Montag, 2. November 2026

Der Profi 2















Regie: Jacques Deray

Rache für den Freund...

Einige deutsche Filmtitel wird man nie begreifen. Der französische Belmondo-Kriminalfilm "Le Solitaire" aus dem Jahr 1987 nannte man kurioserweise "Der Profi 2", obwohl ja Belmondos Figur de Beaumont aus "Der Profi" am Ende des Films ermordet wurde. In Frankreich wurde der Film inhaltlich und auch aus kommerzieller Sicht als Misserfolg gewertet. Der Film erreichte bis zum Ende seiner Laufzeit nur 918.187 Besucher - für einen Film des einstigen Superstars eine herbe Enttäuschung und die Kritik ließ fast kein gutes Haar an diesem Film. Es war die Zeit neuer Actionhelden und auch die französischen Kinostars Belmondo, Ventura und Delon sind in die Jahre gekommen. Regie führte Jacques Deray. Paris, 1984. Polizeikommissar Stan Jalard (Jean Paul Belmondo) und sein Kollege und Freund, Inspektor Simon Lecache (Michel Creton), haben beschlossen, den Polizeidienst zu quittieren und sich in der Karibik eine neue Zukunft aufzubauen . Dort wollen sie mit Simons Sohn Christian (Franck Ayas), den er allein erzieht, ein Hotel eröffnen. Während sie darauf warten, ihre Kündigungsschreiben abzusenden, besuchen Stan und Simon den Nachtclub "New York, New York".  Dort entdecken sie den gefährlichen Kriminellen und Staatsfeind Nummer 1,  Charlie Schneider (Jean Pierre Malo) Als Schneider die beiden Beamten bemerkt, die ihn festnehmen wollen, flüchtet er in die Clubtoilette, in die Simon eilt. Während der Beamte den Raum durchsucht, steht er plötzlich Schneider gegenüber, der nicht zögert, ihn mit Schüssen schwer zu verletzen und ihm dann mit einem Kopfschuss den Rest zu geben. Stan, der die Schüsse gehört hat, sieht Simons Leiche und verfolgt Schneider zu einer Eisbahn neben dem Nachtclub, doch dem Verbrecher gelingt die Flucht. Während seine Kollegen Simons Leiche wegbringen, kehrt Stan nach Hause zurück und zerreißt die Kündigungsschreiben, was darauf hindeutet, dass er beschlossen hat, im Polizeidienst zu bleiben. Zwei Jahre später ist Stan Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung des Organisierten Verbrechens geworden. Doch er träumt noch immer davon, Schneider, der nach seiner Flucht spurlos verschwunden ist, zu finden und Simons Tod zu rächen. Er ist außerdem für die Erziehung von Christian verantwortlich, dessen Taufpate er ist. Er hat den Jungen in einem Internat untergebracht, von wo Christian – trotz Stans anfänglicher Bedenken – sofort ausreißt, um zu Stan zurückzukehren. Stans Informanten melden Schneiders Rückkehr, die sich bestätigt, als er und drei Komplizen, darunter seine Partnerin Sandra (Yolande Gilot), die einen Friseursalon betreibt, einen blutigen Überfall auf einen Geldtransporter verüben. Bei dem Überfall werden die Wachen brutal ermordet, ebenso wie Schneiders ehemaligen Komplizen Sumatra (Guy Pannequin), der kurz zuvor mit Stan gesehen worden war. Entschlossen, Schneider zu fassen und im Konflikt mit Kommissar Pezzoli (Michel Beaune) von der Sittenpolizei, verhaftet Stan René Pignon  (Francois Dunoyer), einen Bankräuber, der mit dem Kriminellen in Verbindung stand, und inszeniert anschließend dessen vermeintliche  Flucht  . Gleichzeitig lässt er Sandra verhaften und sucht Schneiders engste Vertraute, die Brüder Carmoni, in ihrem Casino auf, um sie unter Druck zu setzen. Angesichts Schneiders unberechenbarer Art wollen die Carmoni-Brüder ihn mit Pignons Hilfe loswerden. Pignon trifft sich mit Stan und informiert ihn über ein bevorstehendes Treffen mit Schneider, der ihn kontaktiert hat. Das Treffen findet in der Nähe eines Bahnhofs statt und wird von Stan und seinen Kollegen beobachtet. Kurz nach dem Treffen mit Stan trifft Pezzoli, der von Pignon informiert wurde, zusammen mit anderen Polizisten ein. Es kommt zu einer Schießerei, bei der Schneider mehrere Beamte, darunter auch Pignon, tötet, bevor er flieht. Stan stellt Pezzoli zur Rede und schlägt ihn nieder, da er ihm die Schuld an Schneiders gescheiterter Festnahme gibt. Und weiter geht die Jagd nach Schneider..








Auch in Deutschland zog der große Name nicht mehr so sehr, was sich am Verkauf von nur etwas mehr als 300.000 Kinoeintrittskarten belegen lässt. Natürlich bietet "Le Solitaire" überhaupt nichts Neues in Sachen französisches Genrekino und es gibt eine Vielzahl von Klischees. Dennoch sind die Actionszenen gut gemacht und der Film ist besser als sein Ruf, denn als Mitternachts-Movie hat er sicherlich nach wie vor einen hohen Unterhaltungswert. Belmondo tut alles, was man von ihm im Kino erwartet. Er wirkt nicht müde und sein junger Co-Star, der freche Waisenjunge, bringt auch Momente von Humor und Zärtlichkeit in diese knallharte Mörderhatz. Immerhin war man in Russland begeistert. Dort gingen mehr als 23 Millionen Zuschauer ins Kino. 








Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 

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