Regie: Barry Levinson
Eine Stadt in der Wüste...
Wer die Ermordung des Mobsters Bugsy Siegel am 20. Juni 1947
tatsächlich in Auftrag gegeben hat, ist bis heute nicht einwandfrei
geklärt. Neben seinen Jugendfreunden Lansky der in Barry Levinsons Film
"Bugsy" von Ben Kingsley gespielt wird und dem Gangsterboss Luciano gab
es noch weitere Mafiagrößen, die mit der Entwicklung des "Flamingo"
Projekts äusserst unzufrieden waren. Bugsy Siegel hatte die große Idee
mitten in der Wüste von Nevada ein ganz großes Ding aufzuziehen: Ein
riesiges Kasino mit Hotel und Swimmingpool, dass mächtig viel Geld
abwerfen sollte. Es war eine Vision, die zuerst einmal mit 1 Million
Dollar veranschlagt wurde und später um mehr als das sechsfache an
benötigtem Bugdet verschlang. Die dazu benötigten Geldmittel wurden
hauptsächlich von der amerikanischen Cosa Nostra zur Verfügung gestellt.
Nicht nur die Versechsfachung des Budget trug zu Mißtrauen seiner
Geldgeber bei. Es kam auch der Verdacht auf, dass seine Freundin
Virginia Hill zwei Millionen US-Dollar in die Schweiz transferiert
wurde. Die Situation wurde derart gefährlich für den Mobster. Das
Flamingo wurde dennoch eröffnet und es sah zuerst tatsächlich nach einem
riesigen Flop aus, dadurch war das Ende von Bugsy Siegel besiegelt.
Sein Traum wurde aber wahr und er sollte mit seiner Vision Recht
behalten, denn das "Flamingo" war der Startschuß für die
Glücksspielerstadt Las Vegas. In der Zukunft erwartete die Macher ein
Umsatz von über 100 Milliarden Dollar. Warren Beatty spielte die
Titelrolle und nach dem Gewinn des Golden Globe als bestes Filmdrama
galt "Bugsy" bei der Oscarverleihung 1992 mit insgesamt 10 Nominierungen
(Bester Film, Beste Regie, bester Hauptdarsteller Warren Beatty, die
Nebenrollendarsteller Harvey Keitel und Ben Kingsley, Komponist Ennio
Morricone, Kameramann Allen Daviau, bestes Drehbuch James Toback, beste
Kostüme und bestes Szenenbild) als Favorit. Doch in der Nacht der
Oscarverleihung triumphierte Jonathan Demmes "Das Schweigen der Lämmer".
Am Ende der Veranstaltung wurde der Film nur mit den Trophäen für das
beste Szenenbild und das beste Kostümdesign prämiert. Der Film basiert auf dem Leben des amerikanischen Gangsters und seiner Beziehung zu seiner Frau und dem Starlet Virginia Hill. Im
Jahr 1941 geht der Gangster Benjamin „Bugsy“ Siegel (Warren Beatty),
der seit seiner Kindheit mit Meyer Lansky (Ben Kingsley) und Charlie
Luciano (Bill Graham) als Gangster zusammengearbeitet hatte, nach Los
Angeles und verliebt sich sofort in Virginia Hill (Annette Benning), ein
hartnäckiges Hollywood-Starlet. Die beiden treffen sich zum ersten Mal, als Bugsy den Schauspieler George Raft (Joe Mantegna) am Set von Manpower besucht. Er
kauft ein Haus in Beverly Hills und plant, dort zu bleiben, während
seine Frau (Wendy Phillips) und seine beiden Töchter in Scarsdale, New
York, bleiben. Bugsy
ist in Kalifornien, um dem schwachen Los-Angeles-Familienboss Jack
Dragna (Richard C. Jarrafin) die Kontrolle über Wettbüros zu entreißen. Eines Tages raubt der aufsteigende jüdische Gangster Mickey Cohen (Harvey Keitel) Dragnas Betrieb aus. Er wird von Bugsy konfrontiert, der beschließt, mit dem Mann Geschäfte zu machen - und nicht mit dem Mann, der ausgeraubt wurde. Cohen wird mit der Leitung der Wettkasinos beauftragt; Dragna
muss einem wütenden Bugsy gestehen, dass er ebenfalls 14.000 Dollar
gestohlen hat und erfährt, dass er nun Cohen gegenüber Rechenschaft
ablegen muss. Nach
Streitigkeiten über Virginias Rendezvous mit dem Schlagzeuger Gene
Krupa und verschiedenen Stierkämpfern und Bugsys Widerwillen, sich
scheiden zu lassen, unternimmt Virginia einen romantischen Schachzug
gegen Bugsy. Auf
einer Reise nach Nevada, um einen Wartungsbesuch in einem
Glücksspiellokal zu tätigen, kommt Bugsy die Inspiration für ein
Luxushotel und Casino in der Wüste von Nevada, das zufällig im einzigen
Bundesstaat liegt, in dem Glücksspiel legal ist. Er
erhält eine Million US-Dollar von Lansky und anderen New Yorker
Gangstern, mit dem Ziel, groß rauszukommen und es in Nevada legal zu
machen....








Barry Levinson ist ein klasse
Gangsterfilm der alten Schule gelungen mit sehr guten
Darstellerleistungen. Der Schlagabtausch zwischen Beatty und Bening ist
sehr sehenswert und wird aggressiv geführt. Neben der schönen Scheinwelt
Hollywoods und der zukünftigen Glitzerwelt einer Glücksspielstadt
inmitten der Wüste wird das schmutzige Mordgeschäft der Mobsters
gezeigt. Bugsy fackelt nicht lange und mordet ohne Skrupel. Insgesamt
spielte "Bugsy" 49 Millionen Dollar ein.
Bewertung: 9 von 10 Punkten.