Regie: Keishi Otomo
Die Wanderschaft des Himura Kenshin...
Keishi Ōtomo ist der
Regisseur des 2012 realisierten "Rurouni Keshin", der durch seine Manga- und
Animeherkunft eine neue hochmoderne Variante des klassischen Samuraifilms zu
bieten hat. Auffälligstes Merkmal ist der blutjunge Held, der bereits vor 10
Jahren als grausamer Killer Battosai in vielen Schlachten unzählige Menschen
abgeschlachtet hat. Damals war er noch ein Teenager, aber auch heute - im Japan
des des Jahres 1878 - sieht er noch wie ein Popstar aus.
Es sind die Jahre des
Umbruchs in Japan. Die Samurai Kaste ist dem Untergang geweiht, denn nach
jahrhundertelanger Isolation öffnet sich das Land dem Westen. Auch Battosai
(Takeru Satoh) hat sich verändert, er hat seine brutale und gewalttätige Zeit
hinter sich gelassen und nennt sich nun Kenshin Himura und wandert durch das
Land auf der Suche nach dem inneren Frieden. Aufgrund seiner Vergangenheit nutzt
er seine sehr exzellenten Schwertkampffähigkeiten nur noch, um die Unschuldigen
und Schwachen zu beschützen. Er muss sein Können jedoch früher wieder einsetzen
als er es erwartet, denn in Tokio treibt sich seit geraumer Zeit ein grausamer
Mörder herum, der unter Kenshins altem Namen wahllos Menschen abschlachtet und
exekutiert. Als er von der jungen idealistischen Kaoru Kamiya (Erni
Takei) (gebeten wird, die Schule ihres verstorbenen Vaters vor den
Übergriffen gemeiner Banden zu bewahren, muss Kenshin Farbe bekennen und das
tun, was er am besten kann: kämpfen. Er muss sich nicht nur mit ziemlich
lebendigen Geistern aus der Vergangenheit anlegen, sein größter Feind ist ein
fieser und völlig durchgeknallter Drogenbaron (Teruyuki
Kagawa)...
Hier handelt es sich um die
Realverfilmung eines ehr beliebten Manga, dass sich auf fiktive Ereignisse
während er frühen Meji Zeit in Japan bezieht und hat bereits über 60 Millionen
Dollar an der Kasse eingespielt. Der beinahe schon poppig wirkende Samuraifilm
verfügt über einen fulminanten Anfang, schwächelt ein bissel im Mittelteil -
vielleicht zuviel Romantik - und steigert sich im Finish noch einmal gewaltig.
Insgesamt ein sehr moderner jugendlicher Film, der trotz aller Neuerungen die
Tradition des Genres wieder aufleben lässt und auch gute Bilder präsentiert. Ein
guter Vertreter des asiatischen Abenteuerfilm mit historischem Einschlag.
Bewertung: 7 von 10 Punkten.
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