Dienstag, 13. November 2018

Sharky und seine Profis

























Regie: Burt Reynolds

Dominoe...

Burt Reynolds war ein Kinostar und hatte riesige Erfolge mit Filmen wie "Ein ausgekochtes Schlitzohr", "Zwei ausgebuffte Profis", "Um Kopf und Kragen" oder "Auf dem Highway ist die Hölle los". Unter diesem Status als Großverdiener unter den Hollywoodstars litt aber seine Anerkennung als seriöser Schauspieler. Er konnte sein Talent aber mit seinen vielleicht besten drei Filmen "Beim Sterben ist jeder der Erste", "Die Kampfmaschine" oder "Straßen der Nacht" dennoch unter Beweis stellen. 1997 würdigte ihn die Academy sehr spät mit einer Nominierung als bester Nebendarsteller in Paul Thomas Andersons "Boogie Nights".
Gelegentlich setzte er sich auch auf den Regiestuhl. Sein Debüt als Director war "Gator" im Jahr 1976. Fünf Jahre später wagte er sich als Regisseur an einen NeoNoir. Sein Polizeithriller "Sharky und seine Profis" kann sich sehen lassen. Der Film spielte an der Kasse 35 Millionen Dollar ein und die kritik urteilte sehr wohlwollend. Fakt ist, dass "Sharkys Machine" alle Zutaten beinhaltet, die ein harter, gewalttätiger und zynischer Großstadt-Polizistenfilm haben muss.
Hauptfigur ist der Polizist und Drogenfahnder Tom Sharky, der natürlich von Reynolds selbst gespielt wird. Er arbeitet undercover in Atlanta und bei einem dieser Einsätze geht so ziemlich alles schief was schief gehen kann. Der Gangster (Hari Rhodes) kann zwar von Sharky getötet werden, doch es gibt weitere Opfer zu beklagen. Frustiert quittiert Sharky seinen Dienst beim Drogendezernat und wechselt zur Sitte. Sharky hat den Ruf sehr dominant und unbelehrbar zu sein. Etwas was seinem neuen Boss Friscoe (Charles Durning) gar nicht passt. Doch mit seinen neuen Kollegen Papa (Brian Keith), Abhörspezialist Nosh (Richard Libertini) und Arch (Bernie Casey) kommt Sharkey schnell klar. Durch die Verhaftung der Prostituierten Mabel (Carol Locatell) auf einer Wahlparty des angehenden Gouverneurs Hotchkins (Earl Holliman) wird Sharky auf einen exklusiven Escort Service aufmerksam. Der wird von Gangster Victor (Vittorio Gassman) geleitet. Eines seiner Mädchen, die schöne Dominoe (Rachel Ward) verlangt für eine Nacht 1.000 Dollar, will aber aussteigen und Frau des Gouverneurs werden. Doch der fiese Gangster hält gar nichts davon, wenn seine Mädels kündigen. Am anderen Tag steht dessen Bruder Billy (Henry Silva) mit einer abgesägten Schrotflinte vor Dominoes Tür und pustet der Frau den Kopf weg...



Dies ist der Auftakt einer blutigen Schlacht zwischen Unterwelt und dem Sittendezernat von Atlanta mit einem entfesselten Bullen, der nun alle Hebel in Bewegung setzt, um die Gangster unschädlich zu machen. Und da ist ihm jedes noch so erdenkliche Mittel Recht. Inhaltlich knüpft Reynolds mit seiner Geschichte an Otto Premingers "Laura" an. Denn wie dieser 40er Jahre Klassiker setzt auch "Sharky und seine Profis" auf die gleiche überraschende Wendung in der Mitte der Geschichte. Die Härte wird fast bis zum Schluß konsequent fortgesetzt. Eine Geschichte ohne Gnade. Das HappyEnd wirkt dagegen fast ein bisschen zu aufgesetzt. Aber dennoch volle Empfehlung für einen der richtig guten 80er Noirs.



Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

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