Freitag, 9. Februar 2024

Spione wie wir


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: John Landis

Kanonenfutter-Agenten...

Die Komödie "Spione wie wir" entstand 1985 unter der Regie von John Landis, der vor dieser Spionagefarce mit Filmen wie "Ich glaub mich tritt ein Pferd", "Blues Brothers", "American Werwolf" oder "Die Glücksritter" international bekannt wurde. Er drehte auch den fulminanten Videoclip "Thriller" von Michael Jackson. Nach dieser sehr innovativen Phase in den Jahren zwischen 1978 und 1985 inszenierte er weitere Kassenerfolge, die allerdings nicht mehr ganz die Klasse seiner vorherigen Arbeiten hatten. "Spione wie wir" erreichte einen Kassenumsatz von 77 Millionen Dollar, was kommerziell natürlich einen guten Erfolg bedeutete.
Justin Millbarge (Dan Aykroyd) ist ein Codeknacker, der im dunklen Keller des Pentagons haust und seinem unterschätzten Job entfliehen und Geheimagent werden will. Emmett Fitz-Hume (Chevy Chase), ein witziger, Bleistift schiebender Sohn eines Gesandten, legt unter Gruppenzwang die Prüfung zum Auswärtigen Dienst ab. Millbarge und Fitz-Hume treffen sich während des Tests, bei dem Fitz-Hume offen betrügt, nachdem seine Versuche, seine Vorgesetzte und den Testmonitor im Austausch für die Antworten zu bestechen, fehlgeschlagen sind. Millbarge war nicht bereit, die Prüfung abzulegen, da er nur eine Nacht zum Lernen hatte, nachdem sein Vorgesetzter absichtlich eine Frist von zwei Wochen für die Prüfung verschwiegen hatte, wodurch er Gefahr lief, durchzufallen und in den Eingeweiden des Pentagons bleiben musste. Doch sie taugen für die Pläne von Ruby (Bruce Davison) und Keyes (William Prince) von der Defense Intelligence Agency (DIA), denn die benötigen zwei entbehrliche verdeckte Agenten, die als Lockvögel fungieren und die Aufmerksamkeit von einem fähigeren Team ablenken sollen. Sie beschließen, Fitz-Hume und Millbarge anzuheuern, sie zu GLG-20 Foreign Service Agents zu befördern, und zwar so schnell wie möglich  Sie erhalten ein minimales militärisches Überlebenstraining und schicken sie dann auf eine unbestimmte Mission innerhalb Pakistans und des sowjetischen Zentralasiens. Unterdessen sind die beiden Profiagenten auf dem besten Weg, ihr eigentliches Ziel zu erreichen: die Beschlagnahmung einer mobilen SS-50-Interkontinentalraketenrakete auf sowjetischem Territorium. Ein Mitglied des Hauptteams wird getötet, während Millbarge und Fitz-Hume mehreren feindlichen Angriffen entkommen und schließlich auf Karen Boyer (Donna Dixon) treffen, die überlebende Agentin des Hauptteams....



Auf dem Höhepunkt des Films müssen die beiden natürlich mal kurz die Welt retten, die der aggressive General Sline, gespielt von Steve Forrest, zerstören will - zumindest die Welt der Feinde. Der Film macht sich über den übertriebenen amerikanischen Patriotismus lustig und auch über die Auswüchse des kalten Krieges. Die beiden Hauptdarsteller harmonieren gut zusammen, aber dennoch ist es nicht die beste Arbeit von John Landis.




Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 

Rampage


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Regie: Willliam Friedkin

Der Serienkiller...

William Friedkin schuf mit "French Connection" und "Der Exorzist" zwei der erfolgreichsten Klassiker des Neuen Hollywood Kinos der frühen 70er Jahre. "Atemlos vor Angst", ein Remake von Clouzots "Lohn der Angst" wurde zunächst von der Kritik eher verhalten angenommen, hat sich aber inzwischen einen guten Ruf erworben und gilt ebenfalls als großartiger Genrefilm. "Cruising" hatte es ebenfalls schwer und entwickelte sich ebenso wie "Atemlos vor Angst" erst jahre später zu einem reputablen Klassiker. 1985 drehte er mit "Leben und Sterben in L.A." einen bemerkenswerten NeoNoir. Der 1987 entstandene Film "Ramage" ist weitestgehend unbekannt geblieben. Einige Kritiker sehen in der Mischung aus Thriller und Gerichtsfilm ein bislang unentdecktes Juwel aus dem Filmschaffen des am 7. August 2023 verstorbenen Hollywoodregisseur - andere sehen in "Rampage" gar ein Plädoyer für die Todesstrafe.
Friedkin produzierte den Film, schrieb das Drehbuch basierend auf dem gleichnamigen Roman von William P. Wood, der vom Leben von Richard Chase inspiriert war. Der Film wurde am 11. September 1987 auf dem Boston Film Festival uraufgeführt, sein Kinostart wurde jedoch fünf Jahre lang ausgesetzt, da die Produktionsfirma und der Verleiher De Laurentiis Entertainment Group bankrott gingen. Im Jahr 1992 erhielt Miramax die Vertriebsrechte und gab dem Film eine limitierte Veröffentlichung in Nordamerika. Für die Miramax-Veröffentlichung überarbeitete Friedkin den Film und änderte das Ende. Charles Reece (Alex McArthur) ist ein Serienmörder, der aufgrund paranoider Wahnvorstellungen eine Reihe brutaler Verstümmelungsmorde begeht, um Blut zu trinken. Reece wird bald gefangen genommen. Der größte Teil des Films dreht sich um den Prozess und die Versuche des Staatsanwalts Anthony Frazer (Michael Biehn), Reece für gesund zu erklären und die Todesstrafe zu verhängen. Der Verteidiger (Nicholas Campbell) argumentiert unterdessen, dass der Angeklagte nicht wegen Geisteskrankheit schuldig sei. Frazer ist zwar liberal und war zuvor gegen die Todesstrafe, doch er fordert eine solche Strafe angesichts der brutalen Verbrechen von Reece, nachdem er die trauernde Familie eines Opfers getroffen hat. Der Vater (Royce D. Applegate) und sein Sohn sind nun alleine in Trauer und Verzweiflung, die Mutter und der zweite Junge wurden bestialisch ermordet.  Am Ende wird Reece für gesund befunden und mit der Todesstrafe belegt, aber Frasers interne Debatte über die Todesstrafe wird akademisch, als Reece durch eine Untersuchung seines Gehirns auf Geisteskrankheiten für verrückt befunden wird. Am Ende der Originalversion des Films wird Reece tot in seiner Zelle aufgefunden, nachdem er sich eine Überdosis Antipsychotika verabreicht hatte, die er gelagert hatte. Das alternative Ende ist anders: Am Ende wird Reece in eine staatliche psychiatrische Klinik gebracht und  er schickt einen Brief an den Vater, dessen Frau und Kind er getötet hat, und bittet den Mann, ihn zu besuchen, damit er diesem die Tat begreiflich machen kann. Der Abspann schreibt, dass für Reece in sechs Monaten eine Anhörung zur Bewährung geplant ist...





Obwohl Friedkin sehr nüchtern inszenierte, sind die Handlungen des Serienkillers Kaum zu ertragen. Er ist alles andere als ein Symphatieträger. Auf einer Fahrt zur Vernehmung gelingt ihm auch noch die Flucht und er verletzt die beiden Beamten, die ihn begleiten schwer. Ein Film, der zum Nachdenken anregt...sowohl über solche bestialischen Taten, die uns bestürzen und über die zerstörten Hinterbliebenen, die ebenfalls zu Opfern werden. Friedkin gibt auch einen Einblick in Richtung Täter, ohne den Zuschauer in irgendeiner Weise beim Nachdenken zu manipulieren.




Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

Bill und Teds verrückte Reise durch die Zeit


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Stephen Herek

Zürück in die Vergangenheit...

Stephen Hereks erfolgreichste Filme entstanden für die Disney Studios. Mit "Mighty Ducks" gelang ihm ein Überraschungshit. Seine Version der "Drei Musketiere" mit Chris O´Donnell als D´Artagnan spielte 111 Millionen Dollar und auch die Realverfilmung von "101 Dalmatiner" mit Glen Glose war mit einem Umsatz von 320 Millionen Dollar enorm erfolgreich. 1987 inszenierte er den überdrehten Glamaukfilm "Bill und Teds Verrückte Reise durch die Zeit" dessen Umsatz von 40 Millionen Dollar auch als Erfolg gezählt wurde, zumal die Mischung aus Science Fiction und Teenagerfilm nur 10 Millionen Dollar kostete. Inspiriert wurden die Macher sicherlich von dem Riesenerfolg "Zurück in die Zukunft", in dem Michael J. Fox als zeitreisender unterwegs war.
Im Jahr 2688 existiert die Menschheit als utopische Gesellschaft aufgrund der Inspiration durch die Musik und Philosophie der beiden Großen: William „Bill“ S. Preston (Alex Winter), Esq., und Theodore „Ted“ Logan (Keanu Reeves). Einer der Bürger dieser Zukunft ein gewisser  Rufus (George Carlin), wird von den Anführern beauftragt, 1988 mit einer telefonzellenförmigen Zeitmaschine nach San Dimas, Kalifornien, zurückzukehren, um sicherzustellen, dass die jungen Wilden Bill und Ted, zwei schwachsinnige High-School-Schüler, erfolgreich ihre anstehende Geschichtsprüfung bestehen. Sollten sie scheitern, können sie die High School nicht abschließen, und Teds Vater, Polizeihauptmann Logan (Hal Landon jr.), plant, Ted auf eine Militärschule in Alaska zu schicken, was Bills und Teds frischgebackener Band "Wyld Stallyns" das Ende bereitet und die Geschichte verändert. Rufus findet die beiden Teenager in einem Supermarkt, wo sichtbar wird, dass sie enorme Schwierigkeiten haben, ihren Geschichtsbericht fertigzustellen, in dem sie beschreiben müssen, wie historische Persönlichkeiten das heutige San Dimas sehen würden. Rufus bietet seine Hilfe an, bevor eine weitere Telefonzellen-Zeitmaschine eintrifft und zukünftige Versionen von Bill und Ted aussteigen. Nachdem sie den heutigen Bill und Ted versichert haben, dass Rufus‘ Behauptungen wahr sind und dass sie ihm vertrauen können, verschwinden sie in der Zeitkabine. Rufus zeigt Bill und Ted, wie man die Zeitkabine bedient, und führt sie zurück ins Jahr 1805, wo sie Napoleon Bonaparte (Terry Camileri) finden, der seine Truppen gegen Österreich anführt. Als Rufus, Bill und Ted in die Gegenwart zurückkehren, wird Napoleon von einer Kanonenkugelexplosion in ihr Kielwasser geschleudert und mit ihnen durch die Kreise der Zeit gezogen. Rufus erklärt, dass die Zeit für Bill und Ted weiterhin normal abläuft und dass sie ihre Unterrichtspräsentation am nächsten Tag nicht verpassen dürfen; Dann geht er und hinterlässt ihnen die leere Zeitkabine. Während sie darüber diskutieren, wohin sie als nächstes gehen sollen, entdecken sie, dass Napoleon in einem Baum in der Nähe festsitzt, was sie dazu inspiriert, historische Persönlichkeiten zu entführen und sie für ihre Schulpräsentation in die Gegenwart zu entführen. Sie lassen Napoleon bei Teds jüngerem Bruder Deacon (Frazier Bain) zurück und bitten ihn, Napoleon in die Stadt mitzunehmen, bevor sie gehen. Sie freunden sich mit Billy the Kid (Dan Shor) im Wilden Westen und Sokrates (Tony Sleedman) im antiken Griechenland an, bevor sie im England des 15. Jahrhunderts Halt machen, wo sie sich in die Prinzessinnen Joanna und Elizabeth (Diana Franklin und Kimberley Labelle) verlieben. Ihr Vater, der König, versucht, sie hinrichten zu lassen, doch Billy und Sokrates helfen ihnen bei der Flucht. Der Stand, der dabei durch einen angreifenden Ritter leicht beschädigt wird, führt sie nach 2688, wo sie entdecken, dass die Gesellschaft sie und ihre zukünftige Band verehrt. Die Entführung von Sigmund Freud (Rod Loomis), Ludwig van Beethoven (Clifford Davies), Jeanne d’Arc (Jean Widlin), Dschingis Khan (Al Leong) und Abraham Lincoln (Robert V. Barron) inspiriert sie dazu, ihren Bericht mit diesen tatsächlichen Figuren zu vervollständigen...



"Eine Teenie Fantasykomödie für Vollpfosten" meinte die kinozeitschrift Cinema und diese Beschreibung bringt den gesamten Film auf den Punkt, in dem auch der ganz junge Keanu Reeves in einer der beiden Hauptrollen zu sehen ist. Man darf den ganzen Klamauk nur nicht allzu ernst nehmen. Fans bekam der Film gerade wegen seiner infantilen Komik, inzwischen zählt er zu den Kultfilmen der 80er Jahre.
 


Bewertung: 6 von 10 Punkten. 

Ein Ticket für zwei


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: John Hughes

Per Jet, Per Bahn, per Auto...

1987 erweiterte John Hughes sein filmisches Spektrum, zuvor drehte er ausschließlich erfolgreiche Teenagerfilme wie "Sixteen Candles", "Breakfast Club" oder "Ferris macht blau". In "Ein Ticket für zwei" setzt er ganz auf das komische Talent seiner beiden Hauptdarsteller John Candy und Steve Martin. Der Originaltitel des Films heißt "Planes, Trains and Automobiles". Bei einem Budget von 15 Millionen Dollar spielte diese komische Odyssee von New York bis Chicago annähernd 50 Millionen Dollar ein.
Erzählt die Geschichte von Neal (Steve Martin), einem nervösen Marketingleiter, und Del (John Candy), einem gutherzigen, aber irritierenden Verkäufer, die zu Reisebegleitern werden, als ihr Flug umgeleitet wird, und sich auf eine dreitägige Odyssee voller Missgeschicke begeben, um Chicago zu erreichen. Neal will unbedingt das Thanksgiving Fest bei seiner Familie zuhause feiern. . Das Ansehen des Films ist seitdem für viele zu einer Tradition am Erntedankfest geworden.
Neal Page ist Werbefachmann auf einer Geschäftsreise in New York City und möchte zwei Tage vor Thanksgiving bei seiner Familie in Chicago ankommen. Nach einem spät anstehenden Geschäftstreffen mit einem unentschlossenen Kunden fällt es Neal schwer, während der Hauptverkehrszeit ein Taxi zu rufen. Als er einen Mann besticht, um ihm ein von ihm herbeigerufenes Taxi zu überlassen, nimmt es jemand anderes. Neal kommt am Flughafen LaGuardia an, als sein Flug Verspätung hat. Während er wartet, trifft er die Person, die unwissentlich sein Taxi gestohlen hat,es ist ein gewisser Del Griffith, einen sehr gesprächiger um nicht zu sagen quasselstrippiger Verkäufer von Duschvorhangringen. Zu seiner Bestürzung wird Neal im überfüllten Flug zum O'Hare International Airport ein Platz neben Del zugewiesen. Ein Schneesturm in Chicago leitet das Flugzeug nach Wichita, Kansas um, wo Neal und Del über Nacht bleiben müssen, während Neal seiner Frau Susan (Laila Robins) erzählt, was passiert ist. Neal ist nicht in der Lage, ein Zimmer zu buchen, aber Del hat eines reserviert, also akzeptiert er widerwillig Dels Versprechen eines Zimmers, wenn Neal die Taxifahrt zum Motel bezahlt. Beim Einchecken nimmt Del jedoch versehentlich Neals Kreditkarte und umgekehrt. Neal ist gezwungen, das letzte verfügbare Zimmer zu teilen, und nach einer Reihe von Pannen, bei denen Bier auf das einzige Bett verschüttet wurde und Del das Badezimmer in einem Chaos hinterließ, verliert Neal wegen Dels irritierendem Verhalten die Beherrschung. Del ist verletzt, aber beide Männer beruhigen sich und teilen sich unbeholfen das Bett. Während sie schlafen, stiehlt ein Einbrecher ihr Bargeld. Am nächsten Tag, da der Flugverkehr immer noch nicht auf Normalbetrieb ist, kauft Neal beiden Zugtickets nach Chicago mit Sitzplätzen in getrennten Waggons. Allerdings fällt die Lokomotive in der Nähe von Jefferson City, Missouri, aus und ihre Passagiere bleiben auf einem Feld stranden. Neal hat Mitleid mit Del, der mit seinem Koffer zu kämpfen hat, und sie kommen wieder zusammen und reisen in einem überfüllten Bus nach St. Louis, wo Del Geld sammelt, indem er Muster von Vorhangringen als Ohrringe an Passanten verkauft. Allerdings beleidigt Neal Del beim Mittagessen versehentlich und die Wege der Männer trennen sich erneut. Doch keine Angst: Sie werden sich wieder finden...




Man kann Hughes Film beinahe als Screwball Comedy bezeichnen, obwohl kein gewitzter Geschlechterkampf stattfindet. Steve Martin ist deshalb so lustig, weil er ernst bei der Sache bleibt und verhalten agiert. John Candy darf sich als Nervensäge par Excellence so richtig austoben, aber das Schöne an dem Film ist, dass er insgesamt warmherzig ist und zeigt, dass die beiden unterschiedlichen Männer sich menschlich näherkommen. Am Ende etwas Tiefgang. Ein Spagat, dass Hughes mühelos gelang.





Bewertung:7,5 von 10 Punkten. 

Allein mit Onkel Buck


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: John Hughes

Unkonventionelle Nanny...

"Allein mit Onkel Buck" entstand 1989 unter der Regie des Teenagerfilmkönigs John Hughes. Mit "Ein Ticket für zwei" wechselte er 1987 erfolgreich hin zur Erwachsenenkomödie. Dank Steve Martin und John Candy war dieser Imagewechsel überaus erfolgreich. Auch wenn der Nachfolgefilm "Shes having a baby" wieder von jüngeren Protagonisten sind diese doch ein ganz Stück weit erwachsener geworden als in seinen früheren Erfolgsfilmen mit Helden wie Ferris Bueller (Ferris macht blau) oder Andie Walsh (Pretty in Pink). "Allein mit Onkel Buck" ist natürlich ganz und gar auf seinen Hauptdarsteller John Candy in der Titelrolle zugeschnitten.
 Bob (Garrett M. Brown) und Cindy Russell (Elaine Bromka) sind kürzlich mit ihren drei Kindern, der 15-jährigen Tia (Jean Louise Kelly), dem 8-jährigen Miles Macaulay Culkin) und der 6-jährigen Maizy (Gaby Hoffman), von Indianapolis in die Vororte von Chicago gezogen. Die Russells erhalten einen Anruf, der ihnen mitteilt, dass Cindys Vater einen Herzinfarkt erlitten hat. Tias Beziehung zu ihrer Mutter ist sehr angespannt, vor allem wegen dem kürzlichen Umzug.  Bob und Cindy versuchen erfolglos, einen Betreuer für die Kinder zu finden und sind gezwungen, sich an Bobs Bruder Buck (John Candy) zu wenden, den Cindy für unzuverlässig erachtet, er hat auch einen schlechten Ruf und sie befürchtet einen schlechten Einfluss auf die Kids. Buck lebt in einer kleinen Wohnung in Chicago, ist starker Trinker und Raucher, fährt ein heruntergekommenes Mercury Marquis Brougham Coupé von 1977 und verdient seinen Lebensunterhalt mit Wetten auf manipulierte Pferderennen. Seine langjährige Freundin Chanice ((Amy Madigan) möchte heiraten und eine Familie gründen, während Buck seine Freiheit und Verantwortungslosigkeit bewahren möchte; Chanice warnt ihn, dass er irgendwann allein enden wird. Buck freundet sich schnell mit Miles und Maizy an, die er nie getroffen hat, aber Tia bleibt distanziert und rebellisch. Er richtet sich im Haus von Russell ein und erfährt, dass er aus den Hochzeitsfotos seines Bruders herausgeschnitten wurde. In den nächsten Tagen nimmt Buck die Kinder zum Bowling mit, wirft einen betrunkenen Partyclown von Miles' Geburtstagsparty, verteidigt Maizy vor dem strengen stellvertretenden Schulleiter und stellt Wäsche in die Mikrowelle, weil er die Waschmaschine nicht bedienen kann. Als Buck Tias egoistischen Freund Bug (Jay Underwood) kennenlernt, warnt er sie, dass Bug nur an ihr interessiert ist, um Sex zu haben, und vereitelt wiederholt ihre Pläne, sich mit ihm davonzuschleichen. Als Vergeltung überzeugt Tia Chanice davon, dass Buck sie mit einer Nachbarin, Marcy (Laurie Metcalf), betrügt. Als Chanice Marcy beim Tanzen mit Buck erwischt, beendet sie ihre Beziehung. Buck beklagt, dass die Leute ihn früher um sein unbeschwertes Leben beneideten, aber er erkennt, dass sein Lebensstil nicht mehr bewundernswert ist. Nachdem Tia sich zu einer Party schleicht, beschließt Buck, nach ihr zu suchen, anstatt an einem Pferderennen teilzunehmen, das ihm genug Geld für das ganze Jahr einbringen würde, und fleht Chanice an, sich um Miles und Maizy zu kümmern...




Die Mischung zwischen Familien- und Teenagerkomödie gelingt durch den Hauptdarsteller John Candy mühelos. Es entstand ein Film mit Herz, der zwar mit vielen Klischees daherkommt, aber diese sehr charmant präsentiert. Der Schlagabtausch zwischen den unkonventionellen Onkel und der rebellischen Teenagerin funktioniert bestens.



Bewertung:7 von 10 Punkten.