Team zurück und beobachtet die Panthers von der Seitenlinie aus. Anfangs sind sie von Carters körperlicher Überlegenheit überfordert und geraten in Rückstand. Doch das Spiel ist noch nicht beendet...














Berg hat äusserst spannend inszeniert und auch wenn man sich nicht so sehr mit dem American Football auskennt, der Film hat aber packende und emotionale Szenen. Bergs scharfsinnige Analyse des fußballverrückten amerikanischen Mittelwestens überzeugt sowohl als bewegendes Drama als auch als mitreißender Sportfilm überzeugt. Nicht zuletzt auch durch die authentischen Darsteller, allen voran Billy Bob Thornton als Trainer. Er genießt den Ruf ein besonders guter Vertreter des Sportfilms zu sein - auch in vielen Listen über die besten Highschool Filme ist dieser Film zu finden. In einer Nebenrolle ist Amber Heard zu sehen. 












Bewertung: 8 von 10 Punkten. 
 

Mittwoch, 19. Mai 2021

The Man who wasn´t there


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Joel Coen

Ein ewiger Verlierer...

2001 drehten die Coen Brothers mit "The Man who wasn´t there" einen lupenreinen Film Noir und ganz stilgerecht in schwarz-weiß. Kameramann war Roger Deakins (Die Verurteilten, Fargo, Kundun, Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford; No Country for old Men, Der Vorleser, True Grit, Skyfalls, Prisoners, Unbroken, Sicario), der 2018 endlich den langersehnten Oscar als bester Kameramann für "Blade Runner 2049" erhielt und zwei Jahre später für "1917" erneut ausgezeichnet wurde. "The Man who wasn´t there" wurde in Cannes mit dem Regiepreis für Joel Coen ausgezeichnet, doch das große Geld spielte der ambitionierte Kunstfilm nicht ein. Bei einem Budget von fast 20 Millionen machte er in etwa der gleichen Summe Umsatz.
Die Coens führen uns zurück in die 40er Jahre und damit auch in die Hochphase der Schwarzen Serie. Tragischer Held der Geschichte ist der ruhige und besonnene Friseur Ed Crane (Billy Bob Thornton), der in Santa Rosa, Kalifornien lebt. Dort lebten auch zur gleichen Zeit die Newtons, die von ihrem Onkel Charles Oakley besucht werden (siehe Hitchcocks "Im Schatten des zweifels"). Aber zurück zu Ed, der mit der anspruchsvollen wie mürrischen Doris (Frances McDormand) sehr unglücklich verheiratet ist. Doris ist Buchhalterin bei "Big Dave" Brewster (James Gandolfini) mit dem sie ein heimliches Verhältnis hat. Auch Brewsters Frau Anne Nirdlinger (Katherine Borowitz) hat keine Ahnung vom Fremdgehen ihres Gatten. Doris hat auch Alkoholprobleme, was Ed zusätzlich zu schaffen macht. Tagein, tagaus arbeitet er im kleinen Friseurladen seines Schwagers Frank (Michael Badalucco). Eines Tages macht er dem Vertreter Creighton Tolliver (Jon Polito) die Haare, der ihm von einer genialen Geschäftsidee mittels einer neuen Technologie namens chemische Reinigung erzählt. Tollivers Sponsor ist abgesprungen und nun sucht der einen neuen Investor, der 10.000 Dollar in das Geschäft steckt. Als Ed kurze Zeit später den Seitensprung seiner Frau entdeckt, erwacht ihn ihm die Idee den Liebhaber Brewster um genau dieses Geld zu erpressen. Anonym schreibt er ihm einen Erpesserbrief, indem er diese Summe fordern - ansonsten würde der hintergangene Ehemann die ganze Wahrheit erfahren. Tatsächlich zahlt Brewster die Summe, doch dann überschlagen sich die Ereignisse...



Alles endet in der Todeszelle. Ed Crane ist der geborene Verlierer. Stets ruhig und bescheiden auf alles reagiert. Nur einmal versucht er aus diesem tristen Trott auszubrechen, denn seine Ehe mit Doris funktionierte schon lange nicht mehr. Stattdessen verguckt er sich sich in eine wesentlich jüngere Frau - gespielt von der Scarlett Johansson. Doch sein Plan geht nicht auf, denn es entwickeln sich immer mehr ungeahnte Dynamiken. Die Coen Brothers liefern eine gekonnte Hommage an den Film Noir ab und Billy Bob Thornton ist in einer seiner besten Rollen zu sehen. Überhaupt ist das ganze Ensemble herrlich aufgelegt - als windiger Anwalt Freddy Riedenschneider ist Tony Shalhoup zu sehen, auch Richard Jenkins und Jennifer Jason Leigh sind in Nebenrollen zu sehen.




Bewertung: 8 von 10 Punkten.