Sonntag, 5. Juli 2020

Jane got a Gun

























Regie: Gavin O´Connor

Die wehrhafte Frau...

Mit dem Fighterfilm "Warrior" gelang dem US-Regisseur Gavin O´Connor ein großer Kritikererfolg. Nebndarsteller Nick Nolte erhielt sogar eine Oscarnominierung und Tom Hardy und Joel Edgerton überzeugten als ungleiches Brüderpaar. Der Nachfolgefilm "Jane got a gun" ist zwar ein sehr gut fotografierter Western (die Australierin Mandy Walker war dafür verantwortlich) im Peckinpah-Retro Style, doch leider ist das Drehbuch  von Brian Duffield, Anthony Tambakis und Joel Edgerton nicht besonders spannend. Aber immerhin macht Hauptdarstellerin Natalie Portman als Westernheldin Jane Hammond eine ganz gute Figur.
Im Kino floppte der Spätwestern, der 25 Millionen Dollar kostete. Er spielte nur 3,8 Millionen Dollar weltweit ein.
Jane (Natalie Portman) und ihr Ehemann Bill (Noah Emmerich) leben mit ihrer fünfjährigen Tochter Katie auf einer abgelegenen Farm in New Mexiko. Eines Tages kehrt Bill schwer verletzt nach Hause zurück. Jane kümmert sich liebevoll um die Verletzungen ihres Mannes. Ihr Mann sagt ihr nur "die Bishops kommen" und dies heißt für die Familie nichts Gutes. Jane weiß, dass sie als Frau nicht mit dieser Band bösartiger Krimineller alleine fertig werden kann. Sie bringt das Kind bei Nachbarn unter und sucht ihren ehemaligen Lover Dan Frost (Joel Edgerton) auf, um ihn um Hilfe zu bitten. Doch das Wiedersehen ist zunächst wenig freundlich. Dan lässt Jane abblitzen. Doch er entscheidet sich dann doch seiner Ex zu helfen. Und mit John (Ewan McGregor) und Vic Bishop (Hal Halbrook) ist wirklich nicht zu spaßen. Nur langsam offenbart das Drehbuch die früheren Ereignisse. Der Zuschauer erlebt die Liebe von Jane und Dan, der in den Bürgerkrieg zieht und das Schicksal von Jane und ihrer ersten Tochter, die Missouri verließ, weil sie vom Tod ihres Liebsten überzeugt war. Irgendwann geriet sie in die Fänge der Bishops, doch einer der Bande - ihr jetziger Ehemann - verhalf ihr zur Flucht...




Das Drehbuch agiert durch den Rückblendenanteil leider etwas schwerfällig und so kommt die Geschichte nie so richtig in Fahrt. Gute Bilder sind zwar für einen guten Western elementar wichtig, aber sie retten "Jane got a gun" nicht ganz. Trotz netter Actionanteile plätschert die Geschichte vor sich hin, bis zum eher zu sentimentalen Endpunkt.




Bewertung: 6,5 von 10 Punkten. 

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