Regie: Dito Montiel
Zurück in die Vergangenheit....
" A guide to Recognizing your saints" aus dem Jahr 2006 ist ein
Film von Dito Montiel, der auch das zu Grunde liegende Buch schrieb.
Montiel schrieb seinen autobiographischen Roman drei Jahre zuvor, das
Buch wurde in den USA ein Bestseller. Auf Zelluloid gefällt der Film und
ist eine glaubwürdige Milieu- und Jugendstudie.
Dabei spielt Montiels Film auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Eine
davon im Hier und Jetzt, also im Jahr 2003 - Dito Montiel (Robert Downey
jr) ist inzwischen ein erfolgreicher Schriftsteller geworden - immer
unterbrochen durch Rückblenden, die dem Zuschauer einen Einblick in die
Ereignisse des Jahres 1986 geben. Zu dieser Zeit lebt der junge Dito
(Shia LaBeouf) bei seinen Eltern, den puerto ricanischen Einwanderern
Monty (Chazz Palminteri) und Flori Montiel (Dianne Wiest) im New Yorker
Stadtteil Astoria.
Dito fühlt sich im Viertel nicht wohl, er wurde gerne - ganz
wonanders - einen Neubeginn startet. Verliebt ist er in die hübsche
Laurie (Melonie Diaz, später Rosario Dawson).
Meistens hängt Dito mit seinen Freunden ab: Antonio (Channing
Tatum), ein übermütiger, unberechenbarer Junge mit einem misshandelnden
Vater. Er ist der Beschützer von Dito, denn der wird vom
puertoricanischen Gangmitglied Reaper (Michael Rivera) immer wieder
bedroht und verprügelt.
Der Zuschauer lernt dann Antonios jüngeren Bruder Giuseppe (Adam
Scarimbolo) kennen - rücksichtslos, zerstörerisch und möglicherweise
etwas irre. Das Boys-Quartett wird von Nerf (Peter Tambakis, später
Scott Campbell) komplettiert.
Mike O'Shea (Martin Compston), ein weiterer Freund von Dito, ist
ein schottischer Junge, den Dito in der Schule kennenlernt und der davon
träumte, Musiker zu werden. Mike und Dito planen, mit einem Bus nach
Kalifornien zu fahren. Sie arbeiten für einen schwulen Drogenabhängigen
Frank (Anthony deSanto), der Hunde ausführt. Die darauffolgenden
Ereignisse dieser Zeit führen dazu, dass Dito seiner Heimat den Rücken
kehrt und nicht wiederkommt...bis ein Anruf seiner Mom ihn dazu bringt
wieder nach Hause zu kommen. Der Vater ist schwer krank und weigert sich
ins Krankenhaus zu gehen. Kann Dito ihn vielleicht zu diesem Schritt
bewegen ?
Zunächst war Montiel im Zweifel wegen Hauptdarseller Shia LaBeouf.
Er hielt den Schauspieler für zu glatt und sah in ihm nur den "Disney
Typ". Doch LaBeouf wollte die Rolle und legte sich beim Casting so ins
Zeug, dass er alle Überzeugte. Und er gibt auch auf der Leinwand eine
überzeugende Darstellung, was auch für alle Youngsters gilt. Der Film
lebt durch seine authentischen Rückblenden, die zusätzlich durch eine
gewisse Handkameraoptik authentisch überzeugend sind. Am Ende kommt es
dazu, dass sich die Hauptfigur endlich seiner Verantwortung und seiner
Vergangenheit stellt.
Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.
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