Sonntag, 5. Juli 2020

The Commuter

























Regie: Jaume Collet-Serra

Trouble im Pendlerzug...

Der spanische Regisseur Jaume Collet-Serra debütierte 2005 mit dem Horrorfilm "House of Wax", der sehr schlechte Kritiken hatte. Nebendarstellerin Paris Hilton wurde sogar mit der Goldenen Himbeere als schlechteste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Aber immerhin spielte der Film, der etwa 30 Millionen Dollar kostete, immerhin 70 Millionen Dollar ein. Wahrscheinlich ist der 2009 gedrehte Horrorfilm "Orphan - Das Waisenkind" der bisher beste Film des Spaniers, obwohl er ab 2011 seine Zusammenarbeit mit Liam Neeson startete. "Unknown Identity" wurde mit einem Kassenergebnis von 136 Millionen ein Kinohit. Es folgten die Filme "Non-Stop", "Run all Night" und "The Commuter". Letzterer spielte 120 Millionen Dollar ein, ist aber m.E. der bislang schwächste Filme des Regisseurs.
Zwar macht Liam Neeson in jedem Thriller eine gute Figur, aber hier muss er gegen ein mit Logiklöchern gespicktes Drehbuch ankämpfen. Er spielt den Versicherungsagenten Michael MacCauley, der früher bei der New Yorker Polizei beschäftigt war. MacCauley ist verheiratet mit Karen (Elizabeth McGovern) und hat einen Sohn (Dean-Charles Chapman) im Teenageralter, der die Möglichkeit hat an einer rennomierten Universität zu studieren. Jeder Tag nimmt MacCauley denselben Zug zur Arbeit und wieder zurück - es ist die Hudson Linie von Tarrytown zum Grand Central Terminal und die Menschen, die diesen Pendlerzug in Anspruch nehmen, kennen sich natürlich alle flüchtig vom Sehen. Eines Tages wird er aber aufgrund von Budgetkürzungen entlassen - diese Nachricht wirkt wie ein Schock. Es könnte den finanziellen Ruin für ihn und seine Familie bedeuten. Seiner Familie sagt er nichts. Er vertraut sich aber seinem Freund und Expartner bei der NYPD Detective Alex Murphy (Patrick Wilson) ein. Am anderen Tag nimmt er - wie wenn nichts gewesen wäre - den Zug und sofort setzt sich eine fremde Frau (Vera Farmiga) zu ihm. Die Unbekannte unterbreitet ihm ein seltsames Angebot: Er soll im Zug eine Person namens "Prynne" finden. Diese Person gehört nicht zu den üblichen Passagieren und soll etwas gestohlen haben. Sollte es dem ExCop gelingen die Person ausfindig zu machen, bekommt er 100.000 Dollar, denn nur er wäre in der Lage diese Person durch sein Gespür und seine Kombinationsgabe zu finden. 25.000 Dollar gibts im Vorab und dieses Geld befindet sich bereits auf der Toilette. Dann steigt die Frau aus und für MacCauley beginnt ein ganz gefährliches Spiel...



Das hört sich durchaus spannend an, aber leider scheitert der Film daran, dass er trotz dieser verheißungsvollen Ausgangslage nur wenig Spannung bietet und stattdessen mit manchen unglaubwürdigen Geschehnissen im Zug eher für Kopfschütteln sorgt. Dieses 4. gemeinsame Projekt von Collet-Sera und Neeson bleibt leider immer wieder unglaubwürdig. Schade, denn der Handlungsort wäre ja total prädestiniert für irre klaustrophobische Spannungsbögen - meistens liebe ich Filme, die im Zug spielen.



Bewertung: 6 von 10 Punkten. 

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