Regie: Georges Lautner
Rache in Paris....
Seine besten Filme drehte Jean Paul Belmondo in den frühen 60er
Jahren. Er war ein Zugpferd der Nouvelle Vague und begeisterte mit
"Außer Atem" von Jean Luc Godard und machte auch in Filmen wie
"Cartouche, der Bandit" von Philippe de Broca oder in "Der Teufel mit
der weißen Weste" von Jean Pierre Melville eine ausgezeichnete Figur.
Nach "Borsalino" von Jacques Deray festigte sich aber auch sein Ruf als
erfolgreicher Kinostar und er drehte vornehmlich Kommerzfilme- meistens
als Actionheld, aber oft auch als Komödiant.
Sein 1981 veröffentlichter Spionagekrimi "Der Profi" wurde von
Georges Lautner inszeniert. Lautner war Spezialist für actionreiche
Gangsterfilme, aber auch für turbulente Komödien. Seine bekanntesten
Filme neben "Der Profi" sind "Der Fall Serrano" mit Alain Delon, "Der
Bulle" mit Jean Gabin" und "Der Windhund" - ebenfalls mit Belmondo.
"Der Profi" war nicht nur im Heimatland Frankreich ein echter
Kinohit, auch in den deutschen Kinojahrescharts kam der Film auf Platz 2
und lockte ca. 3 Millionen Zuschauer in die Lichtspielhäuser.
Unvergessen bleibt aber vor allem die extrem effektive Filmmusik von
Ennio Morricone, der Song "Chi Mai" der im Film gespielt wurde, wurde
auch ein Chartshit und erreichte Platz 2 der UK Single Charts im Jahr
1981.
In "Der Profi" spielt Belmondo den Exagenten Josselin Beaumont vom
französischen Geheimdienst, der von der Regierung in den fiktiven
afrikanischen Staat Malagawi geschickt wird, um dort den dortigen
Diktator Malagawi (Pierre Saintons) zu töten. Ein Auftragsmord
sozusagen. Doch da sich poltische Begebenheit manchmal sehr schnell
ändern können, zieht sich Frankreich aus diesem Vorhaben zurück und
überlässt den ausführenden Agenten seinem Schicksal. Er wird unter
Drogen gesetzt und vor ein Gericht gestellt, dass ihn zu lebenslanger
Haft in einem Arbeitslager verurteilt. Doch nach 2 Jahren kann "Der
Profi" fliehen und er schafft es tatsächlich wieder französischen Boden
zu erreichen - fest entschlossen sich an seinen damaligen Auftragsgebern
zu rächen und den Auftrag auch zu Ende zu führen. Eine gerade jetzt
günstige Gelegenheit, denn Malagawi weilt in Paris. Der französische
Geheimdienst setzt nun alles daran, seinen früheren Agenten an der
Ausführung seines Auftrages zu hindern. Insbesondere Kommissar Rosen
(Robert Hossein), der beinahe schon krankhaft ehrgezige Chef einer
Sondereinheit, tut sich dabei hervor. Der korrupte Minister (Jean
Desailly) und Josselins früherer Weggefährte Capitane Valeras (Michel
Beaune) versuchen den Rächer zur Aufgabe zu zwingen...
Lautner steigert die Spannung und bietet auch einen fiesen Schluß.
Natürlich glänzt "Bebel" nicht nur als heldenhafter Spion, sondern auch
die Damenwelt ist mit Marie Christine Descouart, Cyrielle Claire und
Elisabeth Margoni ist wichtigen Nebenrollen im Spiel. Bei der Vergabe
der Cesars wurde Ennio Morricone gerechterweise in der Kategorie "Beste
Filmmusik"nominiert.
Bewertung: 7 von 10 Punkten.
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