+WS+THAI+R3-1.jpg)
Regie: Stuart Baird
Marshall Samuel Gerard...
Die legendäre TV-Serie "Dr. Kimble auf der Flucht" mit David Janssen machte es möglich: 1993 präsentierte Andrew Davis die mit Harrison Ford in der Hauptrolle besetzte Kinofassung der interessanten Geschichte, in der ein Arzt - gesucht von der Polizei - den wahren Mörder seiner Frau sucht. Kimble soll mit der Giftspritze hingerichtet werden, nun sucht er im Alleingang den einarmigen Mörder seiner Frau. Sein Widersacher ist der US- Marshall Samuel Gerard (Tommy Lee Jones), ein knallharter Bulle - nicht immer sympathisch, eher grob und kernig. Ein Welterfolg war dem Film beschieden. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man aus kommerziellen Erwägungen ein Nachfolgefilm nachschob. Dieser "Auf der Jagd" heisst im Original "US Marshalls", entstand 1998 unter der Regie von Stuart Baird und ist kein Klassiker geworden. Trotzdem bietet der Film vor allem eins: Gute, spannende Unterhaltung, die nach dem ähnlichen Strickmuster wie der erste Teil abläuft. Lediglich Tommy Lee Jones ist noch mehr präsent als in "Auf der Flucht". Diesmal jagt der mit seiner Crew den flüchtigen Mark Roberts (Wesley Snipes), der aufgrund eines Autounfalls als Mörder von zwei FBI Agenten festgehalten wurde, beim Gefangenentransport in einem Flugzeug von Chicago nach New York flüchten kann, weil die Maschine notlanden muss. US Marshall Gerard bekommt einen Schnösel vom FBI zugeteilt, doch dieser John Royce (Robert Downey jr.) erweist sich als fähiger Kollege. Gemeinsam mit Marshall Cosmo Renfro (Joe Pantoliano), Marshall Noah Newman (Tom Wood), Marshall Robert Biggs (Daniel Roebuck) und Marshall Savannah Cooper (La Tanya Richardson) wird nun zur Jagd geblasen. Doch auch der flüchtige Marc Roberts hat so einige Überraschungen auf Lager...
Der polnische Kameramann Andrzej Bartkowiak (Nuts, Verdict, The Day after, Speed, Falling Down) liefert exzellente Bilder ab, wie es sich für einen guten Großstadtkrimi gehört. Zahlreiche Schauplätze lassen keine Langeweile aufkommen, nicht nur Chicago und New York dienen als gute Location. Auch in den Sumpfen von Tennessee wird gesucht und gejagt.
Dank vieler rasanter Verfolgungsjagden und spektakulärer Stunts sorgt auch diese Variante des Dr.-Kimble-Stoffes für ein Maximum an Spannung. Tommy Lee Jones darf einmal mehr das fiese Ekel spielen. Immerhin kommt - wie schon im Erstling - ganz am Ende der Gesetzeshüter doch noch zur Besinnung und klärt den Fall souverän auf.
Bewertung: 7 von 10 Punkten.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen