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Donnerstag, 10. November 2022

Im Westen Nichts Neues (2022)


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Edward Berger

Im Schützengraben...

Im Jahr 1928 erschien mit "Im Westen nichts Neues" der berühmte Antikriegsroman von Erich Maria Remarque. Es vergingen nur einige Monate, bis Hollywood das prägende Buch verfilmte. "Im Westen nichts Neues" wurde auch im Kino ein Riesenerfolg und bescherte seinem Regisseur Lewis Milestone den Regie-Oscar. Auch dem Produzenten Carl Laemmle Jr.  wurde die Trophäe für den besten Film des Jahres überreicht. Das American Film Institute zählt den Film bis heute zu den Top 100 der besten US-Filme. Im Jahr seines Erscheinens war Milestones Kiassiker der dritterfolgreichste Film an den Kinokassen.
Im Jahr 1978 verfilmte Delbert Mann für das amerikanische Fernsehen ein Remake. Die Rolle des Paul Bäumer, die im Originalfilm von Lew Ayres verkörpert wurde, übernahm Richard Thomas, bekannt als John Boy aus der Serie "Die Waltons". Auch dieser Film schaffte es im Kino gezeigt zu werden.
2022 wagte sich der deutsche Filmemacher Edward Berger erneut an den Stoff. Seine Version von "Im Westen nichts Neues" ist auch als deutsche Oscar Hoffnung als bester ausländischer Film im Rennen, auch bei der Vergabe des europäischen Filmpreises gehört er zum erweiterten Favoritenkreis.
Während sich der Roman und die früheren Filme ausschließlich auf die Schützengräben an der Front konzentrierten, fügte Berger eine zweite Erzählung ein, die die Friedensbemühungen des deutschen Diplomaten Matthias Erzberger, gespielt von Daniel Brühl, zeigen. Andererseits verzichtet Berger auf den Heimaturlaub des jungen deutschen Soldaten. Dort erkennt Paul, dass es ihm unmöglich ist über die schmutzige Realität des Krieges zu reden. Enttäuscht kehrt er zu seinen Kameraden an der Front zurück - nur diese Männer wissen wirklich Bescheid um die Grausamkeit und Erbärmlichkeit des täglichen Tötens - nur wegen einigen Metern Landgewinn.
Im Frühjahr 1917 verlassen der 17-jährige Paul Bäumer (Felix Kammerer) und seine Schulkameraden Albert Kropp (Aaron Hilmer), Franz Müller (Moritz Klaus) und Ludwig Behm (Adrian Grünewald) ihre Heimatstadt Wiesengrund, um sich der kaiserlichen deutschen Armee anzuschließen. Ausschlaggebend war die patriotische Rede ihres Schulleiters. Mit viel Patriotismus und Begeisterung stürzen sich die verbledeten Jungs in das große Abenteuer. Man will "Paris einnehmen" - aber die Realität sieht anders aus. Mit den Uniformen der gefallenen Soldaten ausgestattet, werden die Youngsters in den Schützengrabe bei La Malmaison eingesetzt. Dort lernen sie den erfahrenen, etwas älteren Stanislaus "Kat" Katczinsky (Albrecht Schuch) kennen. Für Paul wird Kat ein Vorbild und vor allem auch ein Freund. Der Grabenkrieg erweist sich als schmutzig und das Abschlachten gehört zum täglichen Brot. Ludwig wird in der ersten Nacht bei einem Granatenangriff getötet. Achtzehn Monate später, am 7. November 1918, hoffen die Soldaten, dass der Krieg bald zu Ende sein wird. 4 Tage später sollen die Waffen ruhen. Doch der deutsche General befiehlt seinen Soldaten kurz vor dem Frieden noch einmal die feindlichen Franzosen anzugreifen. An diesem 11. November 1918 verliert auch Paul sein Leben...





Im Originalfilm blieb die Endszene mit dem Schmetterling in deutlicher Erinnerung und auch die Poesie von Lewis Milestones Films wird ausgelassen. Was nicht heißen soll, dass Edward Bergers Film schwächer ist. Er ist anders und vielleicht zum Glück bewusst anders. Berger hat ein anderes Finale gewählt, dass sein wuchtiges Werk aber auch viel eigenständiger bleiben lässt.
Sehr eindrücklich sind die Impressionen eines sehr kalten Krieges, in dem Gefühle wenig Platz haben. Der britische Kameramann James Friend hat eine exzellente Arbeit gemacht. In der Rolle des Tjaden Stackfleed überzeugt auch Edin Hasannovic - ebenso wie das gesamte Ensemble.
Eine sehr bedrückende Szene haftet sich fest, in der Paul mit einem Franzosen im Trichter liegt, der langsam verstirbt, sein Leben regelrecht aushaucht. Lange Schlachtszenen, unterlegt mit dröhnender Musik, zeigen jede mögliche Grausamkeit, die Menschen im Krieg widerfahren kann. Die Inszenierung hat Weltklasse Niveau, auch wenn Berger die Vorlage verändert hat. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass ihm dennoch ein großer Wurf gelungen ist.







Bewertung: 9 von 10 Punkten. 

Donnerstag, 16. April 2015

Was nützt die Liebe in Gedanken

























Regie: Achim von Borries

Die Steglitzer Schülertragödie....

Berlin im Sommer 1927, ein heißes Wochenende wird erwartet. Paul Krantz (Daniel Brühl), ein junger Schüler mit einer außgewöhnlichen poetischen Begabung, stammt aus einer Arbeiterfamilie und ist befreundet mit Günther Scheller (August Diehl), dessen Familie zum gehobenen Bürgertum gehört. Beide besuchen das gleiche Gymnasium. Und beide sind verliebt. Paul hat ein Auge auf Günthers jüngere Schwester Hilde (Anna Maria Mühe) geworfen, der wilde und sehnsuchsvolle Günther begehrt den flatterhaften Koch Hans Stephan (Thure Lindhardt). Die beiden Freunde verbinden insbesondere die Gedanken um Sterben und Liebe und um jenen höchsten Punkt im Leben, wie sie ihn nennen. Liebe ist für sie der einzige Grund, für den man zu sterben bereit sein müsste. So inspiriert durch diese gewisse Todessehnsucht gründen sie ein Art Selbstmörderclub. Die Regeln sind einfach, es wird als gemeinsame Willenserklärung festgehalten, das Leben in dem Augenblick zu beenden, in dem keine Liebe mehr empfunden werden kann. Ausserdem sollen all diejenigen mit in diesen Tod gerissen werden, die diese Liebe zerstört haben. Eine fatale Idee, die an diesem Sommertag dann in ein rauschendes Fest im Sommerhaus der Schellers einmündet. Dort treffen sich die Freunde der beiden Studenten, die Jugendlichen trinken zu Tanz und Poesie viel Absinth und je später der Abend desto mehr Gefühle und Begehren. Paul ist aber irritiert von Hildes sexueller Freizügigkeit und im Laufe des Abends wird ihm klar, dass Hilde ebenfalls - genauso wie ihr Bruder - ein Verhältnis mit Hans hat. Der weiß zwar von dem doppelten Spiel seines Lovers, aber im Luafe des Abends wird die Eifersucht zunehmend größer. Hildes beste Freundin Elli (Jana Pallaske) ist ebenfalls Gast dieser Sommerparty - auch sie liebt unglücklich, denn Paul hat ja nur Augen für Hilde. Am Tag danach...am 28. Juni 1927 kommt es zu einem Vorfall, der als Steglitzer Schülertragödie in die Kriminalgeschichte der Weimarer Republik eingeht...


 Der Film zeigt die sich zur Katastrophe entwickelnden Dynamiken der Jugendlichen in einer Rückblende als der Oberschüler Krantz in Untersuchungshaft sitzt. In sehr schön fotografierten, beinahe schon fragilen Bildern zeigt Regisseur Achim von Borries seine Geschichte. Auslöser waren einerseits die intimen Beziehungen Hildes zu Paul und Hans und andererseits vor allem die unglückliche Liebe des introvertierten Günther zu Hans. In der Berliner Albrechtsstraße 72 C vollzieht sich das Schicksal, dass mit zwei Toten endet. Paul Krantz wurde gegen die Waffenordnung und gemeinschaftlichen Totschlags angeklagt - das Schwurgericht des Landgerichts Berlin-Moabit verurteilte den Angeklagten aber nur wegen unerlaubten Waffenbesitz zu drei Wochen Haft, die natürlich mit der monatelangen Untersuchungshaft verbüßt waren. Der Fall erregte damals nicht nur in der Weimarer Republik für großes öffentliches Interesse. Auch im Ausland wurde die Tragödie um Liebe und Tod bekannt. Die Presse lamentierte über den angeblichen sittlichen Verfall der Jugend. Krantz schrieb unter seinem Pseudonym Ernst Erich Noth Teile des Vorfalls in seinem Roman "Die Mietskaserne" nieder. Natürlich wurden diese autobiografischen Aufzeichnungen kurz vor der Machtergreifung der Nazis als "undeutsch" verboten. Dem Regisseur gelang ein sehr stimmungsvolles und atmosphärisch dichtes Sittenbild dieser Zeit. Daniel Brühl ist als Paul Krantz zuerst der Komplize, dann der Beobachter, der nicht so weit gehen wird wie sein bester Freund Günther, gespielt von August Diehl, der sowohl Verletzlichkeit als auch Arroganz seiner Figur perfekt darstellt. Beide Schauspieler agieren hervorragend als diese entwurzelten Jugendlichen, die nach dem Sinn des Lebens fragen. Nicht nur die leichte Sommerbrise ist zu spüren, wenn die beiden Freunde in ihren weißen luftigen Hemden durchs Feld laufen...ein starker Hauch von Tristesse liegt ebenso in der Luft. Die Darsteller zeigen überzeugend die ganze Unschuld, den großen Wagemut und auch die indivuellen Besessenheiten dieser Jugendlichen des Jahres 1927. Man erkennt, dass die Grundfragen und elementare Dinge immer die gleichen blieben. Dazu gibt es die Lieder der Zwanziger Jahre. Das Leben der beiden Freunde scheint nur zwei Dimensionen zu kennen: Entweder die bedingungslose Liebe oder der Tod.



Bewertung: 8 von 10 Punkten.

Samstag, 14. März 2015

A most wanted man




















Regie: Anton Corbijn

Marionetten...

"A most wanted Man" von Anton Corbijn ist ein spannender und hochintelligenter Spionagethriller mit perfektem zeitgemäßen Bezug. Da der Film der Charakterzeichnung den Vorzug vor der "Action" gibt, steht in der Machart den großen Klassikern dieses Genres sehr nahe. Vor allem die großartige Darstellerleistung des leider viel zu früh verstorbenen Philip Seymour Hoffman ruft echte Begeisterung hervor. Nie war er besser als dieser manchmal nicht durchschaubare, aber dennoch aufrechte, gebrochene deutsche Nachrichtendienstler Günther Bachmann. Lediglich im grandiosen Sidney Lumet Alterswerk "Before the Devil knows you´re dead" konnte er mich ähnlich überzeugen. Er hätte für diesen Film auch eine Oscarnominierung als bester Darsteller verdient. Im Genre des Spionage- und Verschwörungsthrillers gabs in den letzten Jahren wenig ebenbürtige Filme, daher befindet sich "A most wanted Man" auf Augenhöhe mit Tomas Alfredssons "Dame, König, As, Spion" oder gar Polanskis "Ghostwriter".  Darüberhinaus ist dem Regisseur auch ein extrem interessanter "Hamburg" Film gelungen, denn die Handlung spielt basierend auf dem gleichnamigen Roman von John Le Carre in der Hansestadt: Von St. Pauli bis zur City Nord zeigt Corbijn eine Stadt, die unverkennbar Hamburg ist - und doch nichts mit üblichen Postkartenansichten gemein hat. Hier, zwischen trotzigen Waschbetonburgen und alten Patrizierwohnungen, protzigen Hafenfrontneubauten und verwinkelten Kiezhöhlen spielt sich im Verborgenen eine Story von Liebe, Verrat, Macht und dem modernen Anti-Terror-Krieg statt. Hamburg ist das Tor zur Welt und Große Freiheit. Dorthin verschlägt es den muslimischen Tschetschenen Issa Karpov (Grigori Eduardowitsch Dobrygin) nach der Flucht aus russischen und türkischen Gefängnissen. Er ist ein illegal Einreisender und ist auf der Suche nach dem Bankier Tommy Brue (Willem Dafoe).  Es  braucht aber nur die Aufnahme von einer der vielen öffentlichen Überwachungskameras, und der Mann taucht im Fahndungsraster der deutschen Sicherheitsbehörden auf. Somit steht er sofort im Visier der geheimen Antiterror-Einheit unter der Leitung von Günther Bachmann (Philip Seymour Hoffman), der noch an einem weiteren Fall arbeitet. Der muslimische Gelehrte Faisal Abdullah (Homayoun Ershadi) könnte hinter seiner wohltätigen Fassade auch ein Finanzier des Terrors sein. Bachmann hat viele Kontakte und Informanten (u.a. Medhi Debhi), die für ihn heimlich arbeiten. Zu Bachmanns Gruppe gehören auch Erna (Nina Hoss) und Max (Daniel Brühl). Issa selbst ist ein undurchsichtiger Mann, der sich jederzeit von der potentiellen zur akuten Bedrohung wandeln kann. Deshalb schalten sich auch die Amis in der Person der CIA-Residentin Martha Sullivan (Robin Wright) ein, auch Dieter Mohr (Rainer Bock) vom Verfassungsschutz übt Druck aus, da Berlin die Festnahme schnell und zügig über die Bühne bringen will. Doch Bachmann kann überzeugen, dass man mit einer unauffälligen Beobachtung des undurchsichtigen Issa vielleicht an größere Drahzieher des Terrors herankommen könnte. Er bekommt 72 Stunden Zeit. Inzwischen hat Issa Unterstützung durch die hübsche Anwältin Annabel Richter (Rachel McAdams) gefunden, die sich der Flüchtlingshilfe engagiert. Sie soll ein Treffen zwischen Issa und dem Banker möglich machen. Inmitten des langsam einsetzenden konkurrierenden Machtpoker der Geheimdienste  versucht Bachmann eine sehr riskante Mission...


am Ende bestätigt sich das Mißtrauen, dass man gegen diesen willkürlich agierenden Überwachungsapparten hegt. Sie arbeiten nicht miteinander, sondern verfolgen egoistisch eigene Ziele und Interessen. Obwohl der Strippenzieher Bachmann versucht im chronisch falschen Spiel das Richtige zu tun und sich eine gewisse Menschlichkeit bewahrt hat, wird auch er zum Spielball seiner Konkurrenten.  Denn die Amis und auch die deutsche Regierung in Berlin haben eigene Interessen. Überhaupt liefert die Hansemetropole die stimmigen und atmosphärischen Bilder, die die Geschichte braucht. Wie bereits in Corbijns 2010 entstandenen "The American" schrieb wieder Herbert Grönemeyer die Filmmusik für "A most wanted man". Er tritt sogar in einer Nebenrolle auf.



Bewertung: 9 von 10 Punkten.

Sonntag, 23. November 2014

Rush - Alles für den Sieg

























Regie: Ron Howard

Die Geschichte von zwei Wahnsinnigen...

"Rush - Alles für den Sieg" ist nicht nur ein sehr gelungenes, äusserst spannendes Biopic über die große Zeit der beiden Rennfahrer Niki Lauda und James Hunt, die in den 70er Jahren größte Konkurrenten auf den Weltmeistertitel in der Formel 1 waren - der Film ist auch ein dynamischer Rennerfahrerfilm, der sich vor den ganz großen Rennerfahrermovies wie "Le Mans", "Grand Prix" oder "Indianapolis" nicht zu verstecken braucht. Regisseur der britisch--deutschen Coproduktion war Oscarpreisträger Ron Howard, bestens bekannt durch Filme wie "Willow", "DaVinci Code",  "Apollo 13", "A beautiful Mind", "Splash", "Cocoon" oder "Der Grinch". Mit "Rush" ist ihm sogar eine seiner besten Arbeiten gelungen - ein ganz großer Anteil an diesem künstlerischen Erfolg kann man den beiden Darstellern Daniel Brühl und Chris Hemsworth zusprechen, die einerseits die nötige Verschiedenheit perfekt darstellen, andererseits so subtil spielen, dass man auch in jeder Szene den gegenseitigen Respekt bemerkt. Trotz aller Konkurrenz und Ablehnung steckt in der Tiefe eine freundschaftliche Zuneigung, die man als Zuschauer glaubt zu spüren, ohne dass sie jemand ausgesprochen wird. Dabei tritt Niki Lauda als Ich-Erzöhler im Film aus, auch das letzte Bild des Films zeigt den realen Niki Lauda. Die erste Begegnung findet bei einem Formel 3 Rennen 1970 auf dem Crystal Palace Circuit statt. Dabei wirkt der Lebemann und Playboy Hunt besonders auf die vielen Frauen. Er ist der blonde Schönling, dem alles zufliegt und der auch diese Draufgänger-Mentalität inne hat, die ihn für das andere Geschlecht zusätzlich attraktiv macht. Lauda ist ganz anders. Er ist ein Technikfreak und vor allem ein Perfektionist, der es sich zum Ziel gemacht hat bester Rennfahrer der Welt zu werden. Und dies gelingt ihm auch, vor allem durch sein großes Durchhaltevermögen und durch unermüdlichen Fleiß. Er nimmt einen Kredit auf und wechselt sozusagen auf eigene Kosten in die Königsklasse der Formel 1. Diese Nachricht stachelt den ebenso ehrgeizigen Hunt an, einen Rennstallbesitzer zu finden, der ihm eine Chance als Topfahrer gibt. So steht Lauda für das Topteam Scuderia Ferrari und Hunt erhält durch die kurzfristige Absage von Emerson Fittipaldi die Chance bei McLaren Racing einzusteigen. Lauda lernt die Exgeliebte des Schauspielers Curd Jürgens kennen und heiratet später seine Marlene Knaus (Alexandra Maria Lara). Hunt hat weniger Glück, er hat zwar den Vertrag bei McLaren, aber durch seine vorherigen Alkoholexzesse seine Frau Suzy (Olivia Hunt) geht ein Verhältnis mit Richard Burton ein. So wird Niki Lauda 1975 Weltmeister. Doch in der Saison 1976 werden die Karten neu gemischt. Es kommt zum ultimativen Zweikampf Hunt vs. Lauda und gipfelt sich schicksalshaft beim großen Preis von Deutschland. Dort komt es zu einem schweren Unfall und Lauda erleidet lebensgefährliche Verletzungen...



.und hier entfaltet sich die gekonnte Dramatik des Films, denn nur zwei Rennen später beim Großen Preis von Italien steht der lädierte Lauda wieder auf der Matte und greift wieder an. Alles entscheidet sich dann beim letzten Rennen in Fuji, das bei starkem Rennen und einbrechender Dunkelheit stattfindet und Bilder von gespenstischem Flair zeigen. Darüberhinaus sind die Rennszenen sehr gut inszeniert und obwohl ich kein Formel 1 Fan bin, hat mich der Film und die Geschichte dieser beiden Gegner phasenweise sogar fasziniert und ich denke Daniel Brühl, der für seine Rolle sogar eine Golden Globe Nominierung erhielt, hat Niki Lauda mit dieser Leistung ein Denkmal gesetzt. Auch wenn er ihn nicht als großen Sympathieträger anlegt, schafft es Brühl immer mehr seiner Figur schillernde Züge zu verleihen, man ist vom Wagemut des Rennfahrers immer mehr begeistert, auch wenn es einem manchmal kalt den Rücken runterläuft.



Bewertung: 8 von 10 Punkten.