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Sonntag, 2. März 2025

Mama Mia

 



Regie:  Phyllida Lloyd

 Wer ist der Vater ?

Sämtliche Musikeinlagen im ABBA Filmmusical "Mama Mia" von Regisseurin Phyllida Lloyd wurden von den Schauspielerin selbst eingesungen, in den Drehs der Filmszenen wurden dann diese Aufnahmen als Playback eingespielt. Der Film spielte weltweit 611 Millionen Dollar ein und war der fünfterfolgreichste Film des Jahres 2008. In Deutschland sahen über 4 Millionen Zuschauer den Film und damit lag er nach "Madagascar 2" und "Ein Quantum Trost" auf Platz 3 der Kinojahrescharts. Auf der fiktiven griechischen Insel Kalokairi (griechisch für „Sommer“) enthüllt die zukünftige Braut Sophie Sheridan (Amanda Seyfried) ihren Brautjungfern, dass sie heimlich drei Männer zu ihrer Hochzeit eingeladen hat, ohne ihrer Mutter Donna (Meryl Streep) Bescheid zu sagen. Einer von ihnen ist Sophies Vater: der irisch-amerikanische Architekt Sam Carmichael (Pierce Brosnan), der schwedische Reiseschriftsteller Bill Anderson (Stellan Skarsgaard) und der britische Bankier Harry Bright (Colin Firth). Sophie möchte, dass ihr biologischer Vater sie bei der Hochzeit verrät, und glaubt, dass sie, nachdem sie Zeit mit jedem von ihnen verbracht hat, erfahren wird, wer ihr Vater ist. Als die drei Männer auf Kalokairi ankommen, verrät Sophie nicht, dass sie glaubt, einer von ihnen sei ihr Vater. Sie erklärt, dass sie die Hochzeitseinladungen geschickt hat, nicht Donna. Sie versteckt die Männer in Donnas Ziegenstall, und sie stimmen zögernd zu, sich noch nicht zu offenbaren, da es eine Überraschung ist. Während Donna am Ziegenstall arbeitet, spioniert sie sie aus. Sie ist sprachlos, als sie ihren ehemaligen Liebhabern gegenübersteht, und verlangt, dass sie gehen. Donna vertraut ihren alten Freundinnen Tanya (Christine Baranski) und Rosie (Julie Walters) an, dass sie wirklich nicht weiß, wer von den dreien Sophies Vater ist. Sophie findet die Männer an Bord von Bills Segelboot und sie segeln um Kalokairi herum und erzählen Geschichten aus Donnas unbeschwerter Jugend. Sie versucht, ihrem Verlobten Sky (Dominic Cooper) von ihrem Trick zu erzählen, verliert aber die Nerven. Bei Sophies Junggesellinnenabschied ist Donna von der Anwesenheit der drei Männer beunruhigt, aber Rosie und Tanya versichern ihr, dass sie sich um sie kümmern werden. Sophie spricht mit jedem der Männer allein, woraufhin Sam und Harry ihre Reise in Frage stellen. Sie erfährt von Bill, dass Donna das Geld für ihre Villa von seiner Großtante Sofia bekommen hat. Infolgedessen glaubt Sophie, dass Bill ihr Vater ist. Also bittet sie ihn, sie zu begleiten, ihr Geheimnis aber bis zur Hochzeit zu bewahren. Sophies Glück währt nur kurz, denn Sam und Harry nehmen sie beiseite und sagen ihr, dass sie ihr Vater sind und sie begleiten werden. Am Morgen versucht Donna Sophie zu trösten und bietet an, die Hochzeit abzusagen. Sophie reagiert wütend und sagt, sie wolle die Fehler ihrer Mutter vermeiden. Sam versucht, mit Donna über die Hochzeit zu sprechen, und beide erkennen, dass sie immer noch Gefühle füreinander haben. Sophie gesteht Sky ihr Verhalten und bittet ihn um Hilfe, aber er reagiert wütend auf ihre Täuschung....






"Mama Mia" wurde das umsatzstärkste Live-Action-Musical aller Zeiten, bis es 2017 von Bill Condons "Die Schöne und das Biest" übertroffen wurde. Es war auch der umsatzstärkste Film, bei dem eine Frau Regie führte, bis es 2017 von Patty Jenkins' "Wonder Woman" übertroffen wurde. Die Handlung ist äusserst seicht und natürlich sind die Original-ABBA Songs um Lichtjahre besser gesungen. Dennoch ist das Spektakel im Sommerkleid einigermaßen unterhaltsam, auch wenn die prominenten Schauspieler nicht unbedingt für ihre Gesangstalente bekannt sind. Brosnans Gesang wurde von einem Kritiker mit einem "Wasserbüffel", einem verletzten Waschbären" oder mit einem "schreienden Esel" verglichen. 









Bewertung 6,5 von 10 Punkten.  

 


Sonntag, 31. Oktober 2021

Mank


 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: David Fincher

Das Drehbuch von "Citizen Kane"....

"Mank" ist ein Film von David Fincher und damit ist der deutsch-jüdischstämmige Drehbuchautor Herman Mankiewicz (1997 bis 1953) gemeint, dessen jüngerer Bruder Joseph Mankiewicz (wird in Finchers Film von Tom Pelphrey gespielt) ebenfalls im Filmgeschäft war und gleich hintereinander zwei Regieoscars (Ein Brief an drei Frauen, Alles über Eva) gewann. Herman, zwar in New York City geboren, studierte aber an der Columbia University in Berlin. Während dieser Zeit in Deutschland hatte er eine Anstellung bei der "Chicago Tribune". In den USA zurück war er zuerst Theaterkritiker am Broadway und ging wie sein Bruder nach Hollywood. Berühmt wurde er als Drehbuchautor für den vielleicht besten Film aller Zeiten: Orson Welles "Citizen Kane".  Fincher führt sein Publikum zurück in diese Zeit, in der 30er Jahren war zwar die große Depression, doch von der großen Armut im Lande merken die Filmschaffenden nur wenig. Allerdings müssen sie auch durch den Rückgang der Kinozahlen auch mit Gehaltsstreichungen rechnen. Der Autor wird von dem wandlungsfähigen Gary Oldman gespielt, der hier eine der besten Leistungen seiner Karriere abliefert. "Mank" ist in erster Linie ein Film für Cineasten, denn das Thema befasst sich mit der Entstehung dieses fabelhaften Drehbuchs, Anfang der 40er Jahre und führt den Zuschauer in diversen Rückblicken zurück ins Hollywood der 30er. Ein Jahrzehnt, in dem der unbequeme Drehbuchautor Bekanntschaft mit vielen Hollywoodgrößen dieser Zeit macht. So beispielsweise Ben Hecht (Jeff Harms), Chaplin (Craig Robert Young), David O. Selnick (Toby Leonard Moore), Irving Thalberg (Ferdinand Kingsley) und Louis B. Mayer (Arliss Howard). Er lernt auch den einflussreichen Zeitungsverleger William Randolph Hearst (Charles Dance) und dessen Frau, die Schauspielerin Marion Davis (Amanda Seyfried)  kennen. Hearst ist einer der einflussreichsten Zeitungsmenschen, der besitzt die größte Zeitungskette des Landes und zählte in den 30er zu den reichsten Männern der Welt. Hearst wird auch Mankiewicz Hauptvorbild und Hauptinspiration für "Citizen Kane". Da "Mank" schwer alkoholkrank ist, sorgt Orson Welles (Tom Burke), der das noch nicht fertiggestellte Drehbuch des Autors, verfilmen will, für eine ruhige und abgeschiedene Atmosphäre. Ohne seine Frau Sarah (Tuppence Middleton) wird er auf der abgeschiedenen Ranch "North Verde" in Victorville das Skript in 60 Tagen vollenden, unterstützt von der britischen Sekretärin Rita Alexander (Lily Collins) und der Haushälterin und Köchin Freda (Monka Gossman). Gelegentlich schaut auch Produzent John Houseman (Sam Troughton)  vorbei, um zu schauen, dass der Zeitplan von dem unberechenbaren Schreibgenie auch eingehalten wird....






Es war natürlich klar, dass diese Exkursion in eine längst vergangene kinoepoche ein sicherer Kandidat für die Academy Awards werden. Der Netflix Film erhielt 10 Oscarnominierungen: Bester Film, beste Regie David Fincher, bester Darsteller Gary Oldman, beste Kamera Erik Messerschmidt, beste Nebendarstellerin Amanda Seyfried, bestes Szenenbild, Beste Filmmusik, bester Ton, bestes Kostümdesign und bestes MakeUp. Am Ende sprangen duch den Sieg in den Kategorien Kamera und Szenenbild zwei Trophäen heraus. Diese Siege sind auch total gerechtfertigt, denn die Arbeit des Chefkameramanns und der Art Directors Donald Graham Burt und Jan Pascale sind überwältigend. Für das normale Publikum ist die Geschichte vielleicht zu sehr weg vom Kommerzgedanken, es ist in erster Linie ein Film für Leute, die den Film lieben und sich auch ein wenig in der Filmhistory auskennen. Gary Oldman zeigt einmal mehr seine Wandlungsfähigkeit.






Bewertung: 9 von 10 Punkten.