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Montag, 27. April 2026

Mission Impossible 5 - Rogue Nation










Regie: Christopher McQuarrie

Salomon Lane und sein Syndikat...

Zwar immer noch ein Sonnyboy, aber in "Mission Impossible - Rogue Nation", aber seine übertriebenen Actionszenen sind zum Glück etwas mininiert, wenn man die Anfangsszene im abhebenden Flugzeug ignoriert. Der Film wurde 2015 hergestellt und Regie führte der mit Oscar gekürten Drehbuchautor (für "Die üblichen Verdächtigen) Christopher McQuarrie. Auch die nachfolgenden Filme der erfolgreichen Serie wurden von ihm inszeniert. Dieses Mal müssen der Agenten der Impossible Missions Force, Ethan Hunt (Cruise), und sein IMF-Team, die nach ihrer Auflösung und Hunts Verfolgung durch die Central Intelligence Agency gegen das Syndikat, eine internationale Gruppe abtrünniger Regierungsagenten, kämpfen. Der Film wurde von Kritikern für McQuarries Regie, Drehbuch, die Actionsequenzen und die schauspielerischen Leistungen von Tom Cruise, Simon Pegg und Rebecca Ferguson hoch gelobt und war der achterfolgreichste Film des Jahres 2015 mit einem Umsatz von 710 Millionen Dollar.   IMF-Agent Ethan Hunt (Tom Cruise) fängt eine Lieferung Nervengas ab, die von „Das Syndikat“, einem geheimen Konsortium abtrünniger Agenten verschiedener Geheimdienste, das er seit Längerem observiert, aus Minsk transportiert wird. In einer IMF-Station in London kompromittiert das Syndikat die Besprechung. Bevor er bewusstlos wird, muss er mit ansehen, wie ein blonder Mann (Sean Harris) mit Brille die Stationsmitarbeiterin tötet. In Washington D.C. überzeugt CIA-Direktor Alan Hunley (Alec Baldwin) einen Senatsausschuss, den IMF aufzulösen und alle seine Ressourcen in die CIA zu integrieren, nachdem dessen Aktionen in Russland verheerende Ereignisse ausgelöst haben. Die Agenten Benji Dunn (Simon Pegg) und William Brandt (Jeremy Renner) werden gezwungen, unter strenger Überwachung für die CIA zu arbeiten, während der Hacker Luther Stickell (Ving Rhames) aus Protest kündigt. Ethan erwacht und wird von dem ehemaligen KGB-Agenten Janik „Knochendoktor“ Vinter (Jens Hulten) gefoltert. Mit der Hilfe von Ilsa Faust (Rebecca Ferguson), einer verdeckten Agentin des britischen MI6, kann er fliehen. Sechs Monate später gibt Ethan, ein gesuchter Flüchtling, weil er sich weigert, sich der CIA zu stellen, heimlich Informationen über das Syndikat an Benji weiter und besorgt ihm Karten für Turandot an der Wiener Staatsoper. Nach Benjis Ankunft in Wien bittet Ethan ihn, ihm bei der Suche nach dem blonden Mann zu helfen, der den IMF-Agenten in London getötet hat. In der Oper treffen sie auf Ilsa und mehrere andere Syndikatsagenten, die dort sind, um den österreichischen Bundeskanzler zu ermorden. Ethan verhindert den Anschlag und flieht mit Ilsa, nur um mitansehen zu müssen, wie der Bundeskanzler durch eine Autobombe getötet wird. Von Syndikatsagenten verfolgt, sind Ethan und Benji gezwungen, Ilsa freizulassen, um ihre Tarnung zu wahren. Hunley beschuldigt fälschlicherweise sowohl Ethan als auch Benji des Attentats und befiehlt der Abteilung für Spezialaktivitäten, beide festzunehmen oder zu töten. Brandt findet Luther und überzeugt ihn, ihm zu helfen, Ethan und Benji zu finden, bevor die CIA sie entdeckt. Ethan und Benji finden Ilsa in Casablanca. Dort identifiziert sie Ethans Verdächtigen als den abtrünnigen MI6-Agenten und Anführer des Syndikats, Solomon Lane. Die drei dringen in einen Unterwasser-Tresor unter einem Kraftwerk ein, um ein digitales Register zu bergen, das Lane gestohlen wurde und angeblich die Namen aller Syndikatsmitglieder enthält. Ilsa flieht jedoch mit den Daten nach London und trifft dort auf ihren Führungsoffizier, MI6-Chef Atlee (Simon McBurney). Dieser löscht die Daten heimlich und zwingt sie, ihren Undercover-Einsatz fortzusetzen.Später werden Benji und Ethan von Luther und Brandt gefunden. Luther entdeckt, dass es sich bei den Daten, die Benji vor dem Treffen mit Ilsa kopiert hatte, um eine verschlüsselte virtuelle „Red Box“ der britischen Regierung handelt. Zum Entschlüsseln werden die biometrischen Daten des britischen Premierministers benötigt. Alle reisen nach London, doch Lanes Männer entführen Benji während des Treffens mit Ilsa am Bahnhof King’s Cross und erpressen Ethan mit ihm, die Daten zu entschlüsseln und auszuhändigen. Trotz Brandts Protesten nimmt Ethan die Mission an. Brandt verrät Hunley heimlich ihren Standort....








Der Einstand als "Mission Impossible" Regisseur ist Christopher McQuarrie gut gelungen. Sein "Rogue Nation" gehört zu den stärksten Filmen der gesamten Serie. Die Sequenz im Wiener Opernhaus mit drei verschiedenen Attentäter ist unheimlich atmosphärisch. Ausserdem überzeugt die britische Darstellerin Rebecca Ferguson als Doppelagentin. Die Opernszene erinnert ein bisschen an das dramatische Szenario in Alfred Hitchcocks "Der Mann, der zuviel wusste". Sean Harris wirkt allerdings als Bösewicht ein bisschen unauffällig.






Bewertung: 8 von 10 Punkten. 
 
 
 

Samstag, 3. Januar 2026

She´s having a baby















Regie: John Hughes

Frisch verheiratet...

She´s having a baby" aus dem Jahr 1988 ist sicherlich nicht John Hughes bester Film. Auch der Umsatz an der Kasse ließ zu wünschen übrig, denn bei einem Budget von 20 Millionen Dollar gelang es lediglich weltweit 16 Millionen Dollar einzuspielen. An den beiden Hauptdarstellern Kevin Bacon und Elizabeth McGovern lag es sicherlich nicht. Denn hier stimmte die Chemie.  Der Film erzählt die Geschichte von Jefferson „Jake“ (Kevin Bacon) und Kristy Briggs (Elizabeth McGovern) von ihrer Hochzeit bis zur Geburt ihres ersten Kindes, hauptsächlich aus Jakes Perspektive, mit seinen Kommentaren aus dem Off und einigen imaginären Szenen. Vor der Hochzeit fragt Jake seinen besten Freund Davis McDonald (Alec Baldwin), ob er glaubt, dass er glücklich sein wird. Davis antwortet: „Ja, du wirst glücklich sein. Du wirst es nur noch nicht wissen.“ Nach der Hochzeit ziehen Jake und Kristy nach New Mexico, wo Jake ein Masterstudium beginnt, das er jedoch vorzeitig abbricht. Sie kehren nach Chicago zurück, wo Jake eine Stelle als Werbetexter annimmt. Kristy arbeitet als Marktforscherin, und sie kaufen ein Haus in einem Vorort. Jake spürt den Druck seiner Eltern, der Gesellschaft und seiner Frau, endlich erwachsen zu werden und ein Kind zu bekommen. Später teilt Kristy Jake mit, dass sie ohne sein Wissen die Verhütung abgesetzt hat. Nach einigen Monaten finden sie heraus, dass der Grund für ihre ausbleibende Schwangerschaft Jakes niedrige Spermienzahl ist. Nachdem er Jake und Kristy zwei Jahre lang nicht gesehen hat, taucht Davis unerwartet mit einer Freundin (Edie McClurg) auf, die Kristy nicht mag. Jake lädt sie zum Übernachten ein, sehr zum Ärger von Kristy, und Davis wirft Jake vor, ihn aufzuhalten. Währenddessen fantasiert Jake von einer Affäre mit einem geheimnisvollen jungen französischen Model (Isabel Garcia Lorca), doch als sich die Gelegenheit zu bieten scheint, bringt er es nicht übers Herz. Nach einer weiteren langen Abwesenheit bei einem Besuch gesteht Davis, dass sein Vater gestorben ist. Jake und Kristy zeigen Verständnis, doch die Situation spitzt sich zu, als Davis Kristy Avancen macht. Sie weist ihn zurück und erklärt ihm, dass sie in Jake verliebt ist. Das Paar beginnt eine Kinderwunschbehandlung, die erfolgreich verläuft. Während einer traumatischen Geburt, bei der festgestellt wird, dass das Baby in Beckenendlage liegt und der Kopf im Geburtskanal feststeckt, muss Jake den Kreißsaal verlassen. Er sorgt sich, Kristy zu verlieren, und erkennt, dass seine Unzufriedenheit im Leben auf seinen Egoismus und seine Unreife zurückzuführen war... 










Kevin Bacon und Elizabeth McGovern können in ‚She’s Having a Baby‘, einer blassen Erwachsenenromanze, die es an der Präzision und dem Stil der erfolgreicheren Teenagerfilme von Regisseur und Drehbuchautor John Hughes mangelt, zwar überzeugen, aber insgesamt begeistert der Film nicht sonderlich. Er plätschert etwas dahin.





Bewertung: 6 von 10 Punkten.

 

Samstag, 8. November 2025

Rust - Legende des Westens


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Carlos Souza

Flucht nach Mexiko... 

Der Spätwestern "Rust - Legende des Westens" erlangte durch den tragischen Tod der Kamerafrau Halyna Hutchins traurige Bekanntheit.  m Oktober 2021 wurden die Dreharbeiten unterbrochen, nachdem Hutchins bei den Vorbereitungen für eine Szene tödlich verletzt wurde, als Baldwin versehentlich mit einer Requisitenwaffe feuerte. Auch Regisseur Carlos Souza wurde von demselben Schuss verletzt. Es wurden mehrere Klagen eingereicht, und schließlich wurde Anklage wegen Totschlags gegen Baldwin und die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed erhoben. Die Dreharbeiten wurden im April 2023 wieder aufgenommen und kurz darauf abgeschlossen. Gutierrez-Reed wurde schließlich für schuldig befunden, Baldwin jedoch freigesprochen. Im Wyoming-Territorium des Jahres 1882 kümmert sich der 13-jährige Lucas Hollister (Patrick Scott McDermott) nach dem Tod seiner Eltern um seinen jüngeren Bruder Jacob (Easton Malcolm) Bei der Jagd nach einem Wolf tötet Lucas versehentlich den Vater eines Jungen, der Jacob schikaniert hat. Lucas wird zum Tode durch den Strang verurteilt, jedoch von einem Fremden entführt, der sich als sein geächteter Großvater Harland Rust (Alec Baldwin) herausstellt. Auf dem Weg zur US-amerikanisch-mexikanischen Grenze fliehen sie ins New-Mexico-Territorium. Trotz anfänglicher Feindseligkeit verbindet die beiden die ähnlichen Erfahrungen, Familienmitglieder durch Krankheit und Selbstmord verloren zu haben; Lucas seine Mutter und seinen Vater, Harland seinen Sohn und seine Frau. Währenddessen sind der desillusionierte Marshal Wood Helm (Josh Hopkins) mit seinem Suchtrupp und Kopfgeldjägern wie dem psychisch labilen Fenton „Preacher“ Lang (Travis Fimmel) sowie Kiowa-Indianer Harland und Lucas auf den Fersen. Nachdem Lucas und Harland durch die Entrichtung eines Tributs eine brenzlige Situation mit den Kiowa überlebt haben, werden sie gefangen genommen, können aber während einer Schießerei zwischen Marshals und Kopfgeldjägern entkommen. In einer Konfrontation zwischen Preacher, Wood und Harland rettet Harland Wood das Leben, indem er Preacher erschießt. Harland erklärt sich bereit, sich Wood zu ergeben, unter der Bedingung, dass Lucas fliehen darf. Wood willigt aus Gewissensgründen und Dankbarkeit gegenüber Harland ein. Harland erliegt seinen Verletzungen aus dem Kampf, wird aber dennoch gehängt, während Lucas sicher in Mexiko ankommt und bei Jacob und der Tante (Frances Fisher) ihres Vaters lebt. Diese entpuppt sich als die Drahtzieherin hinter Harlands Rettungsversuch für Lucas...







Der Film besticht durch seine ansprechende Optik, bringt aber dem Western-Genre keine besondere Note. Er mischt jedoch Elemente des Italo-Westerns und erzählt sie opulent wie ein ruhiger Spätwestern. An der Kasse hatte der Film keinen Erfolg. 






Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.  

Samstag, 3. Dezember 2022

Motherless Brooklyn


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Edward Norton

Der Detective mit dem Tourette Syndrom...

Method Acting und klassisches Erzählkino vom Feinsten - dies bietet die zweite Regiearbeit des Schauspielers Edward Norton. "Motherless Brooklyn" ist ein nostalgischer Kinofilm mit starkem Film Noir Einschlag, Nortons Herzensangelegenheit und die Geschichte spielt in New York City im Jahr 1957.
Der Schauspieler ist in der Hauptrolle als Mitarbeiter einer Detektei zu sehen, der seit seiner Kindheit am Tourette Syndrom leidet. Der Film spielte 19 Millionen Dollar ein, was jedoch angesichts des hohen Budget kein Erfolg war. Die beste Szene des Films gehört aber dem Trompeter (Michael K. Williams), den Lionel Essrog (Edward Norton) in einer Jazzbar kennengelernt hat und dessen Auftritt in einer Band die Genialität dieses Musikers (Wynton Marsalis spielt den Trompetenpart in diesem Song) beide Männer irgendwie zusammenführt. Später wird der Trompeter dem Detektiv in einer brenzligen Situation helfen und ihn mit in seine Wohnung nehmen. Dort gesteht der Trompeter, dass er ebenfalls dieses Chaos im Kopf "Tourette" hat - er diese Aussetzer aber durch das Instrument abschwächen kann.
Der am Tourette Syndrom leidende Lionel Essrog (Edward Norton) ist Angestellter bei Privatdetektiv Frank Minna (Bruce Willis). Minna hat Lionel damals aus einem Waisenhaus geholt und ihm Arbeit gegeben. Auch die weiteren Mitarbeiter von Minna Gilbert Coney (Ethan Suplee), Tony Vermonte (Bobby Cannavale) und Danny Fantl (Dallas Roberts) sind ehemalige Insassen des Waisenhauses. St. Vincents Home for Boys in Brooklyn. Frank Minna kennt die besonderen Fähigkeiten seiner Jungs - der Tourette erkrankte Lionel hat beispielsweise die Begabung, dass er sich alles Gesagte und Geschriebene sofort perfekt merken kann. Diese Inselbegabung ist auch bei dem aktuellen Fall von Minna wichtig. Lionel und Gilbert warten im Stadtteil Hamilton Heigths in einem am Straßenrand abgestellten Wagen auf ihren Chef, der sich in einer Wohnung mit seinen Auftraggebern trifft. Diese drei Männer haben aber nicht vor Minna für seine Arbeit zu bezahlen. Die Situation eskaliert. Lionel und Gilbert müssen deren Wagen folgen, in dem sich auch ihr Boss befindet. Bei dieser Aktion fallen Schüsse und auf Frank Minna wird geschossen. Der verstirbt wenige Stunden später im Krankenhaus. Nun will Lionel gemeinsam mit seinen drei Kollegen den Mord an seinem Mentor lösen. Er ahnt ja nicht, dass dieser Fall so brisant ist, denn die Spur führt nicht nur zu der hübschen Laura Rose (Gugu Mbatha Raw) sondern in die hohen Kreise von Politik und Wirtschaft. Die Bürgerrechtlerin Gabby Horwitz (Cherry Jones) arbeitet gegen die groß angelegte Stadterneuerung. Arme und von Minderheiten bewohnte Viertel werden als "Slums" deklariert und dadurch aufgekauft und abgerissen, die Bewohner dieser Viertel einfach vertrieben. Das Lebenswerk des Baulöwen Moses Randolph (Alec Baldwin), der von den meisten New Yorker als Lichtgestalt angesehen wird...






In einer weiteren Wichtigen Rolle ist Willem Dafoe zu sehen. Aufgrund der politischen wie wirtschaftlichen Zusammenhänge, die in dem Mordfall eingeflochten sind, erinnert Nortons Detektivfilm ein bisschen an Polanskis Meisterwerk "Chinatown" - dort ging es um eine Betrugsaffäre der städtischen Wassenwerke. In Nortons Film führt sich der Leiter der Bau- und Stadtentwicklungsbehorden wie ein Cäsar aus der Antike auf. Der Name es Films "Motherless Brooklyn" ergibt sich aus dem Spitznamen der Hauptfigur - sein Mentor nannte den jungen Mann genauso so.




Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.