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Montag, 10. Juli 2023

Kids - In den Straßen von New York


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Dito Montiel

Zurück in die Vergangenheit....

" A guide to Recognizing your saints" aus dem Jahr 2006 ist ein Film von Dito Montiel, der auch das zu Grunde liegende Buch schrieb. Montiel schrieb seinen autobiographischen Roman drei Jahre zuvor, das Buch wurde in den USA ein Bestseller. Auf Zelluloid gefällt der Film und ist eine glaubwürdige Milieu- und Jugendstudie.
Dabei spielt Montiels Film auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Eine davon im Hier und Jetzt, also im Jahr 2003 - Dito Montiel (Robert Downey jr) ist inzwischen ein erfolgreicher Schriftsteller geworden - immer unterbrochen durch Rückblenden, die dem Zuschauer einen Einblick in die Ereignisse des Jahres 1986 geben. Zu dieser Zeit lebt der junge Dito (Shia LaBeouf) bei seinen Eltern, den puerto ricanischen Einwanderern Monty (Chazz Palminteri) und Flori Montiel (Dianne Wiest) im New Yorker Stadtteil Astoria.
Dito fühlt sich im Viertel nicht wohl, er wurde gerne - ganz wonanders - einen Neubeginn startet. Verliebt ist er in die hübsche Laurie (Melonie Diaz, später Rosario Dawson).
Meistens hängt Dito mit seinen Freunden ab: Antonio (Channing Tatum), ein übermütiger, unberechenbarer Junge mit einem misshandelnden Vater. Er ist der Beschützer von Dito, denn der wird vom puertoricanischen Gangmitglied Reaper (Michael Rivera) immer wieder bedroht und verprügelt.
Der Zuschauer lernt dann Antonios jüngeren Bruder Giuseppe (Adam Scarimbolo) kennen - rücksichtslos, zerstörerisch und möglicherweise etwas irre. Das Boys-Quartett wird von Nerf (Peter Tambakis, später Scott Campbell) komplettiert.
Mike O'Shea (Martin Compston), ein weiterer Freund von Dito, ist ein schottischer Junge, den Dito in der Schule kennenlernt und der davon träumte, Musiker zu werden. Mike und Dito planen, mit einem Bus nach Kalifornien zu fahren. Sie arbeiten für einen schwulen Drogenabhängigen Frank (Anthony deSanto), der Hunde ausführt. Die darauffolgenden  Ereignisse dieser Zeit führen dazu, dass Dito seiner Heimat den Rücken kehrt und nicht wiederkommt...bis ein Anruf seiner Mom ihn dazu bringt wieder nach Hause zu kommen. Der Vater ist schwer krank und weigert sich ins Krankenhaus zu gehen. Kann Dito ihn vielleicht zu diesem Schritt bewegen ?




Zunächst war Montiel im Zweifel wegen Hauptdarseller Shia LaBeouf. Er hielt den Schauspieler für zu glatt und sah in ihm nur den "Disney Typ". Doch LaBeouf wollte die Rolle und legte sich beim Casting so ins Zeug, dass er alle Überzeugte. Und er gibt auch auf der Leinwand eine überzeugende Darstellung, was auch für alle Youngsters gilt. Der Film lebt durch seine authentischen Rückblenden, die zusätzlich durch eine gewisse Handkameraoptik authentisch überzeugend sind. Am Ende kommt es dazu, dass sich die Hauptfigur endlich seiner Verantwortung und seiner Vergangenheit stellt.
 




Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Donnerstag, 12. September 2019

Avengers: Endgame

























Regie: Anthony und Joe Russo

Im Blockbuster Olymp...

Besonders am Ende von "The Avengers - Endgame", der inzwischen mit dem Einspielrekord von 2.796, 3 Millionen Dollar auf Rang 1 der erfolgreichsten Blockbusters aller Zeiten  stieg, wird dem Zuschauer die Größe des Marvel Movie Universums bewusst. Denn beim Endkampf müssen natürlich alle dabei sein, um den Avengers Tony Stark (Robert Downey jr) , Captain America (Chris Evans), Hulk (Mark Ruffalo), Thor (Chris Hemsworth), Black Widow (Scarlett Johannson), Hawk (Jeremy Renner), War Machine (Don Cheadle), Captain Marvel (Brie Larson) und Paul Rudd (Ant Man) im glorreichen Kampf gegen den Widersacher Thanos (Josh Brolin) zur Seite zu stehen. Daher kommt es zu einem Wiedersehen mit den Helden aus "Gardians of the Galaxy (Rocket, Groot, Chris Pratt, Karen Gillan, Zoe Saldana), Black Panther (Chadwick Boseman, Danai Gurira, Letitia Wright), Spider Man Peter Parker (Tom Holland) oder Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) und noch viele Andere.
Anthony und Joe Russo führten in den 182 Minuten langen Spektakel Regie. Bei dem sehr gelungenen "The Return of the First Avenger" im Jahr 2014 starteten sie ihre Marvel Karriere. Dem erfolgreichen Debüt folgten dann logischerweise weitere Einsätze: The First Avenger: Civil War, Avengers: Infinity War und als Krönung sozusagen "The Avengers Endgame".
Der Film wirkt wie ein Dreiteiler, die in etwa gleich lang sind. So muss der Actionfreund warten, denn die Einleitung zum nachfolgenden Geschehen ist fast eine Stunde lang und für eine Comicverfilmung sehr dialoglastig. Wer bisher keine Marvel Movies gesehen hat, wird sich bei Endgame wahrscheinlich nicht gut zurechtfinden. Denn es sollen ja möglichst alle Figuren der bisherigen Filme einen kurzen Cameoauftritt bekommen. Dann gibts natürlich etwas Action, aber das Drama ist allseits ständiger Begleiter, aber in diesem zweiten Sekment des Films haben sich die Macher sehr gute Szenen einallen lassen. Mit einer Zeitmaschine gehts zurück in die Vergangenheit. Genauer gesagt in die einstigen Schlachtfelder der Avengers. Denn dort sind die wichtigen Infinity Steine zu holen und nur dort kann die jetzige so triste Gegenwart und deren Gewinner Thanos besiegt werden. Optisch wird alles aufgeboten und in diesem Part ist der Film auch interessanter als bei der zu langen Einleitung.




Humor muss auch sein und für einige Lacher dürfte daher auch der inzwischen dickliche Thor sorgen. Chris Hemsworth hat wirklich ein paar gute Szenen. Dann endlich dürfen die Fans aufatmen, denen der Film nach 2 Stunden etwas zu behäbig vorkam - es folgt das Feuerwerk und der Stoff, aus dem Comic Filme gemacht sind. Ich bin zwar nicht der größte Freund dieser Overkills, die dann unendlich dauern und man selbst beinahe das Gefühl hat, dass man in einem Videospiel mitmacht und dauernd erschlagen wird. Aber die Optik bei diesen Sequenzen sind m.E. sehr gut gelungen. Die Kampfszenen erinnern tatsächlich an die guten alten Comics zum Lesen, in denen die Superhelden gegen die Schurken dieser Welt kämpfen. Kameramann Trent Opalach hatte natürlich auch schon Vorerfahrungen in der Marvel Welt, er wurde bekannt durch seine Zusammenarbeit mit dem südafrikanischen Regisseur Neil Blomkamp.



Bewertung: 6 von 10 Punkten.