Donnerstag, 26. März 2026

Ein einfacher Unfall










Regie: Jafar Panahi

Der Täter und seine Opfer...

Der politische Thriller "Ein einfacher Unfall" (internationaler Titel: It was just an accident) ist eine iranisch-französische-luxemburgische Coproduktion des Regisseurs Jafar Panahi, der mit internationalen Preisen überhäuft wurde. Der Film aus dem Jahr 2025 spielte immerhin 10 Millionen Dollar ein und gewann in Cannes die Goldene Palme, erhielt vier Golden Globe Nominierungen (Bestes Filmdrama, bester Auslandsfilm, beste Regie und bestes Drehbuch), drei Nominierungen für den Europäischen Filmpreis (Film, Regie; Drehbuch Jafar Panahi) sowie zwei Oscarnominierungen (bester internationaler Film aus Frankreich und bestes Drehbuch) . Ein Mann (Ebrahim Azizi) mit einer Beinprothese fährt nachts mit seiner Frau (Afssaneh Najmabadi) und Tochter (Delmaz Najafi) Auto, als er versehentlich einen Hund überfährt. Um sein Auto reparieren zu lassen, geht er in eine nahegelegene Werkstatt. Dort erkennt ihn Vahid (Vahid Mobasseri), ein aserbaidschanischer Automechaniker, an dem Geräusch seiner Prothese, nachdem Vahid mit seiner Mutter telefoniert hat. Am nächsten Tag folgt Vahid dem Mann, entführt ihn und versucht, ihn in der Wüste zu vergraben. Er behauptet, seine Stimme und seinen unsicheren Gang als die von Eghbal (Spitzname „Holzbein“), seinem ehemaligen Peiniger in einem iranischen Gefängnis, wiedererkannt zu haben. Der Mann bestreitet, Eghbal zu sein, und fleht Vahid an, ihn nicht zu töten. Er sagt, die Narben an seinem Bein seien neu, anders als bei Eghbal. Da Vahid an der Identität des Mannes zweifelt, legt er dessen bewusstlosen Körper in den Lieferwagen und sucht Salar (Georges Hashemzadeh) in einer Buchhandlung auf. Salar weigert sich, ihm bei der Identifizierung des Mannes zu helfen, verweist ihn aber an eine Fotografin namens Shiva (Mariam Afshari), die gerade Hochzeitsfotos von Goli (Hadis Pakbaten) und Ali (Majid Panahi)  macht, einem verlobten Paar, das am nächsten Tag heiraten soll. Shiva, die ihm nur widerwillig hilft, erkennt den Geruch des Mannes als den von Eghbal, ist sich aber aufgrund der Tatsache, dass ihnen während der Folter und der Verhöre die Augen verbunden wurden, seiner Identität nicht sicher. Goli gibt zu, ebenfalls von Eghbal gefoltert worden zu sein, kann seine Identität aber auch nicht bestätigen. Daher bitten sie Hamid (Mohamad Ali Elyasmehr), Shivas ehemaligen Partner, um Hilfe, indem sie ihren Gefangenen betäuben und ihm die Ohren zuhalten.Hamid identifiziert den Mann sofort als Eghbal, nachdem er seine Beine berührt hat, und besteht darauf, ihn sofort zu töten. Vahid und Shiva halten ihn jedoch zurück, da sie ihn zuerst aussagen hören wollen. Nach einigen Beratungen und Diskussionen landen sie schließlich in der Wüste. Ein Handy klingelt neben der Leiche des Mannes. Vahid nimmt ab und hört die Tochter des Mannes, die behauptet, ihre schwangere Mutter sei ohnmächtig geworden....





Dem iranischen Filmemacher Jafar Panahi gelang eine packende, sich langsam entwickelnde Erzählung, die in einem unerwartet erschütternden Finale gipfelt und die politischen Realitäten des Landes sichtbar werden lässt. Gerade jetzt im Frühjahr 2026 ist der Film aktuell wie nie. 
Mehr als 150 iranische Künstler und Aktivisten, darunter Kronprinz Reza Pahlavi im Exil und Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi, unterzeichneten eine öffentliche Erklärung, in der sie Panahi als „herausragenden und mutigen iranischen Filmemacher“ würdigten und ihm zu seinem Gewinn der Goldenen Palme gratulierten. Sie bezeichneten dies als Zeichen dafür, dass „engagierte Kunst und die Stimme der Wahrheit, selbst inmitten von Zensur und Druck, die Welt dazu bringen können, diese Leistungen zu bewundern. Diese Leistungen sind eine Ehre für alle Iraner, die für Freiheit, Gerechtigkeit und Menschenwürde kämpfen. Sehr klug und weise erweist sich die Dynamik der Geschichte, weil sie die Frage stellt, wie man über Verbrecher richten soll und dabei den Weg der Menschlichkeit und Gerechtigkeit nicht ausser Acht lässt. Doch in der letzten Einstellung stockt dann der Atem des Zuschauers...





Bewertung: 8 von 10 Punkten. 
 

Eddington















Regie: Ari Aster

Wahnsinnige neue Zeit...

Gleich zu Anfang entüuppt sich Ari Asters "Eddington" als traumatischer Rückblick auf die COVID-19-Pandemie und präsentiert mit Joe Cross, dem Sheriff einer Kleinstadt in New Mexico, einen überzeugten Maskenskeptiker. Doch viele weitere zeitgenössische Gesellschaftsprobleme kommen im Laufe der Handlung hinzu, bald geht es auch um die Gewalt der Polizei in Amerika (es ist die Zeit der George Floyd Proteste), es geht auch um Klimaprobleme, um Ausbeutung, um Verschwörungstheorien, um Rassismus und auch die Selbstgerechtigkeit meist junger, weißer Aktivisten erhält einen Platz in dieser Dynamik. Auch sexueller Missbrauch in der Kindheit mit Blick auf Opfer und Täter wird in Ari Asters Drehbuch verbraten. Dazu kommen noch einige Morde hinzu, die die Kleinstadt erschüttern und das Chaos noch chaotischer machen.  Ende Mai 2020 verhängt Bürgermeister Ted Garcia (Pedro Pascal) von Eddington, New Mexico, aufgrund der COVID-19-Pandemie einen Lockdown und setzt die Maskenpflicht gemäß den Anordnungen des Gouverneurs durch. Sheriff Joe Cross (Joaquin Phoenix) ist damit nicht einverstanden und argumentiert, die Maskenpflicht verletze die freie Wahl. Joe lebt mit seiner emotional labilen Frau Louise (Emma Stone) und deren Mutter Dawn (Deirdre O´Connell) zusammen, die Verschwörungstheorien anhängt. Nach Auseinandersetzungen mit Ted, der sich mit einem technologieorientierten Wahlkampf, der den Bau eines Rechenzentrums ermöglichen würde, zur Wiederwahl stellt, beschließt Joe, gegen ihn anzutreten – sehr zum Missfallen der zurückgezogen lebenden Louise. Er rekrutiert die Hilfssheriffs Guy (Luke Grimes) und Michael (Michael Ward) als Wahlkampfhelfer. Louise und Dawn laden den radikalen Sektenführer Vernon Jefferson Peak (Austin Butler) zum Abendessen ein, und während einer Diskussion über ihre Verschwörungstheorien zu Pädophilie und Kinderhandel deutet Louise an, dass ihr Vater sie missbraucht hat. Joe glaubt Vernons vorgeblicher Hintergrundgeschichte, die auf wiedererlangten Erinnerungen beruht, nicht. Unterdessen engagiert sich Teds Sohn Eric (Matt Gomez Hidaka) mit seinem Freund Brian (Cameron Mann) und der sozial engagierten Sarah (Amelie Hoeferle) bei Black-Lives-Matter-Protesten. Sarah versucht vergeblich, Michael für ihre Sache zu gewinnen. Um die Wahl zu seinen Gunsten zu beeinflussen, behauptet Joe bei einer Wahlkampfveranstaltung, Ted habe Louise sexuell belästigt. Nachdem sie die Anschuldigungen in einem Online-Video zurückgewiesen hat, verlässt sie mit Vernon die Stadt. Am nächsten Tag konfrontiert Joe Ted unter dem Vorwand einer Lärmbeschwerde während einer Spendenveranstaltung. Ted ohrfeigt Joe vor den Gästen der Veranstaltung. Am Abend erschießt Joe als erste wahnsinnige Handlung einen Obdachlosen und wirft dessen Leiche in einen nahegelegenen Fluss. Anschließend ermordet er Ted und Eric in ihrem Haus mit einem Gewehr mit Zielfernrohr und inszeniert den Tatort als Antifa-Angriff. Zur gleichen Zeit fliegt ein mysteriöser Privatjet mit schwer bewaffneten Terroristen an Bord in Richtung Eddington. Polizistin Butterfly Jimenez (William Belleau) vom Pueblo-Stamm schaltet sich in die Ermittlungen zu den Todesfällen ein, nachdem Joe auf Pueblo-Land mit seinem Gewehr geschossen hat. Joe schiebt Michael die Schuld in die Schuhe und sperrt ihn ein, um von den anderen abzulenken. Butterfly stellt jedoch Verbindungen her, die auf den Sheriff hinweisen....







Es wird aber noch chaotischer. Eine ungewöhnliche, aber auch überfrachtete Geschichte wird hier von Ari Aster präsentiert. Doch die Struktur wird etwas uneinheitlich und so richtig packt die Geschichte aufgrund der Überzeichnung nicht. Immerhin setzt sich "Eddington" mit der Spaltung der Gesellschaft auseinander, die auf dem gesamten Planeten zu spüren ist. Vielleicht kann es auch möglich sein, dass man diesen hier gezeigten unangenehmen und alltäglichen Wahnsinn gar nicht wahrhaben will, weil er uns bereits die Fähigkeit reduziert hat Wahrheiten zu erkennen und wir schon zu sehr abhängig von unserer digitalen Welt sind. Es ist eine Satire ohne Humor. Ein Horrorfilm ohne Schockeffekte. Ein Western ohne offensichtlichen Bösewicht. Ein Gesellschaftskommentar ohne moralischen Kompass.







Bewertung. 7 von 10 Punkten. 

 

Zoomqnia 2 (Zootopia 2)















Regie: Jared Bush und Byron Howard

Zwei sind nicht zu bremsen...

Zootopia 2  - in einigen Ländern auch Zootropolis 2 genannt, in Deutschland heißt er "Zoomania 2" - ist ein US-amerikanischer Animationsfilm aus dem Jahr 2025, produziert von den Walt Disney Animation Studios und die Fortsetzung von Zootopia (2016). Regie führten Jared Bush und Byron Howard, Bush schrieb auch das Drehbuch.   Der Film erhielt positive Kritiken und spielte weltweit 1,864 Milliarden US-Dollar ein. Damit ist er der zweiterfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten nach der chinesischer Produktion "Ne Zha 2", der bis dato neunterfolgreichste Film aller Zeiten und der zweiterfolgreichste Film des Jahres 2025. Er gewann den Preis für den besten Animationsfilm bei den 79. British Academy Film Awards und war in derselben Kategorie bei den 83. Golden Globe Awards nominiert - ebenso für die Verleihung der 98. Academy Awards. Eine Woche nachdem Judy Hopps und Nick Wilde Partner beim Zootopia Police Department (ZPD) geworden sind, beginnen ihre unterschiedlichen Persönlichkeiten ihre Arbeit zu erschweren. Polizeichef Bogo droht ihnen mit Trennung, sollten sie ihre Differenzen nicht beilegen. Bei einer Razzia gegen einen Schmugglerring findet Judy ein Stück abgestreifte Schlangenhaut. Ihre Bedenken werden jedoch abgetan, da in Zootopia seit Jahren keine Schlangen mehr gesichtet wurden. Unbeirrt stößt Judy auf Hinweise, dass sich eine Schlange auf der Zootennial-Gala aufhalten könnte, einer Veranstaltung, die von Milton Lynxley, dem Enkel des Stadtgründers Ebenezer Lynxley, zum hundertjährigen Stadtjubiläum ausgerichtet wird. Während sie sich mit Nick auf die Gala einschleicht, freundet sich Judy mit Pawbert an, dem jüngsten Sohn und schwarzen Schaf der Familie Lynxley. Unterdessen dringt eine vermummte Kreatur in die Feier ein und entpuppt sich als Grubenotter namens Gary De'Snake. Gary entführt Milton und benutzt ihn, um ein altes Tagebuch zu stehlen, das die Entstehung der Wetterwände dokumentiert, die die Klimazonen von Zootopia regulieren. Judy stellt Gary zur Rede, der sie davon überzeugt, dass das Tagebuch Beweise für die Unschuld seiner Familie enthält. Um den Ruf seiner Familie zu schützen, verlangt Milton, dass das Tagebuch verbrannt und Gary getötet wird. Als Judy sich weigert und das Zimmer in Brand setzt, beißt Gary versehentlich Bogo, was Polizeihauptmann Hoggbottom beobachtet. Die Lynxleys hängen Judy und Nick den Mord an, woraufhin diese mit dem Tagebuch fliehen müssen, während Gary von einem unbekannten Motorradfahrer abgeholt wird. Nach dem Vorfall befiehlt Milton Bürgermeister Brian Winddancer, Gary, Judy und Nick zu töten.Nun auf der Flucht, werden Judy und Nick von Mr. Big und Fru Fru gerettet, lehnen aber deren Angebot ab, unterzutauchen, und suchen Hilfe bei Nibbles Maplestick, einem verschwörungstheoretischen Biber mit Reptilienkenntnissen. Nibbles führt sie zum Sumpfmarkt, einem abgelegenen Gebiet von Zootopia, wo sich Reptilien verstecken. Dort treffen sie auf einen Basilisken namens Jesús, der ihnen erklärt, dass das ursprüngliche Viertel der Reptilien beim Bau von Tundratown, dem arktischen Viertel von Zootopia, verschüttet wurde und nun erweitert wird – diesmal bis zum Sumpfmarkt. Die Polizei von Zootopia (ZPD), angeführt von Hoggbottom, findet sie, und Nick und Judy können nur knapp entkommen. Gary stiehlt jedoch das Tagebuch zurück und flieht durch einen Wassertunnel. Auf der Suche nach Gary klettern Judy und Nick zu einer verlassenen Hütte hinauf, was zu einem Streit führt, in dessen Verlauf ihr gemeinsamer Karottenstift zerbricht. In der Hütte entdeckt Judy Beweise dafür, dass Reptilien einst friedlich in Zootopia lebten. Kurz darauf bemerkt Nick, dass die ZPD sie eingeholt hat, und versucht, Judy zu warnen. Es kommt erneut zum Streit, und Judy beginnt zu glauben, dass sie zu verschieden sind. Die ZPD trifft schließlich ein und verhaftet Nick, doch Gary und der Motorradfahrer, der sich als Pawbert entpuppt, helfen Judy bei der Flucht. Gary und Pawbert enthüllen Judy, dass Garys Urgroßmutter Agnes nicht nur die ursprüngliche Autorin des Tagebuchs war, sondern auch die wahre Gründerin von Zootopia und die Ingenieurin hinter den Wettermauern. Ihr gieriger Investor Ebenezer strich alle Lorbeeren ein und hängte ihr später den Mord an seiner Schildkröten-Haushälterin an, die ihn daran hindern wollte, das Originalpatent zu verbrennen. Ihr Tod führte dazu, dass die Bevölkerung Schlangen und andere Reptilien als gefährliche Kreaturen ansah, was schließlich zu ihrer Verbannung aus Zootopia führte....








Mit einer cleveren, tiefgründigen Botschaft, die in eine weitere rasante Abenteuergeschichte eingebettet ist, und der festen Verankerung von Judy Hopps und Nick Wilde als eines der liebenswertesten Freundespaare seit Langem, ist „Zootopia 2“ - genau wie sein Vorgänger - ein sehr gelungener Animationshit.  












Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Mittwoch, 11. März 2026

Ich bin ein entflohener Kettensträfling










Regie: Camillo Bazzoni

Es lebe die Rache...

Der Italo-Western "Ich bin ein entflohener Kettensträfling" aus dem Jahr 1968 von Camillo Bazzoni heißt im Original "Vivo per la tua morte" und ist der einzige Western von Steve Reeves, der vor allem durch seine Darstellung als Herkules bekannt wurde. Reeves Leinwanddebüt erfolgte in Howard Hawks "Blondinen bevorzugt". dort spielte der Athlet eines der Mitglieder der US-Olympiamannschaft, die Jane Russell den Kopf verdrehen. Reeves drehte während seine aktiven Zeit als Filmschauspieler insgesamt 20 Filme. Natürlich ist "Ich bin ein enflohener Kettensträfling" ein B-Western, der zwar das übliche Schema benutzt, aber sehr konsequent seine 'Rachestory immer präsent hält.  Eine Pferdeherde der Familie Sturges wird von einer Bande gestohlen. Mike (Steve Reeves), der älteste Sohn, beschließt, sich mit seinem jüngeren Bruder Roy (Ivan Scratcuglia) und Bobcat (Spartaco Conversi), dem Anführer der Cowboys, auf die Suche nach ihnen zu machen. Doch sie geraten in einen Hinterhalt, und Mike wird von seinem alten Bekannten Mayner (Wayde Preston) am Bein verwundet. Später wird ein Zug von Banditen unter Mayners Führung überfallen und in die Luft gesprengt. Bobcat stirbt, während Mike und Roy vom Sheriff Freeman(Dick Palmer) gefasst und des Diebstahls des Zuggoldes beschuldigt werden. Freeman sagt zu Mike: „Du überlebst vielleicht ein paar Jahre in diesem Drecksloch (Yuma-Gefängnis), aber er nicht, merk dir das“, und meint damit den eher kleinen, unterentwickelten Roy. Mike erwidert: „Ich werde mich an dich erinnern, Freeman, ich werde mich an alles erinnern, und eines Tages bringe ich dich um! Merk dir das! Im Yuma-Gefängnis, einer wahrhaft grausamen Hölle, wird Roy ununterbrochen gefoltert, möglicherweise um den stoischen Mike zum Zusammenbruch zu bringen. Roy schreit vor Schmerzen. Der sadistische Wärter Bill Savage (Nello Pazzafini) sagt zu Mike: „Du bist ein zäher Bursche, eines Tages wirst du schreien wie dein Bruder!“ Mikes Zellengenossen planen unter der Führung von Mason (Franco Balducci) einen Ausbruch, doch Mike erklärt Mason, er sei verrückt. Um zu fliehen, müssten sie die Wärter, die Wüste und die Kopfgeldjäger überwinden. In der Nacht, nach einer weiteren Prügelattacke von Bill Savage, stirbt Roy. Am nächsten Tag, während der Arbeit in den Hügeln, bricht Mike endgültig zusammen, als ein Wärter ihm befiehlt, ein tiefes Loch zu graben, um den Geruch des verwesenden Leichnams seines Bruders zu überdecken. Danach gelingt die Flucht. Er kehrt nach Hause - doch von seiner Jugendfreundin Ruth (Silvana Venturelli) erfährt er, dass seine Mutter vor Kummer gestorben ist. Dann erreicht Mike das Haus von Shorty (Bruno Corazarri), dem mutmaßlichen Dieb des Zuggoldes. Er kann jedoch nichts herausfinden, da er ihn in Notwehr töten musste. Unterdessen erreichen Sheriff Freeman und Mayner, die den Zugüberfall organisiert hatten, den Bahnhof Dragon Pass, wo sie die Beute versteckt hatten: Mike erwartet sie dort bereits....







Der Film basiert auf dem amerikanischen Roman „The Judas Gun“ von Gordon Sherreffs) und tatsächlich wirkt "Vivo per la tua morte" wie eine Mischung aus Spaghetti Western und US-Western. Reeves ist nicht der strahlende Held, sondern er muss für seine Rache lernen und schuften, denn es fällt dem Rancher nicht ganz so leicht sich in die Fußstapfen des Revolverhelden zu begeben. Der Titelsong "the long ride west" wird von Don Powell interpretiert. 







Bewertung: 7 von 10 Punkten.