Samstag, 15. Juni 2013

Traitor



Regie: Jeffrey Nachmanoff

Agenten und Terroristen...

Samir Horn (Don Cheadle) ist ein arabisch sprechender, sudanisch-amerikanischer Staatsbürger und gläubiger Muslim. Seine Kindheit im Sudan wurde durch den Tod des Vaters erschüttert, der durch eine Autobombe getötet wurde. Als Erwachsener sieht der Zuschauer Samir Horn als Waffenhändler, der im Jemen einen gewissen Omar (Said Taghmaoui) trifft, um mit ihm einen Deal auszuhandeln. Doch die FBI Agenten Roy Clayton (Guy Pearce) und Max Archer (Neil McDonough) schlagen während des Treffens zu und Horn - wenig kooperativ mit den Amis - wandert ins örtliche Zuchthaus.  Die FBI nimmt an, dass Horn ein fanatischer Waffenhändler ist, Omar und seine Leute halten ihn zuerst für den Verräter, doch Horn kann während des Aufenthalts im Gefängnis Omars Respekt gewinnen und beide werden Brüder im Glauben und vor allem Freunde.
Als Omar eine Flucht startet, nimmt er Samir mit. Dieser tritt in eine islamische Bruderschaft ein. Die Gruppe entwirft einen Plan das US-Konsulat in Nizza zu bomardieren. Omar ist die rechte Hand des Terrorchefs Nathir (Raad Rawi), der noch viel finstere Terrorziele verfolgt. Wie eisern der Zusammenhalt dieser Fanatiker sein muss, zeigt sich eindrücklich am Beispiel eines jungen potentiellen Selbstmordattentäter (Medhi Ortelsberg), der aus reiner Naivität zuviel ausplaudert. Dank Samir wird der Anschlag zum Erfolg, nun soll die Gruppe den perfiden Plan verwirklichen Selbstmordattentäter auf 50 Bussen in den USA zu platzieren. Der Plan soll an Thanksgiving stattfinden...

 
Jeffrey Nachmanoffs "Traitor" ist ein Thriller in der Machart von Stephen Gaghans "Syriana" aus dem Jahr 2005 und schöpft vor allem seine Kraft durch die durchweg gelungene Schauspielleistung von Don Cheadle, der die Widersprüchlichkeit und Ambivalenz seiner Figur bestens vermitteln kann. Man weiß sehr lange nicht, was in diesem Menschen Samir Horn vorgeht.
 Dem Macher gelingt es sehr gut eine durchweg spannende Unterhaltung zu liefern, und dennoch den Anspruch nicht außen vor zu lassen. Ein entscheidender Grund für das Gelingen dieses Spagats ist die Tatsache, dass zum Glück auf gängige Klischees verzichtet wird. So bietet der Film zwar Einblicke in fragwürdige politische Strukturen und zeigt die innnere Organisation des Terrornetzwerkes. In dieser Kategorie erreicht "Tratoir" eine nahezu beängstigende Nähe zur Realität. Die Idee zum Film stammt vom weltberühmten Comedian Steve Martin.


Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.

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