Samstag, 8. August 2026

Sieben Tage Frist















Regie: Alfred Vohrer

Verborgene Abgründe.. 

Alfred Vohrers Kriminalfilm "Sieben Tage Frist" aus dem Jahr 1969 wurde von Luggi Waldleitner produziert. Dieser avancierte zu einem der bedeutenden Filmproduzenten für Kinos im Nachkriegsdeutschland. Er orientierte sich in all den Jahren zwar immer auch am jeweiligen Zeitgeschmack, doch durch zahlreiche Literaturadaptionen erkannte man auch eine hohe Ambition. Sehr erfolgreich waren seine Verfilmungen der Romane von Johannes Mario Simmel. Er realisierte ausserdem Fassbinders aufwendigste Regiearbeit "Lili Marleen", erhielt 1958 den Golden Globe für "Das Mädchen Rosemarie" und wurde als Produzent des Geissendörfer Films "Die gläserne Zelle" für einen Oscar als bester Auslandsfilm nominiert. Dazu eine Bambi Auszeichnung, das Filmband in Gold und das Bundesverdienstkreuz."Sieben Tage Frist" ist ziemlich undurchsichtig, denn man weiß lange nicht wohin die Geschichte geht. Aber Vohrer hat sehr effektiv inszeniert mit einer bewegten Kamera und schnellen Zooms wird es nie langweilig, sondern bleibt eine interessante Geschichte, die sich erst am Ende auflöst. Dieser Krimi, der in einem Internat spielt, war die erste Regiearbeit Alfred Vohrers für Roxy Film, nachdem er zuvor viele Jahre im Dienste von Edgar Wallace unterwegs war. Das Drehbuch stammte von Manfred Purzer, an der Kamera stand Ernst Kalinke. In diesem Internat arbeitet auch Lehrer Hendriks (Joachim Fuchsberger), der eine Beziehung mit seiner Kollegin Fr. Gabert (Petra Schürmann) pflegt und diese auch bald heiraten will. Er entdeckt, dass vier der Zöglinge nachts nicht in ihren Betten liegen. Es kommt heraus, dass die Jungs sich bei der Prostituierten Lonny (Hilde Brand) amüsieren. Er erfährt auch, dass Studienrat Fromm (Konrad Georg) das Treiben der Schüler bereits seit längerem kennt und dies nicht die erste Nacht ist, in der manches Bett leer bleibt. Ein sehr schwieriger Schüler ist Kurrat (Arthur Richelmann), der bei den Lehrern und dem Hausmeisterpaar (Karin Hübner, Bruno Dallanski) keinen guten Ruf hat. Eines Tages gibt ihm Fromm eine Ohrfeige austeilt. Dies könnte Folgen haben, da der Junge dies aufbauscht und auch sein Vater (Otto Stern) im Internat aufkreuzt. Der Direktor (Wolfgang Stumpf) ist sehr besorgt um das Image der Schule und zum Glück entschuldigt sich Fromm beim Schüler und bei dessen Vater. Doch schon kurz danach sind beide Kurrats verschwunden. Die Ermittlungen übernimmt Inspektor Klevenow (Horst Tappert), der nicht gerade zimperliche Methoden anwendet… und schon bald sein Arbeitsgebiet auf Morde ausweiten muss...





Gunther Beet, Friehjof Vierock, Arthur Richelmann, Peter Guntermann, Dagobert Walter, Till C. Hagen, Arno Jürging-Verly, Peter Frank, Horst Warning und Egon Schäfer sind in den Rollen der weiteren Internationsschüler zu sehen. Das Ensemble spielt sehr glaubwürdig. Das Internat selbst pendelt zwischen verschwitzter Spießigkeit und exzessiven moralischen Abgründen. Der Inspektor muss sehr viel Power aufbieten, um schließlich zu der überraschenden, weil bedeutungsschweren und eben nicht schon ewig vorher bekannten Auflösung zu kommen. Konrad Georg als Studienrat Fromm wird auch im Gedächtnis bleiben. Er hat selten so eine nachhaltige Rolle gespielt. Seine Darbietung ist enorm facettenreich. Ein Mann mit Abgründen, der aber für seinen Hund eine starke Liebe empfindet. "Sieben Tage Frist" ist weitestgehend unbekannt, doch ich halte diesen Film für einen der stärksten Alfred Vohrer Filme überhaupt. 











Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Montag, 22. Juni 2026

Sehnsucht nach Afrika










Regie: Jean-Jacques Annaud

Sieg durch Gesang...

Der schweizer Filmproduzent Arthur Cohn (1927 bis 2025) war sechsfacher Oscargewinner. Drei der Academy Awards gewann er für die Dokumentarfilme "Nur Himmel und Dreck", "American Dream" und "Ein Tag im September". Die drei anderen durfte er aufgrund des Sieges in der Kategorie des besten Auslandsfilms mit nach Hause nehmen: 1972 für den deSica Film "Der Garten der Finzi Contini", 1977 für Jean Jacques Annauds Film "Sehnsucht nach Afrika" und 1985 für "Gefährliche Züge" von Richard Dembo. "Sehnsucht nach Afrika", der von der Elfenbeinküste eingereicht wurde,  konkurrierte damals mit "Cousin/Cousine" (Frankreich), "Jakob der Lügner" (DDR), Sieben Schönheiten" (Italien) und Nights and Days (Polen) und siegte überraschend in der Kategorie für den besten fremdsprachigen Film. Der Film spielt im afrikanischen Kriegsschauplatz des Ersten Weltkriegs, während der französischen Invasion der deutschen Kolonie Kamerun. Er vertritt eine dezidiert antimilitaristische Position und zeichnet sich dadurch aus, dass er die französische Seite noch schärfer als die deutsche verspottet.Der Film beginnt 1915 in einem abgelegenen französischen Außenposten in der afrikanischen Kolonie Kamerun. Die französischen Kolonisten, eine kleine Gruppe von Siedlern, leben ein ruhiges und zurückgezogenes Leben, völlig ahnungslos vom tobenden Ersten Weltkrieg im fernen Europa. Ihr Hauptaugenmerk liegt darauf, ein komfortables und gemächliches Dasein zu führen.Eines Tages trifft ein französischer Soldat namens Gabriel Fouquet ( Jean Carmet) im Außenposten ein und bringt die Nachricht vom Krieg. Die Kolonisten, darunter der Plantagenbesitzer De Sorgue (Jean Dufilho), seine Frau Lucie (Catherine Rouvel) und andere schillernde Persönlichkeiten, nehmen die Nachricht zunächst nicht ernst, da sie sie für irrelevant für ihr Leben halten.Als ihnen die Realität des Krieges jedoch allmählich bewusst wird, beschließen die französischen Kolonisten, gegen die Deutschen, die Kolonialherren im benachbarten Togo, vorzugehen. Sie sehen darin eine Gelegenheit, ihren Patriotismus und ihre Loyalität zu Frankreich unter Beweis zu stellen. Die Kolonisten mobilisieren ihre Ressourcen und organisieren einen turbulenten und abenteuerlichen Feldzug gegen die Deutschen.Angeführt von De Sorgue und Sergeant Bosselet (Jacques Spiesser) begibt sich die bunte Truppe auf eine Reise durch die afrikanische Wildnis und stößt dabei auf diverse Hindernisse und Herausforderungen. Sie trotzen nicht nur den rauen Bedingungen der Natur, sondern erleben auch kulturelle Konflikte und Missverständnisse im Umgang mit afrikanischen Stämmen.Trotz ihrer unbeholfenen und amateurhaften Kriegsversuche gelingt es den französischen Kolonisten, den Deutschen einige Schwierigkeiten zu bereiten, was zu einer Reihe humorvoller und unerwarteter Situationen führt. Der Film nutzt Satire und Ironie, um die Sinnlosigkeit und Absurdität von Krieg und Kolonialismus zu verdeutlichen.Im Verlauf der Geschichte erkennen die Kolonisten allmählich das wahre Wesen des Krieges und die Komplexität des Kolonialsystems. Der Film stellt die Unschuld und Naivität der Kolonisten den harten Realitäten des Konflikts gegenüber und hinterfragt so ihre romantisierten Vorstellungen von Heldentum und Patriotismus. Zur Hauptfigur wird wider Willen der junge Student und Geograph Hubert Fresnoy (Jacques Spiesser), der sich nur zeitweilig für eine Art Praktikum in Afrika aufhält, aber vorbehaltlos auf die Eingeborenen zu geht und eher verächtlich auf seine Landsleute herab schaut. Dies verstärkt sich noch für den Pazifisten und Sozialisten als das Kriegsgeschrei los geht und man die völlig unbeteiligten Afrikaner als Kanonenfutter für einen Angriff auf die Deutschen missbraucht. Fresnoys Idee mit dem deutschen Hauptmann Kraft (Dieter Schidor) vor dem Angriff zu sprechen, scheitert an der Hartnäckigkeit der Kriegstreiber, zu denen leider auch zwei Padres (Peter Berling und Jacques Monnet) gehören....







Jean Jacques Annaud drehte später den Welterfolg "Am Anfang war das Feuer" und "Der Name der Rose", "Der Bär", "Der Liebhaber" und "Enemy of the Gates" - dennoch nannte er "Sehnsucht nach Afrika" als seinen persönlichsten Film. Es sei ihn darauf angekommen, den Missbrauch von Einheimischer darzustellen. Die Mechanismen über den Kolonialismus werden seiner possenhaften Farce schnell aufgedeckt. Die zweite Hälfte des Films beschäftigt sich auch damit wie sehr die Macht auch ihn verändert. Denn Fresnoy zeigt zunehmend arrogante und machtbewusste Züge, wenn er dabei auch stets zivilisiert bleibt. Er hat mittlerweile zwar auch eine einheimische Geliebte, behandelt sie aber mit Respekt und lässt sie gleichberechtigt als „Frau des Hauses“ auftreten.









Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Samstag, 13. Juni 2026

Auf dem Highway ist die Hölle los















Regie: Hal Needham

Das illegale Autorennen...

Bereits mit seiner ersten Regiearbeit "Ein ausgekochtes Schlitzohr" landetee der Stuntman Hal Needham einen Welterfolg und auch seine weiteren Filmen wurden riesige Kassenhits. Der im Jahr 1981 realisierte "Cannonball Run" (deutscher Titel: Auf dem Highway ist die Hölle los) spielte weltweit 160 Millionen Dollar ein und war damit der sechsterfolgreichste Film des Jahres 1981. In Deutschland gingen beinahe 5 Millionen Zuschauer in die Kinos, was sogar Platz 3 im Jahresranking bedeutete.Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Rennfahrern trifft sich in Connecticut, um am Cannonball Run teilzunehmen, einem illegalen Straßenrennen quer durchs Land von der Ostküste nach Kalifornien. Das Ziel ist einfach: die Westküste in kürzester Zeit erreichen. Die Teilnehmer starten einzeln, indem sie ihre Startzeit auf einer Zeiterfassungskarte stempeln. Diese Zeit wird nach der Ankunft zur Berechnung der Gesamtzeit verwendet.Die Teilnehmer nutzen die unterschiedlichsten Fahrzeuge, Verkleidungen und Taktiken, um der Polizei zu entkommen und ihre Konkurrenten zu schlagen. Unter ihnen sind J.J. McClure (Burt Reynolds), ein ehemaliger professioneller Rennfahrer, und sein bester Freund und Mechaniker Victor Prinzim (Dom DeLuise). Die beiden tarnen einen Dodge Tradesman Krankenwagen als echtes Einsatzfahrzeug, in der Hoffnung, so die Verkehrsregeln umgehen zu können. Begleitet werden sie von Dr. Nikolas Van Helsing (Jack Elam), einem Arzt mit zweifelhaften Qualifikationen und einer großen Injektionsnadel, die den Eindruck eines echten medizinischen Notfalls erwecken soll.Die Umweltaktivistin Pamela Glover (Farrah Fawcett Majors) begleitet Arthur J. Foyt (George Furth) einen pflichtbewussten Regierungsbeamten und Leiter der fiktiven „Sicherheitsabteilung“. Foyt ist entschlossen, das Rennen aufgrund der potenziellen Gefahren und Umweltauswirkungen zu verhindern. Nach einem kleineren Zwischenfall am Straßenrand wird Glover von J.J. und Victor unter dem Vorwand, sie zu einer medizinischen Behandlung zu bringen, entführt. Obwohl sie sich zunächst sträubt, entwickelt sie allmählich Sympathie für die Rennfahrer und ihre Eigenheiten.Zu den weiteren Rennfahrern gehören Jamie Blake (Dean Martin) und Morris Fenderbaum (Sammy Davis jr), zwei ehemalige Formel-1-Fahrer, die sich als katholische Priester ausgeben und einen roten Ferrari 308 GTS fahren. Jill Rivers (Tara Buckman) und Marcie Thatcher (Adrienne Barbeau), zwei attraktive und gerissene Frauen, nehmen in einem schwarzen Lamborghini Countach am Rennen teil und nutzen ihren Sexappeal, um männliche Polizisten zu manipulieren. Ein japanisches Team (Jackie Chan und Michael Hui) fährt einen Hightech-Subaru, der mit Computern, Sensoren und sogar einem Raketenantrieb ausgestattet ist. Der wohlhabende Scheich Abdul Ben Falafel (Jamie Farr) fährt in einem weißen Rolls-Royce, und Seymour Goldfarb Jr. (Roger Moore) – ein reicher Mann, der sich für den Schauspieler Roger Moore hält – steuert einen silbernen Aston Martin DB5, ausgestattet mit Gadgets im James-Bond-Stil.Während des Rennens wenden die Teams verschiedene Strategien an, um unentdeckt zu bleiben, die Polizei auszutricksen und ihre Konkurrenten zu sabotieren. Das Ambulanzteam gibt vor, die Frau eines US-Senators in kritischem Zustand zu transportieren und betäubt Glover bei Polizeikontrollen, um die Täuschung aufrechtzuerhalten. Jill und Marcie öffnen wiederholt ihre Overalls, um die männlichen Beamten abzulenken. Das Subaru-Team fährt nachts mit ausgeschalteten Scheinwerfern und nutzt Infrarottechnologie zur Navigation. Seymour setzt Gadgets wie Ölspuren und Nebelwände ein, um Verfolgern zu entkommen. Ein anderes Team, das als frisch verheiratetes Paar auf einem Motorrad getarnt ist, muß aufgrund des Gewichts ständig auf dem Hinterrad fahren.Zwischen dem Krankenwagen und dem Ferrari entwickelt sich eine immer wiederkehrende Rivalität. In Ohio überreden Fenderbaum und Blake Victor – der kurzzeitig seine „Captain Chaos“-Persona abgelegt hat – anzuhalten, damit sie den „Patienten“ im Krankenwagen segnen können. Während der Ablenkung sabotieren sie den Krankenwagen, indem sie einen Reifen zerstechen. J.J. rächt sich in Missouri, indem er einen Polizisten alarmiert, dass die beiden als Priester verkleideten Männer möglicherweise wegen exhibitionistischer Handlungen verdächtigt werden.Als sich das Rennen dem Ende nähert, werden mehrere Teams durch Bauarbeiten in der Wüste aufgehalten. Es kommt zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung mit einer Motorradgang. Victor verwandelt sich in Captain Chaos und führt den Angriff gegen die Biker an, unterstützt vom kampfsporterfahrenen Subaru-Team. Sobald die Straße frei ist, sprinten alle Fahrer zurück zu ihren Fahrzeugen, was zu einem spannenden Schlussspurt führt.Die Fahrer erreichen die Ziellinie gleichzeitig, was ein Wettrennen zur Zeitmessung auslöst. J.J. J.J. gibt Victor die Zeitkarte des Teams und verschafft sich durch einen Hinterhalt gegen andere Fahrer einen Weg. Victor ist dem Sieg nahe, als eine Zuschauerin ruft, ihr Baby sei ins Wasser gefallen. Captain Chaos lenkt instinktiv um, um das Baby zu retten, das sich als Hund entpuppt. Marcie erreicht als Erste die Ziellinie und gewinnt das Rennen.J.J. ist frustriert, weil Victor den Sieg geopfert hat, und sagt, er habe genug von Captain Chaos. Wütend reißt er Victor das Kostüm vom Leib. Victor erwidert fröhlich, er wolle sowieso nicht mehr Captain Chaos sein, und zieht sich ein neues Kostüm an – er wolle nun „Captain USA“ sein. Die beiden versöhnen sich und umarmen sich....






das hört sich doch sehr symathisch an, wenn die Rettung einer Fellnase wichtiger ist als ein Sieg beim Rennen. Ansonsten ist der Film recht harmlos und hat sogar aus heutiger Sicht ein paar Längen. Cannonball Run besetzt die Rollen der verrückten Rennfahrer mit einer Reihe bekannter Gesichter, vergisst aber, ihnen Charaktere zu geben, was zu 90 manchmal langweiligen Minuten führt, die sich wie ein Marathon anfühlen. Der Film spielt in einer Art Hinterwäldler-Nirgendwo, wo die meisten Männer biertrinkende Kumpel sind und alle Frauen umwerfend gebaute Schönheiten.






Bewertung: 6 von 10 Punkten. 

Ein Dollar zwischen den Zähnen















Regie: Luigi Vanzi

Ein Fremder unter Banditen...

Ein Kenner des Genres schrieb damals "brutaler Italowestern, dessen Held, ein namenloser Fremder mit unbewegter, unendlich angeödeter Miene das irdische Jammertal durchstreift" - gemeint war natürlich nicht Clint Eastwood oder Franco Nero, sondern Tony Anthony in seinem Film "Ein Dollar zwischen den Zähnen" aus dem Jahr 1967, der von Luigi Vanzi inszeniert wurde. Tatsächlich ist der Hauptdarsteller die Schwachstelle, denn er wirkt im gesamten Szenario ziemlich lustlos. Sein Gegner wird von Frank Wolff gespielt, der ein wesentlich bessere Figur in seiner Rolle macht. Ein in eine Decke gehüllter Revolverheld, der Fremde (Tony Anthony), reitet in ein fast verlassenes mexikanisches Dorf. Dort trifft er auf Chica (Jolanda Modio), eine junge Witwe mit einem kleinen Sohn, und Paco , einen Wirt, der ihn mit vorgehaltenem Messer zum Gehen auffordert. Nachdem er Paco mit einer Flasche getötet hat, wird er Zeuge eines Massakers an Captain Cordobas (Fortunado Arena) mexikanischen Armeetruppen durch den Banditenboss Aguilar (Frrank Wolff) und seine Bande. Diese stehlen die Uniformen der Soldaten und ein Maschinengewehr. In einer Uniform der Unionsarmee gekleidet, begrüßt der Fremde Aguilar und seine Domina Maria „Maruka“ Pilar (Gia Sandri) und teilt ihnen mit, dass in Kürze eine Einheit Unionssoldaten unter Captain George Stafford eintreffen wird, um Captain Cordobas Truppen zwei Säcke Goldmünzen zu überbringen. Im Gegenzug dafür, dass er Aguilar gegenüber Stafford als Cordoba identifiziert, verlangt der Fremde einen Anteil des Goldes. Der Plan gelingt, trotz Staffords Skepsis.Als der Fremde sich zum Aufbruch bereit macht, fordert er von Aguilar die Hälfte des Goldes. Dieser weigert sich und gibt ihm nur eine einzige Münze. Der Fremde lenkt die Aufmerksamkeit ab, indem er die Kerzen im Saloon zerschießt, und stiehlt das Gold. Obwohl er Aguilars Männer aufhalten und fliehen kann, muss er das Gold herausgeben, als Chica als Geisel genommen wird. Später kehrt der Fremde zurück, um das Gold zurückzuholen, wird aber von Aguilars Männern überfallen und verprügelt. Anschließend gerät er in die Fänge von Maruka, die zunehmend von ihm erregt wird. Schließlich tötet er sie, indem er ihren Kopf gegen einen Steinboden schlägt. Der Fremde lenkt Aguilar und seine Bande mit einer Explosion ab, wodurch er das Gold stehlen und Chica retten kann, die von Aguilar misshandelt wurde.Nachdem Chica seine Wunden versorgt hat, gibt sie dem Fremden eine Schrotflinte und einen Sack Patronen. Er gibt ihr einige Goldmünzen – den Rest versteckt er in einem Brunnen – und rät ihr, mit ihrem Baby die Stadt zu verlassen. Bevor sie das tun kann, spüren Aguilar und seine Männer sie auf und drohen, ihr Baby zu töten, damit sie den Aufenthaltsort des Goldes verrät. Der Fremde rettet sie, indem er einen der Banditen, Marinero, erschießt. In einem längeren Kampf schaltet er die Banditen einen nach dem anderen aus, während sie ihn in der ganzen Stadt suchen. Der Fremde stellt sich Aguilar entgegen, besiegt ihn und tötet ihn in einem Duell mit Schrotflinte und Maschinengewehr. Anschließend legt er ihm eine Goldmünze zwischen die Zähne. Staffords Truppen, die wissen, wer der Fremde ist, treffen ein, um ihr Gold zurückzuholen. Stafford, dessen richtiger Name Ted Harrison ist, erlaubt ihm, die Hälfte des Goldes als Belohnung für die Tötung von Aguilars Bande zu behalten. Nachdem er sich von „George“ verabschiedet hat, reitet der Fremde unter den Blicken von Chica aus der Stadt....







Für die Fans der Italo-Western bietet der Film die altbekannte Kost. Das Tempo von "Ein Dollar zwischen den Zähnen" ist extrem langsam und die Filmmusik von Benedetto Ghiglia dominiert die Handlung, die immer mal wieder sehr starke sadisttische Tendenzen offenlegt. 








Bewertung: 5,5 von 10 Punkten.