Samstag, 2. August 2014

Non-Stop
















Regie: Jaume Collet-Sera

Liam über den Wolken...

Seit dem Thriller "Taken" (Deutscher Titel: 96 Hours) von Pierre Morel aus dem Jahr 2008 ist klar geworden, dass Liam Neeson ein besonders glaubwürdiger Held für Actionfilme sein kann. Deshalb wurde er dann auch vermehrt in diesem Genre eingesetzt, er war Mitglied von "Das A-Team", orrte ohne Identität durch Berlin "Unknown Identity", kehrte als Geheimagent Mills in "Taken 2" zurück  und stürzte in "The Grey" in einem Wolfsgebiet in Alaska ab. Gelegentlich sucht sich der irische Schauspieler, der mit "Schindlers Liste" auf einen Schlag berühmt wurde, auch Rollen aus, die etwas ungewöhnlicher sind, so war er ein rätselhafter Leichenbestatter in "Afterlife" oder in "Seraphim Falls" ein rachsüchtiger Südstaatencolonel. Sein neuer Film "Non-Stop" gehört zur Gattung der Flugzeugentführungsfilme und wurde vom spanischen Regisseur Jaume Collet-Sera inszeniert, mit dem Neeson bereits in "Unknown Identity" erfolgrich zusammengearbeitet hat. Die amerikanisch-französische Coproduktion hat bis dato beinahe schon 200 Millionen Dollar Einspielergebnis vorzweisen.
Neeson spielt im Film den alkoholkranken Sky-Marshall Bill Marks, der auf einem Flug von New York nach London eingesetzt ist. Trotz der Sucht ist der Job so ein bisschen zur Routine geworden, aber diesmal läuft alles anders. SchonKurz nach dem Start erhält Marks über das interne Netzwerk des Flugzeugs eine anonyme Kurznachricht, dass der Absender vorhat alle 20 Minuten ein Passagier zu töten, sollten nicht 150 Millionen Dollar auf ein Konto in der Schweiz überwiesen werden. Der Pilot Captain David McMillian (Linus Roache) hält das alles für einen üblen Scherz, ebenso der Copilot. Doch mit Hilfe der Stewardess Jane (Michelle Dockery) und der Passagierin Jen Summers (Julianna Moore), die ihren Platz neben ihm hat gelingt es Marks den zweiten Air Marshall Hammond (Anson Mount) als möglichen Erpresser ausfindig zu machen. Auf der Toilette kommt es zu einer Aussprache. Doch dies ist erst der Anfang einer dramatischen Rettungsaktion. Der Plan des unbekannten Erpressers nimmt gleichzeitig immer mehr konkrete Formen an und es ist offfensichtlich, dass der alkoholkranke Marks Teil dieses perfiden Plans ist...

 Schade, schade...wenn nur nicht immer der Showdown so übertrieben wäre und das Drehbuch natürlich auch so stark auf Sensationen aus wäre. Dies schadet dem Gesamteindruck des Films, der mindestens die erste Stunde der insgesamt 106 Minuten enorm spannend aufgebaut ist. Jaume Collet-Seras erster Erfolg war der mit Paris Hilton prominent und spektakulär besetzte Horrorfilm "House of Wax" - in der retrospektiven Sicht durchaus ein netter Vertreter des neunen Horrorfilms. Und mit "Orphan" konnte er sogar qualitativ noch merklich zulegen. Leider sind die beiden Neeson Filme unter ihren Möglichkeiten. Das heißt zwar nicht, dass die Filme schlecht snd, aber sie hätten mit etwas mehr subtilerer Auslegung des Höhepunkts merklich glaubwürdiger sein können. Lian Neeson ist zweifelsohne ein sehr guter Actionheld, bei dem auch die sensiblen und verletzlichen Anteile nicht zu kurz kommen. Für Fans von temporeichen Thrillern ist "Non Stop" sicherlich eine ganz gute Wahl, wer allerdings noch den besonderen Kick will, den besonders gute Genrevertreter haben, der muss vielleicht noch bis zum nächsten Film von Jaume Collet-Sera warten...vielleicht wieder mit Niam Leeson als Hauptdarsteller.


Bewertung: 6,5 von 10 Punkten

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