Freitag, 3. Januar 2014

The Call - Leg nicht auf

























Regie: Brad Anderson

Notruf an Halle Berry...

Brad Andersons bislang bester Film heißt "Session 9" und zählt inzwischen zu den besten Horrorfilmen des vergangenen Jahrzehnts. Es folgte "The Machinist", "Transiberian" und der etwas sonderbare "Die Herrschaft des Feuers". Mit "The Call" zeigt er Halle Berry als beherzte Telefonistin, die in den 94 Minuten Laufzeit zu wahrer Hochform aufläuft. Dabei ist es ihm gelungen einen Thriller zu schaffen, der praktisch Null Leerlauf und und die Spannungskurve von Anfang bis zum fiesen Ende durchhält. Erzählt wird die Geschichte der engagierten Jordan Turner (Halle "Goldene Himbeere" Berry), die als Telefonist bei der Notrufzentrale der Los Angeles Police arbeitet. Der Job ist hart und man muss Distanz zu den vielen Hilferufen wahren, denn ob der Notruf die rettende Hilfe aus der Not bringt ist immer wieder ungewiss. Als eines Tages die junge Lea Templeton dort anruft, deren Eltern ausser Haus sind, kommt eine harte Belastungserprobung auf die sonst so erfahrene wie engagierte Frau am Telefon. Sie kann nicht verhindert, dass Lea im Haus von einem unbekannten Mann entführt und ermordert wird. Dies obwohl Jordan noch kurz mit dem Täter reden konnte und ihn bat, dem Mädchen nichts zu tun. 6 Monate vergehen bis die Vergangenheit Jordan erneut einholt. Wieder ein Notruf und möglicherweise derselbe Entführer: Eine junge Frau (Abigail Breslin) liegt unfreiwillig im Kofferraum eines Autos, am Steuer der perverse Serienkiller Michael Foster (Michael Eklund). Immerhin hat sie ein Handy bei sich, mit dem sie ein Notruf absetzen kann. An der anderen Leitung ist Jordan...

 "The Call" ist sehr geradlinig erzählt und hat eine gute Dynamik, die immer wieder gutes klassisches Thrillerkino aufleben lässt. Mit Halle Berry wurde sehr gut besetzt, sie wirkt glaubwürdig in der Rolle der Frau, die über sich hinauswächst und so am Ende sehr unkonventionell und auch nicht unbedingt politisch korrekt ihr Trauma lösen will, keine Gande bei soviel perversem Serienkillerhobby. Ein weiteres Plus sind die sehr gelungenen Szenen auf dem Highway, auf der der Kiler eine tödliche Spur hinterlässt.
Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

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