Freitag, 13. September 2013

The Berlin File





















Regie: Ryoo Seung-Wan

Spion in Berlin...

Berlin, die ehemals geteilte Stadt, ist Schauplatz des südkoreanischen Agententhrillers "The Berlin File" des Regisseurs Ryoo Seung-Wan aus dem Jahr 2012. In der Heimat war der Film mit 7 Millionen Zuschauern ein großer Erfolg für diesen Agentenfilm, bei dem sich Nord- und Südkoreaner gegenüber stehen wie in den besten Zeiten des Kalten Krieges. Der Film erzählt die Geschichte des nordkoreanischen Topagenten Jong-seong (Ha Jung-Woo), der seit vielen Jahren mit seiner Frau Jung-he (Jeon Ji-hyun), Dolmetscherin an der Botschaft, unendeckt in Berlin lebt und von dort aus clever für sein Land spioniert. Nach einem missglückten illegalen Waffendeal wird leider auch die südkoreanische Gegenseite auf seine Aktivitäten aufmerksam und heftet sich auf seine Fersen. Ausserdem wird es immer mehr ersichtlich, dass es in den nordkoreanischen Reihen einen Überläufer geben muss. Ist es vielleicht sogar seine Frau ? Dies wird vermutet und so muss sich der Agent auch von seinen eigenen Kollegen in Acht nehmen. Denn er bemerkt, dass man ihn dort fallen lässt. Es wird sogar von der Regierung Nordkoreas ein Profikiller (Seung-beom Ryo) nach Berlin geschickt um dort wieder aufzuräumen. Auch Südkorea hat gute Auftragsmörder im Angebot (Suk-Kyu Han). Für Jong-Sun und seine Frau beginnt ein Wettlauf mit der Zeit...

Der Film wirkt ein bissel wie eine asiatische Ausgabe vom Bounre Ultimatium und hat mit Berlin eine interessante Location zu bieten. Der Film liefert nette Unterhaltung, hat aber vielleicht die Schwäche, dass er keine markanten Akzente zu setzen weiß. So hat man die Geschichte nach einigen Tagen weitestgehend wieder vergessen, der mangelnde Erinnerungswert an die Handlung lässt ein bisschen erkennen, dass hier leider nur Durchschnittsware entstanden ist. Ein Klassiker des jungen südkoreanischen Kinos kann ich da leider nicht erkennen.

Bewertung: 6 von 10 Punkten. 

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