Sonntag, 2. Oktober 2022

The Batman


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Matt Reeves

Düstere, depressive Fledermaus...

In "The Batman" von Matt Reeves schlüpfte erstmalig Robert Pattison in die Rolle der heldenhaften Fledermaus, dabei gehen die Macher andere Wege als die Vorgänger Tim Burton der zwei Batman Movies mit Michael Keaton realisierte (Batman, Batmans Rückkehr) Joel Schumacher, der mit Val Kilmer und George Clooney ebenfalls zwei Filme machte (Batman Forever,Batman und Robin) sowie Christopher Nolan, dem mit Hauptdarsteller Christian Bale und drei Meisterwerke in Sachen Comicverfilungen gelang (Batman Begins, The Dark Knight, The Dark Knight Rises). Burtons Arbeiten waren etwas märchenhaft, Joel Schumacher machte daraus ein knalliges Happening und Nolan inszenierte extrem düster. Diese Komponente hat Matt Reeves zwar beibehalten, aber sein "The Batman" geht nun eindeutig weg vom Fantasybereich, hin zum lupenreinen Film Noir. Das Budget von Reeves Film lag bei fast 200 Millionen Dollar und spielte trotz der Covid19-Pandemie immerhin gute 770 Millionen Dollar ein, was ihm eine Top 10 Platzierung der erfolgreichsten Filme des Jahres 2022 einbrachte. Reeves wurde bekannt durch seinen Katastrophenfilm "Cloverfield". Er war auch der Regisseur von "Let me in", Planet der Affen: Revolution" und "Planet der Affen: Survival".
Robert Pattisons Interpretation von Milliardär Bruce Wayne wirkt depressiv, was aber zur ganzen Atmosphäre dieses besondern Batman-Films recht gut passt.
An Halloween wird der amtierende Bürgermeister von Gothan City, Don Mitchell Jr. (Rupert Penny Jones) von einem maskierten Killer ermordet, der sich Riddler (Paul Dano) nennt. Lieutenant James Gordon (Jeffrey Wright) vom Gotham City Police Department sucht den Rat von Batman. Doch sein Vorgesetzer Commissioner Pete Savage (Alex Ferns) hält nichts von dem Helden, der Selbstjustiz an den Bösen der Stadt ausübt. Lange ärgern muss er sich aber nicht, denn Savage wird gleich das nächste Opfer vom Riddler, der bei jedem Mord eine Nachricht an Batman hinterlässt. Keiner in Gotham weiß, dass hinter der Heldenmaske der sehr zurückgezogene Milliardär Wayne steckt. Eingeweiht ist lediglich der treue Butler Alfred (Andy Serkis). Bei den Ermittlungen entdecken Batman und Gordon, dass der Riddler einen USB-Stick in Mitchells Auto zurückließ, der Bilder von Mitchell und einer Frau, Annika Kosolov (Hana Hrzic) in der Iceberg Lounge enthält - einem angesagten Nachtclub, der vom Pinguin (Colin Farrell), der rechten Hand von Mafioso Carmine Falcone (John Turturro) betrieben wird. Natürlich führt Batmans Weg in die Lounge. Dort entdeckt er, dass Annikas Mitbewohnerin Selina Kyle (Zoe Kravitz) dort als Kellnerin arbeitet. Das kann kein Zufall sein. Dann verschwindet Annika plötzlich. Grund genug, dass sich Batman mit Selina zusammentut. Die Spur führt in einen riesigen Dschungel von Korruption und Bestechung, aber auch in Batmans Vergangenheit und dem Mord an seinen Eltern...




Das Szenenbild dieser durchaus gelungenen Dystopie ist sehr expressionistisch und zeigt einen Helden mit Ecken und Kanten - der Superheld ist durchaus angreifbar in seinen Handlungen. In Gotham regiert eine flächendeckende Korruption und das einzige Allheilmittel scheinen selbsternannte Heilsbringer zu sein, die sich als fragwürdig herausstellen. Selbst Bruce Wayne zeigt sich als als unfähig sich selbst zu kontrollieren. Er steht am Anfang seiner Batman Laufbahn und wirkt wie ein Getriebener, ein Schlafloser. Einer, der beginnt zu handeln.




Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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