Freitag, 13. September 2013

Shiri

Regie: Kang Je-gyn

Terroristen für die Wiedervereinigung...

Kang Je- gyu heißt der Regisseur von "Shiri" des ersten südkoreanischen Actionreißers im Stile Hollywoods, inszeniert wurde der Kassenschlager 1999 und brachte dem Filmemacher auch international großes Lob ein. Einige Jahre später drehte er dann auch den noch bekannteren Kriegsfilm "Brotherhood", der sehr oft mit Spielbergs "Der Soldat James Ryan" verglichen wird Der Name "Shiri" bezieht sich auf einen Süßwasserfisch, der im koreanischen Territorium lebt und insofern nie weiß, ob er sich gerade in Nordkorea oder Südkorea befindet . Überhaupt spielt der Vergleich mit Fischen in diesem Film eine große Rolle. Paare von einer dieser Arten trennen sich niemals mehr, wenn einer der beiden stirbt, dann ist auch der andere nicht mehr lebensfähig. Zumindest erzählt die junge Fisch - und Aquariumbesitzerin Yi Myung-hyon (Kim Yoon-jin) ihrem Verlobten Yu Jong-won (Han Suk-kyu) davon, der bei der Polizei als Ermittler tätig ist. Der Job belastet ihn, denn er ist gemeinsam mit seinem Freund Lee Jang-gil (Song Kang-ho) auf einen sehr gefährlichen Fall angesetzt. Er soll dabei die Mörder hochrangiger südkoreanischer Politiker und Wirtschaftsbossen suchen. Hauptverdächtige ist die nordkoreanische Agentin Lee Bang-He, ehemalige Soldatin, die unter brutalsten Bedingungen mit anderen ihrer Kameraden zu Spionen ausgebildet wurde. Von ihrem Vorgesetzten Mu-young Park (Min-sik Choi) wurde ihr befohlen in Südkorea unterzutauchen, um dort in aller Ruhe mit ihrem Scharfschützgewehr auf Aufträge zu warten und dann dementsprechend auszuführen. Der Fall wird immer brisanter, da die Ermittler glauben, dass in der nächsten Zeit große Anschläge geplant sind. Es ist daher ein Wettlauf mit der Zeit. Zudem wird den beiden Cops bald klar, dass in ihren eigenen Reihen ein Verräter agiert...

Das hört sich zwar sehr konventionell, aber auch spannend an und das ist es dann auch. Die Actionszenen sind jetzt nicht alle so ganz auf Hochglanz getrimmt, da geben die späteren Filme aus diesem extrem aufstrebenden und äusserst interessanten Filmland inzwischen einiges mehr her. Auch fiel mir manch ein nicht ganz geglückter Schnitt auf - das kann aber auch an Kürzungen liegen, die in Deutschland vorgenommen sind. Aber sonst kann der Film in vielen Kategorien punkten. Eine besondere Spannung gelingt mit der Einflechtung der Liebesgeschichte, die nicht wie in vielen Fällen üblich, eher das Tempo verlangsamt, sondern hier eine besondere Dynamik und Dramatik entstehen lässt.

Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

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