Regie: Hayao Miyazaki
Laputa...
Das Schloß im Himmel" (Laputa: Castle in the Sky) aus dem Jahr 1986 ist der erste Film, der von Studio Ghibli animiert wurde. Regie führte Hayao Miyazaki, der zu dieser Zeit bereits durch seine Zeichentrickfilme "Das Schloß des Cagliostro", und "Nausikaa aus dem Tal der Winde" einen Namen gemacht hatte. Im Film werden die Waisen Sheeta und Pazu von der Regierungsagentin Muska, dem Militär und einer Piratenbande verfolgt. Sie suchen Sheetas Kristallkette, den Schlüssel zu Laputa, einem legendären fliegenden Schloss voller fortschrittlicher Technologie - für diesen Film wurden 69.262 Bilder gezeichnet und 381 verschiedene Farben benutzt. Die Insel Laputa dient dazu, das Thema Umweltschutz hervorzuheben und die Beziehungen zwischen Mensch, Natur und Technologie zu erforschen – ein Spiegelbild von Miyazakis ökologischer Philosophie. Die jungen Protagonisten bieten zudem eine einzigartige Perspektive auf die Erzählung, da Miyazaki in seinem Werk die Ehrlichkeit und Güte von Kindern darstellen wollte. Viele Aspekte des retrofuturistischen Stils des Films – insbesondere die Flugmaschinen – sind von Ansätzen des 19. Jahrhunderts beeinflusst, manchmal fühlt man sich an die Phantasiewelt von Jules Verne erinnert. Der Film kam am 2. August 1986 in die japanischen Kinos. An den Kinokassen blieb er hinter den Erwartungen zurück, konnte aber durch Wiederaufführungen später kommerziellen Erfolg erzielen und spielte bis 2021 über 157 Millionen US-Dollar ein. Ein Luftschiff mit der von Regierungsagentin Muska entführten Waisenfrau Sheeta wird von der Luftpiratin Dora und ihrer Bande angegriffen, die es auf Sheetas Kristallkette abgesehen haben. Bei dem Versuch zu fliehen, stürzt Sheeta aus dem Luftschiff, wird aber durch die Magie des nun leuchtenden Kristalls gerettet, der sie sanft absenkt. Pazu, ein Waisenjunge, der im 19. Jahrhundert in einer Minenstadt als Mechaniker arbeitet, findet Sheeta und nimmt sie mit zu sich nach Hause, damit sie sich erholen kann. Am nächsten Morgen zeigt Pazu Sheeta ein Foto, das sein Vater von Laputa gemacht hat, einem mythischen Schloss auf einer fliegenden Insel, nach dem Pazu nun sucht. Kurz darauf treffen Doras Bande und Muskas Soldaten ein, um nach Sheeta zu suchen. Pazu und Sheeta werden durch die Stadt gejagt und stürzen in einen Minenschacht, werden aber erneut vom Kristall gerettet. In den Stollen treffen sie auf Onkel Pom, der ihnen Vorkommen des leuchtenden Minerals Ätherium zeigt – demselben Material wie Sheetas Kristall. Sheeta enthüllt Pazu ihren geheimen Namen, der sie mit Laputa verbindet und damit die Wahrheit des Mythos beweist. Die Armee nimmt die beiden gefangen und sperrt sie in eine Festung. Muska zeigt Sheeta einen vom Himmel gefallenen, toten Roboter mit demselben Symbol wie Sheetas Kristall und gibt sich als Thronerbin von Laputa zu erkennen. Muska lässt Pazu frei, wenn Sheeta die Armee nach Laputa führt. Zurück in der Festung wird Pazu von Doras Bande gefangen genommen, die den Kristall aus der Festung holen will. Pazu schließt sich der Bande an, um Sheeta zu retten. In der Festung spricht Sheeta einen alten Spruch ihrer Großmutter und aktiviert so unabsichtlich die Magie des Kristalls, wodurch der Roboter wieder zum Leben erweckt wird. Der Roboter beschützt Sheeta vor der Armee und zerstört die Festung mit ihren Waffen, wird aber schließlich vom Militärluftschiff Goliath vernichtet. Im Chaos befreien Pazu und Dora Sheeta. Sheetas Kristall bleibt jedoch zurück, seine Magie ist noch immer aktiv, sodass Muska ihn zur Navigation nach Laputa nutzen kann. Sheeta, die die Richtung des Kristalls gesehen hat und nun nach Laputa navigieren kann, hilft Pazu, Dora zu überzeugen, sie dorthin zu bringen, im Gegenzug für eine vorübergehende Mitarbeit in ihrer Crew. In der Nacht halten Sheeta und Pazu vom Krähennest aus Wache, als Goliath plötzlich Doras Luftschiff angreift. Dora trennt das Krähennest ab, das gleichzeitig als Gleiter dient und mit einer Leine am Schiff befestigt ist. Pazu entdeckt einen gewaltigen Sturm, in dem er glaubt, seinen Vater Laputa gesehen zu haben. Dora versucht, in die Wolken zu steuern, wird aber von heftigen Winden daran gehindert. Goliath zerstört das Luftschiff und durchtrennt die Leine, die es mit dem Gleiter verbindet. Sheeta und Pazu durchqueren das turbulente Gewitter.Sie landen sicher auf Laputa, das sie bis auf einige Tiere und einen friedlichen Roboter verlassen vorfinden....
Mit einer Erzählweise, die ebenso reichhaltig und brillant ist wie ihre Animation, verkörpert ‚Das Schloss im Himmel‘ auf mitreißende Weise die einzigartigen Stärken von Studio Ghibli. Es herrscht eine opulente Fantasie und die Optik ist wunderbar und stimmungsvoll. Der Einsatz der Farben kann man als vorbildlich bezeichnen.


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