Montag, 12. Oktober 2026

Der Aussenseiter















Regie: Jacques Deray

Ein Kommissar sieht rot...

Das "Lexikon des internationalen Films" schrieb in seiner Kritik für den Belmondo Film "Der Aussenseiter" (Original: Le Marginal" aus dem Jahr 1983 eine eher vernichtende Kritik, aufgrund der "Propagierung für Gewalt und Selbstjustiz sowie für eine hemmungslose Artikulation von Vorurteilen", was sicherlich stimmt. Ausländer und Homosexuelle werden einseitig dargestellt, die Methoden der Polizisten sind aggressiv, sie schrecken vor körperlicher Gewalt bei ihren Verhören nicht zurück - doch mit diesem Film erreichte Belmondo seinen Kommerziellen Höhepunkt. Insgesamt sahen 5,5 Millionen Franzosen den Film im Kino, damit wurde er nach "Die Götter müssen verrückt sein" und "Ein mörderischer Sommer" der dritterfolgreichste Film des Jahres. Bereits die vorherigen Filme "Der Windhund" (3,9 Millionen Zuschauer), "Der Profi" (5,2 Millionen) und "Das Ass der Asse" (5,5 Millionen) waren kommerzielle Blockbuster.  Kommissar Philippe Jordan (Jean Paul Belmondo) ist ein Polizist mit unkonventionellen Methoden. Aufgrund seiner oft fragwürdigen Taktiken ist er sowohl seinen Vorgesetzten als auch den von ihm Verfolgten ein Dorn im Auge, aber dennoch äußerst effektiv. Kürzlich nach Marseille versetzt, ist er fest entschlossen, Sauveur Mecacci (Henry Silva), einen berüchtigten Pädophilen und einen der Paten der French Connection, zu Fall zu bringen, gegen den Jordan einen tiefen Groll hegt. Nach einer Hubschrauberjagd, von der er auf ein Boot springt, beschlagnahmt er zweihundert Kilo Heroin und wirft es ins Meer. Zur Strafe wird Jordan versetzt, nachdem in seinem Wohnzimmer die Leiche eines Informanten gefunden wurde, um ihn zu kompromittieren. Daraufhin landet er in einer Pariser Polizeiwache , genauer gesagt in der s.g. "Besenkammer",  wo  er mit Inspektor Rojinski (Pierre Vernier), einem seiner Freunde von dort, zusammenarbeitet. Jordan verfolgt weiterhin sein Ziel: Mecacci zu überführen. Er lässt nichts unversucht, um Beweise gegen ihn zu sammeln. Er verkehrt in den zwielichtigsten Etablissements der Hauptstadt und freundet sich mit Livia Dolores Maria (Carlos Sotto Mayor) an, einer Prostituierten, die er gegen einige Kollegenverteidigt, die sie für ihr Schweigen beim Verhör kritisieren. Außerdem wendet er sich an alte Bekannte  : Francis Pierron (Tcheky Karyo), Besitzer eines Boxstudios und Betreiber eines Spielautomatengeschäfts und Ton Ton (Maurice Barrier) ,den er hinter Gitter gebracht hat und der unter der Bedingung, dass Jordan seine Tochter aus dem besetzten Bordell befreit, Informationen preisgibt. So gelingt es Jordan , "Freddy den Chemiker" (Michel Robin), einen ehemaligen Komplizen Mecaccis, aufzuspüren . Für eine hohe Summe willigt Freddy ein, auszusagen, wird jedoch von einem von Mecaccis Handlangern getötet. Jordan fasst den Mörder, Marc Villa (Didier Sauvegrain), der sich weigert zu gestehen. Daraufhin lässt Mecacci Francis töten, weil dieser seinen „  Schutz  “ abgelehnt hat. Jordan rächt sich, indem er die Attentäter während einer Verfolgungsjagd tötet...







Für diese furionse Verfolgungsjagd wurden zwei Ford Mustangs in einem Grünton verwendet, der an den Mustang aus "Bullit" erinnert, aber etwas dunkler ist. Mit Regisseur Jacques Deray arbeitete Belmondo zum dritten Mal nach "An einem heißen Sommertag" und "Borsalino" zusammen. Weitere bekannte Filme von Deray sind "Die Haut des Anderen", "Der Swimminpool", "Brutale Schatten", "Borsalino & Co", "Mord in Barcelona", "Killer stellen sich nicht vor", "Der Profi 2" und "Der Anwalt". Am Ende siegt die Selbstjustiz, der "Gute" hat den "Bösen", wie man heute so schön sagt "neutralisiert".







Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

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