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Mittwoch, 4. Dezember 2024

Coraline


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Henry Selick

Die Geheimtür im Haus...

Das im Jahr 2009 von Henry Selick gedrehte Gruselmärchen "Coraline" gehört sicherlich zu den besten Animationsfilmen überhaupt. Der Film basiert auf der gleichnamigen Novelle von Neil Gaiman. Es ist ein sehr dunkler und düsterer StopMotion Beitrag über eine Geheimtür in einem alten Haus auf dem Land, in das die Familie Jones einzieht. Dort entdeckt Coraline, die 11jährige Tochter diese Tür, die in ein seltsames Paralleluniversum führt. Als Neil Gaiman seine Novelle beendete, traf er den Regisseur Henry Selick, dessen beide vorherigen Filme "A Nightmare before Christmas" und "James und der Riesenpfirsich" ihn sehr begeisterten und in diesem Moment war auch die Idee zum Film geboren. 
Die elfjährige Coraline Jones zieht mit ihren Eltern Charlie und Mel von Pontiac, Michigan, in die Pink Palace Apartments, ein altes viktorianisches Haus in Ashland, Oregon. Auf der Suche nach einem alten Brunnen begegnet sie einer geheimnisvollen schwarzen Katze und Wyborn „Wybie“ Lovat, dem Enkel von Coralines Vermieterin, der ihr eine Stoffpuppe schenkt, die Coraline unheimlich ähnelt. Da ihre Eltern mit der Arbeit beschäftigt sind, unterhält sich Coraline damit, das Haus zu erkunden. Im Wohnzimmer entdeckt sie eine kleine Tür mit einer Backsteinmauer dahinter. In dieser Nacht stellt sie fest, dass die Backsteinmauer durch einen Tunnel ersetzt wurde, der sie in eine "andere Welt“ führt, wo die knopfäugigen Doppelgänger ihrer Eltern sie mit köstlichem Essen und ihrer Aufmerksamkeit überhäufen. Als Coraline morgens aufwacht, findet sie sich wieder in der realen Welt. Sie trifft ihre anderen Nachbarn: Mr. Bobinsky, einen exzentrischen russischen Liquidator, der zum Turner wurde und einen Mäusezirkus besitzt, und die pensionierten Burlesque-Künstlerinnen April Spink und Miriam Forcible. Wybie erzählt Coraline, wie die Zwillingsschwester seiner Großmutter verschwand, als sie noch Kinder waren. Coraline kehrt in dieser Nacht in die Andere Welt zurück, wo sie einen stummen Anderen Wybie trifft. Als sie erneut zurückkehrt, kommt die Katze, die zwischen den Welten reisen kann, und warnt sie vor der Anderen Welt. Die Andere Mutter bietet Coraline später an, für immer in der Anderen Welt zu bleiben, unter der Bedingung, dass ihr Knöpfe an die Augen genäht werden. Entsetzt versucht Coraline verzweifelt einzuschlafen, aber sie ist immer noch in der Anderen Welt. Als Coraline versucht, durch die Tür zu fliehen, verwandelt sich die Andere Mutter in eine größere, skelettartige Gestalt und sperrt sie durch einen Spiegel in einem dunklen Raum ein. Dort erzählen drei Geisterkinder, von denen Coraline eines als die vermisste Schwester der Vermieterin erkennt, Coraline, dass die Andere Mutter ein böses Wesen namens "Beldam“ sei, das mit Stoffpuppen ihr unglückliches Leben ausspionierte und sie mit Leckereien und Spielen in die Andere Welt lockte; sie ließen sich von ihr Knöpfe über die Augen nähen und sie sperrte anschließend ihre Seelen in den Spiegel.....












Selicks Film erhielt großen Beifall und spielte weltweit sogar 185 Millionen Dollar ein - bei einem Budget von ca. 60 Millionen Dollar war das für die Produzenten ein Grund zur Freude. Er ist bislang nach "Chicken Run" und "Wallace und Gromit - Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen" der dritterfolgreichste Stop Motion Fillm aller Zeiten.
 Der Film gewann Annie Awards für die beste Musik in einem Animationsfilm, das beste Charakterdesign in einem Animationsfilm und das beste Szenenbild in einem Animationsfilm und wurde für einen Oscar für den besten Animationsfilm und einen Golden Globe Award für den besten Animationsfilm nominiert. In den Jahren seit seiner Veröffentlichung hat sich um den Film eine Kultanhängerschaft entwickelt, große Begeisterung herrschte wegen der wunderschönen Optik, inmitten mehrerer böser Menschen. Die Atmosphäre ist durchgehend unheimlich, wunderbar seltsam und voller Gefühl. Henry Selick setzte auf eine subtile Erzählweise ohne große Hektik, dies verstärkt die Qualiät dieses "Gothic" Märchens.










Bewertung: 10  von 10 Punkten.
 

Sonntag, 10. November 2024

A Nightmare before Christmas




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Henry Selick

Das etwas andere Weihnachtsfest...

Das düstere und melancholische Puppentheater "Nightmare before Christmas" wurde von Kultregisseur Tim Burton produziert, doch die Regie in dem 1993 gedrehten Film führte Henry Selick, der viele Jahre später auch mit "Coraline" einen weiteren Erfolg im Animationsfilmgenre verbuchen konnte. Mit "Nightmare before Christmas" wurde ein echter Klassiker des StopMotion Films geschaffen, der durch die vielen Songs im Film gerne auch als "Grusical" bezeichnet wird. Optisch orientierten sich die Macher vor allem an dem expressionisten deutschen Film der Weimarer Republik. 
Der Antiheld der Geschichte ist Jack Skellington, ein untotes Gerippe, dass in der Halloween-Welt als Herr des Spuks und als Kürbiskönig ein extrem hohes Ansehen hat. Am Anfang des Films wird von den Gruselfiguren der Ohrwurm "This is Halloween" zum Besten gebracht. Halloween Town ist eine Fantasiewelt, die von verschiedenen Monstern und übernatürlichen Wesen bevölkert wird. Jack Skellington leitet die Organisation der jährlichen Halloween-Feierlichkeiten in der Stadt. Dieses Jahr hat Jack jedoch die immer gleiche Routine satt und sehnt sich nach etwas Neuem. Als er Bäume entdeckt, die Türen zu anderen weihnachtlich gestalteten Welten enthalten, stolpert Jack durch die, die nach Christmas Town führt, und ist fasziniert von dem unbekannten Feiertag. Jack kehrt nach Hause zurück und teilt seine Entdeckung mit seinen Freunden und Nachbarn, aber sie haben Schwierigkeiten, das Konzept von Weihnachten zu verstehen, obwohl es in Christmas Town eine Figur gibt, mit der sie sich identifizieren können, einen mächtigen hummerartigen König, der als „Weihnachtsmann“ bekannt ist. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, Weihnachten rational zu erklären, beschließt Jack, den Feiertag stattdessen zu "verbessern“. Er verkündet, dass Halloween Town dieses Jahr Weihnachten übernehmen wird, und weist verschiedenen Bewohnern weihnachtliche Aufgaben zu, wie Weihnachtslieder singen, Geschenke basteln und einen Schlitten bauen, der von Rentierskeletten gezogen wird. Sally, eine Schöpfung des örtlichen verrückten Wissenschaftlers Dr. Finkelstein, hat eine Vision, die vorhersagt, dass ihre Bemühungen katastrophal enden werden. Jack, den sie heimlich liebt, ignoriert ihre Warnungen und weist sie an, ein Weihnachtsmannkostüm für ihn zu basteln. Er beauftragt auch das schelmische Trick-or-Treat-Trio Lock, Shock und Barrel damit, den Weihnachtsmann zu entführen; er befiehlt ihnen jedoch, ihren Vorgesetzten Oogie Boogie, einen Buhmann mit einer Leidenschaft fürs Glücksspiel, nicht in ihren Plan zu verwickeln. Als Lock, Shock und Barrel den Weihnachtsmann nach Halloween Town bringen, ist Jack überrascht, dass er nicht der Mann mit den Klauen ist, den er erwartet hatte. Er sagt dem Weihnachtsmann, dass er sich dieses Jahr um Weihnachten kümmern wird, und befiehlt dem Trio, auf den Weihnachtsmann aufzupassen. Sie missachten jedoch Jacks Befehle und bringen den Weihnachtsmann zu Oogie, der ein Spiel plant, bei dem das Leben des Weihnachtsmanns auf dem Spiel steht. Als Jack aufbricht, um in der realen Welt Geschenke auszuliefern, versucht Sally, den Weihnachtsmann vor Oogie zu retten, wird jedoch selbst gefangen genommen. Jacks Geschenke versetzen die Bevölkerung der realen Welt in Angst und Schrecken, die die örtlichen Behörden kontaktiert und angewiesen wird, ihre Häuser zu ihrem Schutz zu verriegeln. Das Militär wird alarmiert und auf Jacks Schlitten und seine gebastelten Rentiere wird scharf geschossen....









Disneys Touchstone Pictures haben diesen hervorragenden Animationsfilm vertrieben und kamen mit einem relativ geringen Budget aus. Durch das hohe Einspielergebnis von ca. 107 Millionen Dollar war er auch an der Kasse ein voller Erfolg. Der visuelle Reichtum des Films ist teilweise atemberaubend, der Zuschauer wird in eine ganz neue Welt katapultiert, die eine Faszination ausübt wie die Filmklassiker "Dr. Caligari" oder "Metropolis". 
Die songs von Danny Elfman passen perfekt dazu. Hier wird 74 Minuten zeitlose Film-Magie präsentiert, die dann auch logischerweise zu einer Oscarnominierung für die besten visuellen Effekten führte.












Bewertung: 9 von 10 Punkten.