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Montag, 22. April 2024

Rocky


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: John G. Avildson

Der Weltmeisterkampf...

"Rocky" von Regisseur John G. Avildson war der Überraschungssieger der Oscarverleihung 1977. Zwar erhielten Sidney Lumets "Network" und Alan J. Pakulas "Die Unbestechlichen" am Ende vier Oscars, aber "Rocky" erhielt neben dem Sieg in den Kategorien "Bester Schnitt" und "Beste Regie" den beghrten Hauptpreis als bester Fim des Jahres. Mit 225 Millionen Dollar Umsatz war "Rocky" auch der erfolgreichste Kinofilm des Jahres in den USA.
Im Jahr 1975 plant der Schwergewichts-Boxweltmeister Apollo Creed (Carl Weathers), während der bevorstehenden Zweihundertjahrfeier der Vereinigten Staaten einen Titelkampf in Philadelphia abzuhalten. Allerdings wird ihm fünf Wochen nach dem Kampftermin mitgeteilt, dass sein geplanter Gegner aufgrund einer verletzten Hand nicht antreten kann und dass alle anderen möglichen Ersatzspieler entweder ausgebucht sind oder nicht rechtzeitig in Form kommen können. Nachdem Creed bereits viel in den Kampf investiert hat, beschließt er, einem lokalen Konkurrenten die Chance zu geben, ihn herauszufordern. Creed wählt Rocky Balboa (Sylvester Stallone" aus, einen italienisch-amerikanischen Rechtsausleger-Boxer, der hauptsächlich in kleinen Fitnessstudios kämpft und als Geldeintreiber für einen Mafia-Kredithai arbeitet, basierend auf seinem Spitznamen "The Italian Stallion“. Rocky kämpft in einem örtlichen Kampfclub in Philadelphia und gewann seinen letzten Kampf mit Spider Rico. Er trifft sich mit dem Promoter George Jergens (Thayer David), dem mitgeteilt wurde, dass er ausgewählt wurde, gegen Apollo Creed um die Weltmeisterschaft im Schwergewicht zu kämpfen, und er wählte Rocky für den Kampf aus. Zunächst zögerlich, stimmt Rocky schließlich dem Kampf zu, der ihm 150.000 Dollar einbringt. Rocky durchläuft ein mehrwöchiges unorthodoxes Training, bei dem er beispielsweise Rinderhälften als Boxsäcke verwendet. Rocky wird später von Mickey Goldmill (Burgess Meredith), einem ehemaligen Bantamgewichtskämpfer und Trainer, dessen Fitnessstudio Rocky besucht, wegen seines weiteren Trainings angesprochen. Rocky ist zunächst nicht bereit, da Mickey zuvor kein großes Interesse daran gezeigt hat, ihm zu helfen, und ihn als verschwendetes Talent ansieht, doch schließlich nimmt Rocky das Angebot an. Rocky beginnt eine romantische Beziehung mit Adrian Pennino (Talia Shire) aufzubauen, einer schüchternen Frau, die Teilzeit in der Zoohandlung J&M Tropical Fish arbeitet. Adrians Bruder und Rockys bester Freund Paulie (Burt Young) hilft Rocky, ein Date mit seiner Schwester zu bekommen, und bietet ihm an, als Cornerman für den Kampf zu arbeiten, ein Angebot, das Rocky ablehnt. Paulie wird eifersüchtig auf Rockys Erfolg, aber Rocky besänftigt ihn, indem er sich bereit erklärt, im Rahmen des bevorstehenden Kampfes Werbung für die Fleischverpackungsfirma zu machen, in der Paulie arbeitet und beide versöhnen sich. Rocky trainiert ausgiebig für den Kampf um die Meisterschaft, während Apollo sich um das Spiel keine Sorgen macht und mehr auf den Aufstieg als auf das Training setzt. Am Abend vor dem Spiel besucht Rocky das Spectrum und beginnt, das Selbstvertrauen zu verlieren. Er gesteht Adrian, dass er nicht glaubt, dass er gewinnen kann, aber er strebt danach, gegen Creed auf Distanz zu gehen, was kein anderer Kämpfer geschafft hat, um sich allen zu beweisen. Er möchte alle Runden absolvieren und nicht zu Boden gehen...







"Rocky" erinnert etwas an den Marlon Brando Klassiker "Die Faust im Nacken", vor allem deshalb, weil sich in beiden Filmen ein NoName, ein Underdog durchboxen muss. Die Macher legten viel Wert auf eine glauwürdige Atmosphäre und die Darsteller wirken echt und niemals gekünstelt. "Rocky" zählt nach wie vor neben Scorseses "Raging Bull" und "Ring frei für Stoker Thompson" von Robert Wise zu den   besten Boxerfilme überhaupt.




Bewertung: 8,5 von 10 Punkten. 

Dienstag, 22. Januar 2019

Der Pate Teil 3

























Regie: Francis Ford Coppola

Michael Corleones Vermächtnis...

Bei der Verleihung der Academy Awards 1991 ging "Der Pate Teil 3" mit insgesamt sieben Nominierungen ins Rennen. Als bester Film, bester Nebendarsteller Andy Garcia, beste Kamera Gordon Willis, Coppola für die Regie, Carmine Coppola für den besten Filmsong, bester Schnitt und bestes Szenenbild war er gleich nach "Der mit dem Wolf tanzt" (12 Nominierungen) einer der Topfavoriten am 25. März 1991. Doch am Ende ging der dritte Teil der großartigsten Mafiasaga ever leer aus. Leider...denn "Der Pate Teil 3" hat nur einen entscheidenden Nachteil: Seine beiden überlebensgroßen Vorgängerfilme. Verglichen mit diesen Meisterwerken kann er nur verlieren, dennoch halte ich Coppolas Nummer Drei für einen extrem guten, intelligent erzählten und meisterhaft verschachtelten Top-Krimithriller der 90er Jahre. Schade, dass Al Pacino nicht mal nominiert wurde. Ich finde die Rolle des Michael Corleone ist Pacinos Rolle seines Lebens. Für wichtige Nebenrollen konnten Filmstars wie Eli Wallach, George Hamilton oder Raf Vallone gewonnen werden.
Natürlich wurde das Drehbuch von Mario Puzo geschrieben, es vervollständigt damit auch die Geschichte der Corleones. Michael Corleones, der das Mafia-Imperium von seinem Vater erbte hat, ist zwar im Jahr 1979 ein sehr reicher Mann, doch er hat private Niederlagen erleiden müssen. So hat sich seine Frau Kay (Diane Keaton) von ihm getrennt und hat die Erziehung ihrer beiden Kinder Mary (Sofia Coppola) und Anthony (Franc D´Ambrosio) übernommen. Anthony hat auch nicht vor dem Wunsch seines Vaters nachzukommen und Anwalt zu werden. Er hat gesangliches Talent und will in der Oper singen. Mary ist inzwischen eine hübsche junge Frau, die nicht glauben will, was man alles über die früheren Verbrechen und Machenschaften ihres Vaters sagt. Hat er tatsächlich seinen Bruder Fredo ermorden lassen ?" Alles beginnt wieder bei einer Familienfeier. Wie sein Vater lässt auch Michael Corleone seine Leute, falls sie ein Anliegen haben, bei sich vorsprechen.
Vor Ort ist auch der junge Vincent Mancini (Andy Garcia), der uneheliche Sohn von Sonny Corleone. Er hat eine Fehde mit Joey Zaza (Joe Mantegna). Michael soll auf Bitten seiner Schwester Connie (Talia Shire), die große stücke auf Vincent hält, schlichten. Doch es kommt zum Eklat bei der Unterredung, denn Vincent beißt seinem Feind Zaza ins Ohr. Obwohl Michael solch ein feuriges Temperament eher für unbesonnen und unklug hält, ist er von der Loyalität beeindruckt und stimmt zu, den Hitzkopf in das Familienunternehmen aufzunehmen.
Was sich als gute Entscheidung herausstellt. Denn bald ist Michaels Leben in Gefahr. Erzbischof Gilday (Donald Donnely) Chef der VatikanischenBank, hat ein massives Defizit in der Kasse und braucht die Hilfe von Corleone. Der bietet der Bank 600 Millionen Dollar für Aktien von" Internationale Immobiliare". Das könnte Corleone zu einem der reichsten Männer überhaupt machen. Don Altobello (Eli Wallach) würde gerne auch als Partner einsteigen, auch andere Mafiapaten. Michael will dies aber nicht, damit macht er sich aber einen mächtigen Unbekannten zu seinem Feind. In Atlantic City wird ein Anschlag auf die Paten verübt, Michael kann mit Hilfe von Vincent entkommen. Wer könnte für diesen Anschlag verantwortlich sein ? Während Michael überlegt, wer sein Feind ist, hat sich seine Tochter bereits in ihren Cousin Vincent verliebt. Eine verbotene Liebe inmitten des Mafiakrieges...





Sofia Coppola wurde für ihre Rolle als Mary sehr stark kritisiert. Sie bekam sogar eine Nomierung für die goldene Himbeere. Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann. Ich finde Sofia Coppola macht ihre Sache als Schauspielerin sehr gut, aber diese unberechtigte Kritik soll auch auschlaggebend dafür gewesen sein, dass Sofia in den Regiestuhl wechselte und inzwischen einer der wichtigsten weiblichen Filmregisseure geworden ist.
Einen zusätzlichen Reiz erhält der Film noch durch seine Nebenhandlung im Vatikan. Als Papst Paul der VI. stirbt, wird der sehr unkonventionelle Papst Johannes Paul der I. gewählt. Nach einem Pontifikat von nur 33 Jahren stirbt er  - sein Tod ließ sehr schnell einige Verschwörungstheorien aufkommen. Raf Vallone spielt den Papst des Lächelns. Auch Eli Wallach bekam noch einmal eine bemerkenswerte Rolle als alternder Don Altobello, der am Ende vonder gütigen Connie Corleone vergiftet wird.





Bewertung: 9,5 von 10 Punkten.