Sonntag, 2. März 2025

Yentl



 

Regie: Barbra Streisand 

Student an einer Jeshiva...

Als Barbra Streisands ambitioniertes Film-Musical "Yentl" im Jahr 1983 in die Kinos kam, war das Echo zweigeteilt. Für die einen war der sensible Film, bei dem Streisand neben der Hauptrolle und dem Gesang, auch die Regie und das Drehbuch übernahm, ein feministisches Meisterwerk. Andere sahen sich bestätigt als der Film neben seinen Oscar- ( Amy Irving als beste Nebendarstellerin, die Songs "Papa can you hear me" und "The Way he makes me feel" Michel Legrand für die Musik und das Trio Walker, Tomkins und Davies für die beste Ausstattung) und Golden Globe Nominierungen (Streisand für die Regie, für den besten Film und als beste Darstellerin, Mandy Patinkin, Michel Legrand sowie der Song "The Way he makes me feel", auch in einigen Kategorien für die Goldene Himbeere nominiert wurde. So erhielt Barbara Streisand selbst die zweifelhafte Ehre als schlechteste Darstellerin und Amy Irving für die schlechteste Nebenrolle und Michel Legrand für die schlimmste Filmmusik möglicherweise ausgezeichnet zu werden. Am Ende gab es zum Glück zwei Golden Globes (Bester Film, beste Regie), einen Oscar (Michel Legrant), aber keine Goldene Himbeere. Gut so, denn "Yentl" wurde damals und das bis heute sehr unterschätzt. 1983 war das Jahr für "Zeit der Zärtlichkeit", doch Streinsands Film ist mindestens gleichwertig. Die Musik und die Songs bleiben unvergessen und die filmische Adaption nach der Isaak Bashevie Singers Kurzgeschichte "Yentl, the Jeshiva Boy" ist lustig, feinfühlig und intensiv. Kameramann David Watkins (Oscar für "East of Africa") fängt das osteuropäische Leben um die Jahrhundertwende in klasse Bildern ein. Es ist auch ein Film, der die Rolle der gesellschaftlicher Konventionen aufgreift und in Frage stellt. Yentl (Barbra Streisand) ist eine Frau, die 1904 in einem Schtetl namens Yanev in Osteuropa, wahrscheinlich in Polen oder Lettland lebt. Yentls Vater, Reb Mendel (Nehemiah Persoff), unterrichtet sie heimlich im Talmud, obwohl Frauen dieses Studium gemäß den Gepflogenheiten ihrer Gemeinde verboten ist. Yentl weigert sich, mit einem Mann verheiratet zu werden. Nach dem Tod ihres Vaters beschließt Yentl, ihr Haar kurz zu schneiden, sich wie ein Mann zu kleiden, den Namen ihres verstorbenen Bruders Anshel anzunehmen und eine Jeschiwa, eine jüdische Religionsschule in Bychawa, zu besuchen. Dort freundet sie sich mit einem Mitschüler, Avigdor (Mandy Patinkin) an und lernt dessen Verlobte Hadass (Amy Irving) kennen. Als sie herausfindet, dass Avigdor über den Tod seines Bruders gelogen hat (ein Selbstmord, keine Lungenentzündung, wie Avigdor behauptete), sagt Hadass‘ Familie die Hochzeit ab, da sie befürchtet, dass Avigdors Familie vom Wahnsinn befallen ist. Hadass' Eltern beschließen, dass sie stattdessen "Anshel“ heiraten soll, und Avigdor ermutigt seinen besten Freund "Anshel“, die Ehe einzugehen, damit Hadass jemanden heiraten kann, den sie kennt, anstatt einen Fremden zum Ehemann zu haben. "Anshel“ heiratet Hadass widerstrebend, damit Avigdor die Stadt nicht verlässt; die Ehe bleibt unvollendet – "Anshel“ behauptet, es sei eine Sünde, wenn sich eine Frau einem Mann hingibt, während sie einen anderen liebt. "Anshel“ beginnt, Hadass den Talmud beizubringen. Unterdessen entwickelt Hadass romantische Gefühle für "Anshel“, während Yentl sich selbst in Avigdor verliebt. Yentl bricht mit Avigdor zu einem Ausflug in die Stadt auf, der ihn für ein paar Tage von zu Hause wegführt. In ihrer Unterkunft in der Stadt offenbart Yentl Avigdor schließlich ihre wahre Identität. Zunächst glaubt Avigdor nicht, dass seine Freundin eine Frau ist, aber Yentl beweist ihre Weiblichkeit, indem sie ihm ihre Brüste zeigt. Als ein verwirrter Avigdor sie fragt, warum sie es ihm nicht gesagt hat, bricht Yentl in seinen Armen zusammen und zeigt, dass sie ihm ihr wahres Ich aus Liebe offenbart hat. Avigdor ist fassungslos, erwidert die Gefühle aber nach einem Moment des großen Schocks und bemerkt, wie schön Yentls Gesichtszüge sind. Die beiden küssen sich, aber Avigdor löst sich plötzlich von ihm, da er sich an Hadass erinnert. Yentl versichert ihm, dass ihre Ehe nicht gültig ist. Avigdor schlägt vor, dass er und Yentl durchbrennen. Yentl erkennt, dass sie ihr Studium nicht fortsetzen kann, wenn sie Avigdor heiratet, und dass sie mehr vom Leben will, als eine Ehefrau zu sein. Yentl und Avigdor trennen sich, da sie wissen, dass sie sich immer umeinander kümmern werden. Es wird angedeutet, dass die Ehe von Hadass und "Anshel“ annulliert wird, da sie nie vollzogen wurde. Avigdor kehrt zurück, um Hadass zu heiraten. In der folgenden Szene sind die beiden wieder vereint und lesen einen Brief von Yentl, in dem sie erfährt, dass sie an einen neuen Ort geht und sie beide immer lieben wird. Yentl verlässt Europa auf einem Schiff in Richtung USA, wo sie hofft, ein Leben mit mehr Freiheit zu führen. Mit einem Lächeln im Gesicht beendet Yentl ihre Geschichte mit dem überragenden Filmsong "A piece of Sky", was ein erhabenes Schlußbild erzeugt...











"Yentl" spielte fast 70 Millionen Dollar ein und somit aus kommerzieller Sicht ein Hit. Man hat der Streisand damals vorgeworfen, dass es ihr nicht glaubhaft gelingt einen jüdischen Studenten zu spielen. Dazu sei sie mit über 40 Jahren viel zu alt. Ich sehe das anders. Im Nu hat der Zuschauer vergessen, dass hinter der Figur das bekannte Gesicht der Schauspielerin und Sängerin steckt - denn im Nu ist der Zuschauer verzaubert von dem Wagemut der Geschichte einer Frau, die konventionelle Regeln bricht und damit ein hohes Risiko eingeht.













Bewertung: 9,5 von 10 Punkten.  

Der Mann von La Mancha


 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Arthur Hiller

Der Ritter von der traurigen Gestalt...

Arthur Hiller (1923 bis 2016) ist der Regisseur des Blockbusters "Love Story", der im Jahr 1970 noch vor "Airport" der erfolgreichste Film des Jahres wurde. Das Einspielergebnis belief sich in den USA auf 50 Millionen Dollar und machte die beiden Hauptdarsteller Ryan O´Neal und Ali McGraw auf einen Schlag weltberühmt. 1972 erhielt er für seinen Film "Hospital" den Silbernen Bären in Berlin. Leider war dem Nachfolgefilm "Der Mann von La Mancha" weniger Glück beschieden. Hiller selbst hat später erzählt, dass er große Erwartungen an diese Musicalverflimung hatte - "Wir hatten das starke Gefühl etwas Besonderes und Wunderbares geschaffen zu haben". Tatsächlich waren die Kritiken gemischt und mittelmäßig - vielleicht war es auch eine eher mittelmäßige Mundpropaganda, da "Der Mann von La Mancha" zunächst an die Spitze der US-Kinocharts schoss - möglicherweise wegen der attraktiven Starbesetzung Sophia Loren und Peter O´Toole. Doch in den folgenden Wochen war der Umsatz eher enttäuschend. Am Ende kamen in den USA und in Kanada ca. 3,8 Millionen US-Dollar an Verleiheinnahmen zusammen. Weltweit spielte der Film knapp 12 Millionen Dollar ein, was an für sich kein schlechtes Ergebnis wäre, aber leider war das Budget fast genauso hoch. Während Miguel de Cervantes (Peter O´Toole) und sein Diener (James Coco) darauf warten, vor die spanische Inquisition geladen zu werden, weil sie ein Theaterstück aufgeführt haben, das das Tribunal kritisiert, unterziehen ihn seine Mithäftlinge (u.a. Harry Andrews,  John Castle) einem Scheinprozess, um die Enteignung all seiner Besitztümer zu rechtfertigen. Cervantes ist nur um das Schicksal eines Manuskripts besorgt und bereitet sich in Form eines Theaterstücks auf seine Verteidigung vor. In diesem Stück übernimmt er die Rolle von Alonso Quijana, einem älteren Herrn, der den Verstand verloren hat und nun glaubt, er sollte als fahrender Ritter in die Welt hinausziehen, um das Unrecht in Ordnung zu bringen. Quijana nennt sich nun Don Quijote de La Mancha und macht sich mit seinem "Knappen“ Sancho Panza auf den Weg, um eine Windmühle anzugreifen, die er für einen Riesen hält, und geht zu einem Gasthaus, wo er Aldonza (Sophia Loren), eine lebensmüde Dienerin und Prostituierte, kennenlernt, umwirbt und zu retten versucht. Er sieht sie als die ideale Frau und nennt sie Dulcinea. Quijanas Nichte Antonia (Julia Gregg) macht sich Sorgen über die Auswirkungen, die das Verhalten ihres Onkels auf ihre bevorstehende Hochzeit mit Sanson Carrasco (John Castle) haben könnte, einem vernünftigen Mann, den der örtliche Priester davon überzeugt, Quijana von seinen Wahnvorstellungen zu befreien. Carrasco gelingt es schließlich, indem er diesem Ritter von der traurigen Gestalt, wortwörlich den Siegel vorhält. Aber der Schock der Heilung bringt Quijana an den Rand des Todes. Ein Besuch von Sancho erweckt ihn wieder zum Leben, aber er denkt, seine Abenteuer seien alle ein Traum gewesen, bis Aldonza ihn besucht und ihn dazu bringt, sich zu erinnern. Während Don Quixote, Sancho und Aldonza sich darauf vorbereiten, weitere Abenteuer zu erleben, fällt Don Quixote tot um. Er hat nicht viel erreicht, außer Aldonza eine Fantasie zu liefern, die ihr schwieriges Leben ein wenig erträglicher macht. Zurück im Kerker geben die Insassen Cervantes das Manuskript zurück, als er und sein Diener aufbrechen, um sich der Inquisition zu stellen...








Die Verfilmung des erfolgreichen Broadway Musicals von Dale Wasserman hat vielleicht ein paar Längen, bietet aber doch auch sehr bewegende Momente.Das Musical wurde durch den klassischen Roman Don Quijote von Miguel de Cervantes inspiriert, basiert aber direkter und stärker auf Wassermans nicht-musikalischem Fernsehstück "Ich, Don Quijote" aus dem Jahr 1959, das eine halbfiktive Episode aus dem Leben von Cervantes mit Szenen aus seinem Roman kombiniert. Der Film wurde vom italienischen Produzenten Alberto Grimaldi finanziert und in Rom gedreht. Kameramann war mit Giuseppe Rotunno, ein großer Meister seines Faches. Trotz der eher schwachen Begeisterung gabs eine Oscar-Nominierung (Laurence Rosenthal für den besten Score) und Golden Globe Nominierungen für Peter O´Toole, der sehr bewegend den dementen Möchtegernritter spielt (bester Hauptdarsteller) und James Coco (bester Nebendarsteller). Der Song "The Impossible Dream" war zu seiner Zeit sehr populär. 







Bewertung: 7 von 10 Punkten.

 

Rocky Horror Picture Show

 



Regie: Jim Sharman

Zu Gast bei Frank N. Furter...

1975 übernahm Regisseur Jim Sharman die Verfilmung des Bühnenmuscials "Rocky Horror Picture Show", für die er ebenfalls der Verantwortliche war. Zunächst lief die musikalische Parodie auf die billigen Horror- und Zukunfstfilme der 50er sehr schleppend, aber sehr schnell entwickelte sich auch eine hartnäckige Fangemeinde, die sich den Film wieder und wieder ansah und die Produzenten an einen Erfolg glauben ließ. Er wurde zum Midnight Movie und man brachte ihn 9 Monate nach dem ersten Kinostart erneut in die Lichtspielhäuser. Das Konzept ging bis heute auf. Durch eine begeisternde Mundpropaganda wuchs die Fangemeinde ständig, die währene des Films sogar die Song mitsangen und die Filmszenen im Kino spielten und sangen. Obwohl 20th Century Fox den Film nie aus seiner Originalveröffentlichung von 1975 zurückgezogen hatte, läuft er weiterhin in den Kinos. Im Münchner Museum Kino läuft der Film seit 1977 ununterbrochen. In Alan Parkers "Fame" gibt es ebenfalls eine bekannte Szene, die die Protagonisten während einer Kinovorstellung von "Rocky Horror Picture Show" in New York zeigt.  Der Film beginnt mit einem Paar schwebender, körperloser Lippen, die das Publikum zu einem Science-Fiction-Doppelfilm willkommen heißen (dazu der sehr schöne Song "Science Fiction/Double Feature“). Während des gesamten Films erzählt und kommentiert ein Kriminologe (Charles Gray) aus einem nicht näher bezeichneten Zeitpunkt in der Zukunft die Ereignisse. Nach der Hochzeit ihrer Freunde verloben sich ein naives junges Paar, Brad Majors (Barry Bostwick) und Janet Weiss (Susan Sarrandon), und beschließen, mit ihrem Highschool-Lehrer für Naturwissenschaften, Dr. Scott (Jonathan Adams), zu feiern, der die Klasse unterrichtete, in der sie sich kennengelernt haben. Auf dem Weg zu Scotts Haus in einer dunklen und regnerischen Nacht verirren sie sich und haben einen platten Reifen. Auf der Suche nach einem Telefon, um Hilfe zu rufen, geht das Paar zu einem nahe gelegenen Schloss, wo eine Party stattfindet. Sie werden von den seltsam gekleideten Bewohnern aufgenommen, angeführt vom Butler Riff Raff (Richard O´Brien), dem Dienstmädchen Magenta (Patricia Quinn) und einem Groupie namens Columbia (Nell Campbell), die zu  dem bestens bekannten Song "The Time Warp“ tanzen. Dr. Frank-N-Furter (Tim Curry), ein verrückter Transvestit, stellt sich vor und lädt sie ein, die Nacht zu verbringen und singt dazu "Sweet Transvestite“. Mit Hilfe von Riff Raff erweckt Frank einen großen, muskulösen, gutaussehenden blonden Mann namens Rocky (Peter Hinwood) zum Leben. Während Frank schwört, dass er Rocky in einer Woche in einen idealen Mann verwandeln kann, bricht Eddie (Meat Loaf), ein Motorradfahrer mit bandagiertem Kopf, aus einer Tiefkühltruhe aus. Frank tötet Eddie mit einem Eispickel und rechtfertigt dies als "Gnadentötung“. Rocky und Frank gehen in die Hochzeitssuite. Brad und Janet werden in getrennte Schlafzimmer geführt, wo sie beide von Frank besucht und verführt werden. Währenddessen quälen Riff Raff und Magenta Rocky, der aus der Suite flieht. Janet, die von Brads Techtelmechtel mit Frank erfahren hat, entdeckt Rocky, der in seinem Geburtstank zusammenkauert. Während sie seine Wunden versorgt, verführt Janet Rocky, während Magenta und Columbia von ihrem Schlafzimmermonitor aus zuschauen. Dr. Scott, inzwischen ein staatlicher UFO-Ermittler, kommt zum Schloss auf der Suche nach seinem Neffen Eddie, der ihm einen Brief geschickt hat, in dem er andeutet, dass ein Teil seines Gehirns von Außerirdischen entfernt wurde. Alle entdecken Janet und Rocky zusammen, was Frank wütend macht. Magenta lädt alle zu einem ungemütlichen Abendessen ein, von dem sie bald erkennen, dass es aus Eddies verstümmelten Überresten zubereitet wurde. In dem Chaos rennt Janet schreiend in Rockys Arme, was den eifersüchtigen Frank dazu provoziert, sie durch die Gänge zum Labor zu verfolgen, wo er mit seinem Medusa-Transducer Dr. Scott, Brad, Janet, Rocky und Columbia in nackte Statuen verwandelt. Nachdem er die Statuen in Kabarettkostüme gekleidet hat, „taut“ Frank sie auf und führt sie in eine Live-Kabarettshow, komplett mit einem RKO-Turm und einem Swimmingpool. Riff Raff und Magenta unterbrechen sie und verkünden, dass sie aufgrund von Franks Extravaganz Meuterei erklären und auf ihren Heimatplaneten Transsexual, Transylvania, zurückkehren. Frank macht eine verzweifelte letzte Bitte wird aber ignoriert, da Riff Raff ihn und Columbia mit einem Laser tötet. Ein wütender Rocky erklimmt mit Franks Leiche den Turm und stürzt nach mehreren Laserschüssen in den Tod. Das Schloss hebt in den Weltraum ab und Brad, Janet und Dr. Scott kriechen im Smog und Dreck, während der Kriminologe zu dem Schluss kommt, dass die Menschheit den Insekten gleicht, die auf der Oberfläche des Planeten kriechen: "verloren in der Zeit und verloren im Raum … und in der Bedeutung“...










Der Film beginnt damit, dass der Bildschirm schwarz wird und übergroße, körperlose weibliche Lippen erscheinen, die mit einer männlichen Stimme überspielt sind. Der Text des Songs nimmt Bezug auf Science-Fiction- und Horrorfilme der Vergangenheit und listet mehrere Filmtitel aus den 1930er bis 1960er Jahren auf, darunter Der Tag, an dem die Erde stillstand (1951), Flash Gordon (1936), Der Unsichtbare (1933), King Kong (1933), Es kam aus dem Weltall (1953), Doctor X (1932), Alarm im Weltall (1956), Tarantula (1955), Der Tag der Triffids (1962), Curse of the Demon (1957) und When Worlds Collide (1951). Heute hat der Film eine große internationale Kultanhängerschaft und wird von vielen als einer der größten Musikfilme aller Zeiten angesehen. Er hat inzwischen ca. 170 Millionen Dollar eingespielt, dieser möglicherweise größte Kultfilm aller Zeiten. 








Bewertung. 7,5 von 10 Punkten.