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Dienstag, 11. Juni 2024

Phantom of the Paradise


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Brian de Palma

Der Teufel im Rockpalast...

Noch bevor Regisseur Brian de Palma durch seine Erfolgsfilme wie "Schwarzer Engel", "Carrie", "Dressed to kill" oder "Blow out" zum Nachfolger von Alfred Hitchcock ausgerufen wurde, landete er mit seinem 1974 gedrehten Film "Phantom of the Paradise" eine Flop, der auch gleichzeitig eher schlechte Kritiken bekam.
Die Musik wurde zwar gelobt und so gab es in dieser Kategorie sogar eine Oscar- und eine GoldenGlobeNominierung. Im Laufe der Jahre wurde der Film aber irgendwie neu entdeckt und avancierte zu einem Kultfilm.
Der gefeierte Plattenproduzent Swan (Paul Williams) hört den Singer-Songwriter Winslow Leach (William Finlay), als dieser eine Eigenkomposition spielt, nachdem er einen Auftritt der Nostalgieband Juicy Fruits (Archie Hahn, Jeffrey Comanor, Harold Oblong) im Stil der 50er Jahre gespielt hat, die Swan produziert. Swan glaubt, dass Winslows Musik perfekt ist, um "The Paradise" zu eröffnen – Swans mit Spannung erwartete neue Konzerthalle – und lässt die Kompositionen von seinem rechten Mann Arnold Philbin (Gregory Memolli) stehlen, unter dem Vorwand, Winslow zu produzieren. Einen Monat später geht Winslow zu Swans Death Records, um sich nach seiner Musik zu erkundigen, wird aber rausgeworfen. Er schleicht sich in Swans Privatvilla und beobachtet mehrere Frauen, die seine Musik für ein Vorsingen proben. Eine davon ist Phoenix (Jessica Harper), eine aufstrebende Sängerin, die Winslow für perfekt für seine Musik hält. Nachdem er wieder rausgeworfen wurde, erkennt Winslow Swans Plan, das "Paradise" mit seiner von Swan gestohlenen Musik zu eröffnen. Als Reaktion darauf verkleidet er sich als Frau, um sich einzuschleichen und zu versuchen, mit Swan zu sprechen. Swan lässt Winslow verprügeln und des Drogenhandels beschuldigen. Winslow wird zu einer lebenslangen Haftstrafe im Sing-Sing-Gefängnis verurteilt und seine Zähne werden gezogen und durch Metallzähne ersetzt. Dies ist Teil eines experimentellen Gefangenenprogramms zur Verringerung von Infektionen unter den Insassen, das von der Swan Foundation finanziert wird. Sechs Monate später hört Winslow, dass die Juicy Fruits mit Swans Unterstützung eine mit Spannung erwartete Hitplatte mit seiner Musik aufgenommen haben. Nach einem Nervenzusammenbruch flieht er in einer Lieferkiste aus dem Gefängnis und bricht in das Gebäude von Death Records ein. Ein Wärter erschreckt Winslow, als er gerade die Platten und Pressen zerstört, woraufhin er ausrutscht und mit dem Gesicht voran in eine Plattenpresse fällt, die seine rechte Gesichtshälfte zerquetscht und verbrennt und auch seine Stimmbänder zerstört. Er schafft es gerade noch, aus dem Studio zu entkommen und fällt in den East River, als die Polizei eintrifft. Ein desorientierter und nun deformierter Winslow schleicht sich in die Kostümabteilung des Paradise, zieht einen langen schwarzen Umhang und eine silberne, eulenartige Maske an und wird zum Phantom des Paradise. Er terrorisiert Swan und seine Musiker und tötet beinahe die Beach Bums (ehemals Juicy Fruits, die Doo-Wop gegen Surfmusik eingetauscht haben) mit einer Bombe, während sie eine stark überarbeitete Version von Winslows eigenem Lied Faust spielen. Das Phantom stellt Swan zur Rede, der ihn als Winslow erkennt und dem Komponisten die Möglichkeit bietet, seine Musik auf seine Weise produzieren zu lassen. In einem speziell gebauten Aufnahmestudio stattet Swan das Phantom mit einem elektronischen Stimmapparat aus, mit dem es sprechen und singen kann. Swan bittet Winslow, seine Kantate mit Phoenix als Hauptdarsteller umzuschreiben. Obwohl Winslow zustimmt und einen Vertrag mit Blut unterzeichnet, bricht Swan den Deal, indem er Philbin sagt, dass er für Phoenix einen Ersatz sucht. Das Phantom vollendet Faust und Swan ersetzt Phoenix durch eine pillenschluckende männliche Glam-Rock-Primadonna namens Beef (Gerrit Graham) in der Hauptrolle von Winslows Faust und verbannt Phoenix in den Background. Swan stiehlt die fertige Kantate und sperrt das Phantom im Aufnahmestudio mit einer Ziegelmauer ein. Winslow entkommt und konfrontiert Beef in der Dusche und droht, ihn umzubringen, wenn er jemals wieder seine Musik aufführen würde. Beef versucht zu fliehen, wird aber von Philbin gezwungen, zu bleiben und mit der Band The Undeads (den Juicy Fruits/Beach Bums, die erneut als Glamour/Gothic-Act neu aufgelegt wurden) zu spielen. Während Beef auftritt, schlägt das Phantom, das sich in den Dachsparren versteckt, mit einem Bühnenrequisit auf Beef ein und tötet ihn unter Strom. Entsetzt befiehlt Philbin Phoenix auf die Bühne und sie ist sofort eine Sensation. Swan verführt Phoenix nach der Show in ihrer Garderobe mit dem Versprechen, ein Star zu werden. Als sie geht, wird sie vom Phantom auf das Dach entführt. Das Phantom verrät Phoenix seine wahre Identität und fleht sie an, das Paradies zu verlassen, damit Swan sie nicht auch zerstört. Phoenix erkennt ihn jedoch nicht, glaubt ihm nicht und flieht. In Swans Villa beobachtet das Phantom Swan und Phoenix in enger Umarmung..









Brian de Palma hat sein Horrormusical mit den Versatzstücken von "Faust", "Das Bildnis des Dorian Gray" und "Phantom der Oper" ausgestattet.
Obwohl man eine Wendung in der Handlung erwarten kann, ist es unmöglich zu erraten, wie die nächste Szene aussehen oder welchen Rhythmus sie haben wird. De Palmas Timing ist manchmal mutwillig unvorhersehbar und dämpfend, aber meistens hat es einen Auftrieb durch eine verwegene Wendung. 
 








Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Mission Impossible 1


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Brian de Palma

Verschwörung in Prag...

1996 drehte Brian de Palma mit "Mission impossible" einen seiner erfolgreichsten Kinofilme. Der Actionthriller, der auf der 60er Jahre TV-Serie "Kobra übernehmen sie" basiert spielte insgesamt 457 Millionen Dollar ein und zog bis 2025 insgesamt 7 Nachfolgefilme nach sich. Mit dem beträchtlichen Einspielergebnis landete der "Mission Impossible" Erstling auf Platz 3 der Kinojahrescharts. De Palma hat es verstanden ein fulminantes Actionfeuerwerk zu zünden, dass das Kinopublikum entzückte, obwohl die Szene im Tunnel mit TGV, zwei Kontrahenten auf dem Dach des Zuges und dem ihnen folgenden Helicopter extrem übertrieben war. Wie in viele Spionagestorys ist alles etwas verzwickt und verwirrend. Die beste Szene des Films kommt gleich am Anfang, die in Prag auf einer der 18 Brücken der Stadt spielt. Zuvor wird der Zuschauer Zeuge eines Empfangs in der amerikanischen Botschaft. Dort läuft gerade der gefährliche Auftrag der IMF Agenten unter der Führung vom Teamchef Jim Phelps (Jon Voight), der mit seinen Mitarbeitern Ethan Hunt (Tom Cruise), seiner Frau Claire (Emmanuelle Beart), Sarah Davies (Kristin Scott Thomas), Jack Harmon (Emilio Estevez) und Hannah Williams (Ingeborga Dapkünaite) die Aufgabe hat in den Besitz einer NonOffical Cover Liste zu gelangen, die Decknamen sämtlicher verdeckter IMF-Agenten in Osteuropa enthält.Doch der Einsatz wird zur Katastrophe. Alle Agenten - ausser Ethan Hunt - werden bei diesem Einsatz ermordet. Sein Überleben führt dazu, dass er nun von seinem Vorgesetzten Kittridge (Henry Czerny) als einziger Tatverdächtiger in Frage kommt, weil man schon lange die Vermutung hatte, dass in den Reihen der Impossible Mission Force ein Maulwurf sein muss. Natürlich entzieht sich Ethan Hunt seiner Verhaftung und versucht auf eigene Faust den wahren Verräter in seinen Reihen aufzuspüren. Bald ist auch gewiss, dass Claire Phelps den Anschlag überlebt hat. Gemeinsam mit ihr sucht er Unterstützung bei bei den beiden Ex-Agenten Luther Stikell (Ving Rhames) und Franz Krieger (Jean Reno), nachdem er Kontakt zu "Max" (Vanessa Redgrave), einem Waffenhändler aufgenommen hat, der ebenfalls viel Geld springen lassen will, damit er in die Hände dieser Liste kommt. Bis zum Showdown im TGV auf der Fahrt nach Paris muss Ethan Hunt noch sämtliche Sicherheitsvorkehrungen ausschalten, um ins CIA Hauptquartier in Langley, Virginia zu gelangen...






Die Titelmelodie des Films von Lalo Schifrin wurde von Larry Mullen und Adam Clayton (U2) modernisiert...der Song wurde ein Hit und auch der Soundtrack kann sich sehen lassen. In Deutschland gabs aufgrund der hohen Zuschauerzahl von 3 Millionen die Goldene Leinwand.








Bewertung: 7,5von 10 Punkten. 

Montag, 10. Juli 2023

Fegefeuer der Eitelkeiten


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Brian de Palma

Ausfahrt verpasst...

Unter der Regie von Brian de Palma wurde 1990 der Romanbestseller "Fegefeuer der Eitelkeiten" von Tom Wolfe verfilmt. Eine tragische Geschichte, die dem millionenschweren Wallstreet Broker Sherman McCoy aufgrund einer Autofahrt passiert, bei der er die falsche Ausfahrt nimmt und plötzlich in der nächtlichen Bronx landet.
47 Millionen Dollar Budget ließen die Produzenten des Films springen, um den satirischen Roman auch erfolgreich auf die Leinwand zu bringen. Am Ende spielte de Palmas Film - trotz attraktiver Besetzung - lediglich 15 Millionen Dollar an der Kasse ein. Damit wurde der Film zum ultimativen Flop seines Jahrgangs.
Sherman McCoy (Tom Hanks) ist ein Anleihenhändler an der Wall Street, der Millionen verdient, während er das gute Leben und die sexuellen Gefälligkeiten von Maria Ruskin (Melanie Griffith), einer verheirateten Südstaaten Lady genießt. Shermans hysterische Ehefrau (Kim Catrall) weiß nichts von dieser Liason. Sherman und seine Flamme sind auf dem Rückweg vom Flughafen JFK zu Marias Wohnung, als sie auf der Schnellstraße falsch abbiegen und sich im "Kriegsgebiet" der South Bronx wiederfinden.
Sie werden von zwei schwarzen Jugendlichen angesprochen, nachdem Sherman aus dem Auto gestiegen ist, um einen Reifen von der Straße zu entfernen. Er springt zurück ins Auto, Maria legt den Rückwärtsgang ein, überfährt einen der Jugendlichen und sie fahren davon. Sherman will den Vorfall zunächst der Polizei melden, aber Maria redet ihm das sofort aus, weil sie befürchtet, dass ihre Affäre öffentlich auffliegen würde.
In der Zwischenzeit stößt der alkoholkranke Journalist Peter Fallow (Bruce Willis), der eine Story sucht, um sich bei seinem Redakteur zu revanchieren, auf den Fall der Fahrerflucht als Sammelpunkt für die schwarze Gemeinde, die sich an den jüdischen Bezirksstaatsanwalt Abe Weiss (F. Murray Abrahams) wendet, der sich um die Wiederwahl zum Bezirksstaatsanwalt der Bronx bemüht. Laut Richter Leonard White (Morgan Freeman) enden fast alle von Staatsanwalt Weiss' Strafverfolgungen mit schwarzen und puertoricanischen Angeklagten, die ins Gefängnis gehen, und Weiss sucht einen weißen Angeklagten, um die Minderheitengemeinschaft davon zu überzeugen, dass er es wert ist, wiedergewählt zu werden.
Weiss erkennt, dass es für die Presse interessant ist, den unbedarften Sherman, der als Besitzer des Wagens entdeckt wurde und daher als Fahrer der Fahrerflucht gilt, strafrechtlich zu verfolgen, um das Image eines Rächers für die Minderheiten zu pflegen und zum Bürgermeister von New York City aufzusteigen. Während Sherman in die Knie gezwungen wird, spaltet sich New York City in verschiedene Fraktionen auf, die den Fall für ihre eigenen zynischen Zwecke nutzen. Dann steht Sherman alleine da...



Tom Hanks war damals noch nicht der große Superstar und zweifache Oscargewinner. Sein Gesicht war also noch dementsprechend unverbraucht, auch wenn er schon einige Filmerfolge wie beispielsweise "Splash" oder "Meine teuflischen Nachbarn" vorweisen konnte. Dennoch wirkt er irgendwie in der Rolle des aalglatten, aroganten Börsentyps etwas fehlbesetzt und Bruce Willis spielt die Rolle auch zu überzogen, was aber nicht nur für ihn gilt, sondern auch für andere Darsteller. So ist Melanie Griffith auch sehr nahe einer Karikatur, was eigentlich schade ist, denn Satire funktioniert doch noch besser, wenn man die Figuren nicht so grob und offensichtlich überzogen darstellt. Die Grundideen sind klasse, aber hier ist wirklich viel schief gegangen. Schade, denn Brian de Palma ist für mich nach wie vor ein großer Filmemacher. Diesen Film mag ich aber aufgrund der viel zu viel verschenkten Möglichkeiten nicht besonders.




Bewertung: 6 von 10 Punkten. 

Montag, 25. Februar 2019

Scarface

























Regie. Brian de Palma

Tony Montana...

Brian de Palma widmete seinen 1983 entstandenen Gangsterfilm "Scarface" Howard Hawks und Ben Hecht. Howard Hawks war Regisseur und Ben Hecht der Drehbuchschreibers des legendären Originalfilms "Scarface - The Shame of the Nation" aus dem Jahr 1932, der während der Zeit der Prohibition spielte. de Palmas schwierige Aufgabe bestand darin seinem Remake einen eigenen Stempel aufzudrücken und in die heutige Zeit zu legen. Beides ist ihm am Ende mit Bravour gelungen.
Filmkritiker Roger Ebert war sofort begeistert und sprach von eiem "Great Movie". Er meinte de Palma und seinme Drehbuchautor Oliver Stone wäre es gelungen die üblichen Klischees aus Verbrecherfilmen zu vermeiden, weil sie einfach Leute zeigen, die kriminell sind. Die vorherrschende Stimmung des 80er Jahre Scarface ist auch sehr düster und trostlos und beschreibt Menschen, die aufsteigen und auch tief fallen. Alles angesiedelt im Verbrechermilieu und es sind Menschen, die auch keinerlei Skrupel haben einen Mord zu begehen.
Bei der oscarverleihung wurde der Film, der inzwischen selbst zum Klassiker und zum Teil der Popkultur aufstieg, weitestgehend ignoriert. Immerhin lief es aber bei der Golden Globe Verleihung etwas besser. Da wurde Hauptdarsteller Al Pacino und Nebendarsteller Steven Bauer nominiert und auch die Filmmusik von Giorgio Moroder wurde in der Kategorie "Best Original Score"  vorgeschlagen.
Moroders Soundtrack erinnert an die kühlen Varianten aus den John Carpenter Filmen und gibt dem Film zusätzlich ein Stück mehr von dieser unnahbaren Aura. Keine der Filmfiguren stellt eine Sympathiefigur dar, am allerwenigsten der über Leichen gehende Tony Montana, der zu einem der besten Darstellungen seines Schauspielers Al Pacino wurde. Dieser Tony erreicht 1980 mit vielen anderen kubanischen Flüchtlingen amerikanischen Boden in Miami. Gemeinsam mit seinen Freunden Manny Ribera (Steven Bauer), Angel (Pepe Serna) und Chi Chi (Angel Salazar) werden sie von der Ausländerbehörde über ihre Vergangenheit ausgefragt, denn man geht davon aus, dass die meisten dieser Flüchtlinge eine kriminelle Karriere hinter sich haben. Zunächst werden diese Menschen in Flüchtlingscamps untergebracht, doch dann ergibt sich die Chance durch einen Auftragsmord an einem Politiker, der dort ebenfalls wartet. Ohne zu zögern wird der Mann von Tony und Manny umgebracht. Dies verhilft ihm zu einem Job bei dem undurchsichtigen Omar Suarez (F. Murray Abrahams), der für den Gangsterboss Frank Lopez (Robert Loggia) arbeitet. Doch bei diesem ersten Auftrag - einem Drogendeal mit Kolumbianern - kommt es zur blutigen Auseinandersetzung. Tonys Freund Angel wird mit der Motorsäge hingerichtet, im letzten Augenblick gewinnt Tony die Oberhand und nimmt blutige Rache an den Mördern. Da er sowohl Geld als auch die Drogen rettet, bringt ihm dies großen Respekt bei Frank ein, der ihn daraufhin zu sich einlädt. Bei dieser Gelegenheit trifft er auch auf Franks launische Geliebte Elvira Hancock (Michelle Pfefifer), die er sofort begeht. Er stattet auch einen Besuch bei seiner Mutter (Miriam Colon) ab und trifft dabei wieder auf seine jüngere Schwester Gina (Mary Elizabeth Mastrantonio), die ihren Bruder abgöttisch liebt. Die Mutter ist nicht nur skeptisch und in dem Moment, in dem Tony seiner Familie 1.000 Dollar als Geschenk auf den Tisch knallt, wirft diese ihn aus dem Haus. Sie ist sich sicher, dass es Geld von einem Auftragsmord ist. Mütter kennen ihre Söhne. Tony hat aber nun vor ein ganz Großer unter den Gangstern zu werden. Das Treffen mit Alejandro Sosa (Paul Shenar) aus Bolivien weitet seine Macht aus, doch Frank erfährt von den Tonys Annäherungsversuchen an seiner Braut. Er heuert Killer auf Tony an...




 


Natürlich überlebt er und rächt sich. In der Folge wird er zum Gangsterboss, der mit Politik und Banken seinen Reichtum vergrößert, dabei aber immer ein totaler Proleth bleibt. Elvira, inzwischen Ehefrau, ist unzufrieden und unglücklich, lediglich die Drogen halten die beiden beieinander. Durch sein Machtgehabe setzt er auch die Freundschaft mit Manny aufs Spiel, der heimlich Tonys Schwester schöne Augen macht. Und dies führt bei Entdeckung natürlich zur rasenden Eifersucht. Damit folgt das Remake auch dem Originalfilm, doch de Palma ist natürlich auch ein Freund von drastischen Szenen und Bildern. Im Jahr 1983 war der Regisseur auf dem Höhepunkt seines Schaffens angelangt. Mit "Carrie" im Jahr 1976 begann einen Phase mit großartigen Arbeiten wie  "Teufelskreis Alpha", "Dressed to kill" und  "Blow out", die alle zu den Meisterwerken de Palmas zählen. So auch "Scarface", der zwar ein echtes Gangsterepos wurde, aber auch ein typischer de Palma Film aufgrund seiner Filmsprache bleibt.
Viele szenen blieben wegen der ultimativen Härte lange im Gedächtnis. So die Szene in diesem Appartment, wo der Drogenhändler Hector (Al Israel) zur Kettensäge greift. Auch die Exekution von Omar im Hubschrauber ist drastisch genug, um den Film auf den Index zu setzen.
Extreme Gewalt, Drogenkonsum en masse und die harte Sprache sorgten in Amerika für Zensur. Und so gabs den Film jahrelang nur geschnitten zu sehen. Der Regisseur selbst hat sich immer geweigert sein Gangsterepos zu entschärfen.
An der Kinokasse war der Film mit einem weltweiten Einspielergebnis von 65,9 Millionen Dollar sehr erfolgreich, es war einer von de Palmas größten Kassenhits. Inzwischen kann man den Film wieder ungekürzt genießen und zweifelsohne ist der Film damit immer noch sehr wuchtig und gewalttätig. Aber er ist auch einer der besten Arbeiten in seinem Genre und wird auch von Regiekollegen wie Martin Scorsese als Meisterwerk geprießen. Im Laufe der Zeit wurde Tony Montana - Scarface - zum Idol der Rap- und HipHop Fans.







Bewertung: 10 von 10 Punkten.