Sonntag, 19. Januar 2014

Flying Swords at Dragon Gate



Regie: Tsui Hark

Die gefährliche Herberge am Drachentor...

1967 entstand mit "Die Herberge zum Drachentor" von King Hu ein Klassiker des Wuxia Genres. Die Wuxia Filme waren besonders vor dem Siegeszug der Kung Fu Filme in den 70ern sehr beliebt, aber das Genre existiert bis heute und bringt immer wieder großartige Meisterwerke hervor.
Der Film bestach vor allem formal mit schön stilisierten und akribisch authentischen Kostümen, Ausstattung und Szenenbild versetzen den Zuschauer in eine andere Zeit und in dieser Sparte kann auch das Remake von Tsui Hark "Flying Swords of Dragon Gate" überzeugen. Hark wurde vor allem durch "Swordsman", "Peking Opera Blues" und "Once upon a time in China" bekannt.
Der Regisseur erweist ählich wie King Hu als Meister des feinen Sinns für die chinesische Kultur, die Peking Oper ist auch in den Kampfszenen allgegenwärtig.
Das Gasthaus übt eine seltsame Faszination aus, hier präsentieren sowohl Original als auch Remake ein besonderes Universum voller Intrigen und versteckten Identitäten, die schrittweise aufgebaut und aufgelöst werden. In diesen gefährlichen Zeiten herrschen in China die Palasteunuchen, sowohl die beiden großen, sich gegenseitig konkurrierenden Geheimdienste aus dem Osten und dem Westen. Zhao Huai´an (Jet Li) ist ein beim einfachen Volk sehr beliebter Rebell, der die Regierung und die Geheimdienste bekämpft. Bei einer Parade an der Werft besiegt er den mächtigen Eunuchenführer des östlichen Geheimdienstes und köpft diesen. Dieses Ereignis ist für den Anführer der westlichen Leitung Yu Huatian (Kun Chen) ein Zeichen unerbittlich zurückzuschlagen. Dies soll mit einem perfiden Plan gelingen. Zur selben Zeit gelingt einem schwangeren Dienstmädchen Su Huirong (Mavin Fan), das ermordet werden sollte, die Flucht aus dem Palast. Unterwegs bekommt sie Hilfe von Lin Yangqiu (Zhou Xun), die sich manchmal als Zhao Hua´an ausgibt. Gemeinsam versuchen sie zum Dragon Gate zu gelangen, dort wollen die beiden in der Herberge unterkommen, in der auch manchmal Menschenfleisch angeboten wird. Interessanterweise warten auch schon die Männer von Yu dort, um die Rebellen festzunehmen. Ausserdem hat sich dort eine Tartarengruppe mit der Prinzessin Buludu (Guey Lun-Mei) einquartiert. Die Kämpferin Gu Shaotang (Li Yuchun) reist mit ihrem Begleiter Wind Blade an, dieser hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem charismatischen Führer der westlichen Geheimpolizei. Man munkelt in der Herbege, das durch die heftigen Sandstürme, die sich immer mehr bemerkbar machen, ein Goldschatz von unermesslichem Wert aufgedeckt werden könnte. Das alles sieht nach der größtmöglichen Konfrontation aus...


Ich finde das Remake ist gut gelungen, wenngleich an mancher Stelle, vielleicht zuviel CGI Tricks zum Einsatz kommen und reichlich Künstlichkeit vermittelt wird. Aber Tsui Hark hat auch ein gutes Feeling für starke Figuren, in der Mehrzahl sind dies mutige Frauen, die den Männern reichlich Paroli im Kampf bieten können. Immer wieder geraten die Helden in einen Action Overkill, dem ein bisschen mehr Inhalt gut getan hätte. Aber auch das Original funktionierte nicht fordergründig durch eine spannende Geschichte, sondern durch die Atmosphäre, die brodelnd in der Luft liegt. 


Berwertung: 7 von 10 Punkten.

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