Sonntag, 12. Oktober 2025

Drachenzähmen leicht gemacht (2025)


 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Dean de Blois

Hicks und sein Drache..

Der Dreamworks Animationshit "How to train a Dragon" aus dem Jahr 2010 war mit einem Umsatz von 495 Millionen Dollar ein riesiger Kinohit und lag im Kinojahr 2010 auf dem 10. Rang der erfolgreichsten Filme des Jahres. Regie führten Chris Sanders und Dean de Blois gemeinsam. Die Realverfilmung des Films erfolgte 15 jahre spöter. Auch hier führte deBlois Regie und hat auch das Drehbuch dazu geschrieben. Die Geschichte ist gut und basiert lose auf dem Roman von Cressida Cowell aus dem Jahr 2003. Große Veränderungen zwischen den beiden Filmen sind nicht zu erkennen. Die Realverfilmung spielte weltweit 635 Millionen Dollar ein und damit ebenfalls Top10 des Jahres sowie der zweiterfolgreichste Realfilm/Animationsfilm- Hybrid der Filmgeschichte.  Das Wikingerdorf Berk wird häufig von Drachen angegriffen, die Vieh stehlen und die Dorfbewohner gefährden. Hicks der Schreckliche Schellfisch III. (Mason Thames), der 16-jährige Sohn von Häuptling Haudrauf dem Gewaltigen (Gerard Butler) , versucht, mechanische Geräte zu konstruieren, um seine körperlichen Schwächen zu überwinden. Während eines Drachenangriffs schießt Hicks einen seltenen Drachen namens Nachtschatten mit einem Bolaswerfer ab, doch man glaubt ihm nicht. Hicks schwört, sich zu beweisen, und sucht den Drachen, um ihn zu töten. Als er den Drachen hilflos und verwundet sieht, lässt er ihn voller Mitgefühl frei. Zu Hicks‘ Überraschung verschont der wütende Drache sein Leben. In der Zwischenzeit versammelt Haudrauf seine Flotte, um das Drachennest zu zerstören. Bevor er geht, befolgt Haudrauf den Rat seines besten Freundes und Hicks-Mentors, des örtlichen Schmieds Grobian der Rülpser (Nick Frost) , und meldet Hicks in einem Drachenkampfkurs mit anderen Jugendlichen aus der Gegend an: Fischbein Ingerman (Julian Dennison), Rotzbakke Jorgenson (Gabriel Howell), den Thorston-Zwillingen Raffnuss (Bronwyn James) und Taffnuss (Harry Trevaldwyn) und Hicks' Schwarm Astrid Hofferson (Nico Parker). Hicks wird von seinen Mitschülern verspottet und hat Schwierigkeiten im Unterricht. Als er in den Wald zurückkehrt, findet er Nachtschatten in einer Bucht gefangen. Er kann nicht fliegen, weil Hicks' Bolas die Hälfte seiner Schwanzflosse abgetrennt haben. Hicks freundet sich mit dem Drachen an und nennt ihn "Ohnezahn“ wegen seiner einziehbaren Zähne. Er baut ein Geschirr, einen Sattel und eine künstliche Flosse, sodass Ohnezahn fliegen kann, während Hicks auf seinem Rücken reitet und ihn führt. Hicks erfährt von Ohnezahn auch etwas über das Verhalten von Drachen, was es ihm ermöglicht, die gefangenen Trainingsdrachen zu unterwerfen. Damit beeindruckt er die Dorfbewohner, weckt aber Astrids Misstrauen. Unterdessen wird Haudraufs Flotte auf der Suche nach dem Nest beschädigt und er kehrt nach Berk zurück. Als er erfährt, dass er für seine Abschlussprüfung einen Drachen töten muss, versucht Hicks mit Ohnezahn zu fliehen, doch Astrid entdeckt sie. Hicks nimmt sie mit auf einen Flug, um ihr Ohnezahns Freundlichkeit zu zeigen. Während des Fluges wird Ohnezahn zu einem Drachennest gezogen, wo ein gigantischer Drache, der Rote Tod, kleineren Drachen befiehlt, ihn zu füttern, um nicht selbst gefressen zu werden. Als Astrid erkennt, dass die Drachen Berk angreifen, um zu überleben, will sie die Dorfbewohner informieren, doch Hicks rät ihr davon ab, um Ohnezahn zu schützen.... 









Dean DeBlois hat dieses Realfilm-Remake mit liebevoller Treue zum Zeichentrickfilmklassiker gestaltet, auch wenn letzterer die stärkere magische Wirkung hat. Somit kann sich das Ergebnis sehen lassen, es ist sogar stellenweise berauschend, wenn auch etwas mechanisch. In Deutschland kauften ca. 1,5 Millionen Menschen eine Kinokarte. 








Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

Borsalino & Co.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Jacques Deray

Siffredis Rache...

Obwohl 1.7 Millionen verkaufte Kinokarten in Frankreich für einen Erfolg stehen, waren die Produzenten von "Borsalino & Co." doch eher enttäuscht. Denn der Vorgänger "Borsalino" aus dem Jahr 1970 schaffte 3 Millionen Kinozuschauer mehr. In diesem ersten Teils endete die Geschichte mit dem Filmtod von Jean Paul Belmondo, dem Partner von Alain Delon. Im Sequel "Borsalino & Co." rächt sich Delon für den Tod seines Freundes, der für ihn wie ein Bruder war. Beide Filme wurden von Jacques Deray inszeniert.  Roch Siffredi (Alain Delon), ein bekannter Gangster im Marseille der 1930er Jahre, erfährt, dass der Mord an seinem Partner und besten Freund Capella (Belmondo) von Volpone (Ricchardo Cucciola), einem Neuankömmling in der Stadt, angeordnet wurde. Aus Rache tötet er Volpones Bruder, indem er ihn aus einem fahrenden Zug wirft. Ein Bandenkrieg bricht aus. Volpones Männer gewinnen, nehmen Siffredi gefangen und stecken seine Geliebte Lola (Catherine Rouvel) in ein Bordell. Siffredi wird von der Bande gedemütigt, indem sie ihn zu einem alkoholkranken Wrack macht und in eine psychiatrische Klinik einsperrt. Von Fernand (Lionel Vitrant), dem einzigen anderen Überlebenden der Bande gerettet, flieht er mit dem Boot nach Italien. In Marseille zurückgelassen, wird Volpone von der Regierung Nazi-Deutschlands unterstützt und hat die Polizei in der Tasche. Drei Jahre später ist Siffredi wieder gesund, hat etwas Geld verdient und eine neue Bande gegründet. Nach ihrer Rückkehr nach Marseille befreien sie Lola aus dem Bordell und eliminieren in einem neuen Krieg die meisten von Volpones Männern. Siffredi nimmt Volpones rechte Hand und den vor ihm katzbuckelnden Polizeikommissar gefangen, macht die beiden sturzbetrunken und ruft Journalisten herbei, um das schändliche Schauspiel publik zu machen. Ein neuer Polizeikommissar beschließt, Siffredi die Arbeit zu Ende führen zu lassen. Als Volpone versucht, nach Deutschland zu fliehen, nimmt Siffredi ihn im Zug gefangen und stopft ihn in den Feuerraum der Lokomotive. Da er in Marseille nicht noch einmal von vorne anfangen will, nimmt er mit Lola und seiner Bande ein Schiff in Richtung USA...






Obwohl das Duett Belmondo/Delon mehr Erfolg hatte als der Alleingang von Alain Delon ist die Fortsetzung in keiner Weise schlechter. Im Gegenteil: Statt Buddy Movie gibt es Delon wie die Fans ihn lieben - eiskalt, zynisch und pessimistisch. Der hier ausgetragene Gangsterkrieg im Marseille der 30er Jahre kann auch als Spiegelbild von Machtwechsel angesehen werden. 







Bewertung: 7,5 von 10 Punkten, 

Dienstag, 30. September 2025

Spur der Gewalt


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Peter Hyams

Kaputte Cops...

"Busting" oder "Spur der Gewalt" ist ein eher unbekannter Film von Peter Hyams, der durch Filme wie "Unternehmen Capricorn", "Outland", "Presidio", "Time Cop", "Sudden Death", "Narrow Margin", "Ein Richter sieht rot", "2010..das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen" oder "Das Relikt" inszenierte. In "Spur der Gewalt" spielen Elliot Gould und Robert Blake zwei Polizisen des LAPD, die meistens nicht nach Vorschrift arbeiten und auch gerne Regeln ausser Acht lassen. Der Film diente imemrhin als Inspiration für die TV-Erfolgsserie "Starsky and Hutch", die 1975 startete und in der, wie auch in diesem Film, Antonio Fargas mitspielte.  Keneely (Elliot Gould) und Farrell (Robert Blake)sind Detectives der Sittenpolizei des Los Angeles Police Department (LAPD). Obwohl sie großes Talent für die Zerschlagung von Prostitutions- und Drogenringen zeigen, werden viele dieser Unternehmen vom Gangsterboss Carl Rizzo (Allen Garfield) geschützt, der seinen Einfluss in der ganzen Stadt und im LAPD geltend macht. Beweise werden vor Gericht gefälscht, Kollegen weigern sich, bei der Polizeiarbeit zu helfen, und die Detectives werden dazu gedrängt, andere Fälle zu verfolgen – meist Observationen von Schwulenbars und öffentlichen Toiletten. Nach der Konfrontation mit Rizzo werden Keneely und Farrell bei der Untersuchung einer seiner Prostituierten brutal zusammengeschlagen. Frustriert, aber ohne rechtliche Möglichkeiten, schikanieren sie nun  Rizzo und seine Lokale, vertreiben Kunden und verfolgen seine Familie durch die Stadt. Bald darauf wird Rizzo wegen einer Herzerkrankung ins Krankenhaus eingeliefert. Als Keneely und Farrell feststellen, dass er auch bei einem früheren Drogenverkauf einen medizinischen Notfall als Alibi benutzt hat, machen sie sich auf den Weg zum Krankenhaus und entdecken, dass dort, versteckt in Blumentöpfen, Drogen den Besitzer wechseln. Rizzo entkommt in einem Krankenwagen, während Keneely und Farrell in einem anderen die Verfolgung aufnehmen. Die Verfolgung endet mit einem Unfall beider Krankenwagen. Obwohl Keneely Rizzo mit vorgehaltener Waffe bedroht, lacht Rizzo, die Beweise gegen ihn seien Indizienbeweise – und würden bestenfalls zu einer milden Strafe führen. Der Film endet mit einem Standbild von Keneelys Gesicht, als Rizzo ihn zum Schießen herausfordert. Im Off bewirbt sich Keneely bei einer Arbeitsvermittlung und behauptet, er wisse nicht, warum er seinen Job beim LAPD aufgegeben habe – und kommt schließlich zu dem Schluss, er brauche "eine Veränderung“...









Wer ein Faible für politisch nicht ganz korrekte Polizeifilme aus den 70ern hat, der wird bei diesem Film sicherlich auf seine Kosten kommen. Zum echten Klassiker fehlt natürlich die Tiefe, denn die Desillusionierung der beiden Hauptfiguren kommt zu kurz. Deren persönliche Geschichte wird ausgelassen. Viele Fragen über diese beiden Rebellen bleiben im Dunkel. 








Bewertung. 7 von 10 Punkten.