Sonntag, 27. Oktober 2024

Paprika


 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Satoshi Kon

Kontrolle der Träume...

Wenn sich jemand nachts in meine Träume schleicht" - eine Horrorvorstellung, nicht erst seit Freddy Krueger im Kino mehrfach sein Unwesen trieb. Im Grunde ein faszinierendes Szenario, dass bereits in Klassikern wie "Alice im Wunderland" oder neuen Klassikern wie "Inception" zum Thema wurde .Als Christopher Nolans Meisterwerk „Inception“ im Jahre 2010 über die Kinoleinwände flackerte, waren Fans und Kritiker gleichermaßen begeistert. Das hochkomplexe Setting, in welchem es den Protagonisten möglich war, in die Träume anderer Personen einzutauchen und diese zu verändern, schlug im Nachgang hohe Wellen. Was viele dabei jedoch vergessen, ist die Tatsache, dass es bereits lange vor „Inception“ einige Machwerke gab, die eben jene Thematik behandelte. Ein animiertes Paradebeispiel dafür ist der Film „Paprika“, welcher 2006 erschien.
Im diesem japanischen Anime Film aus dem Jahr 2006 hat Regisseur Satoshi Kon, der das Drehbuch gemeinsam mit Seishi Minakami schrieb, dieses Thema sehr surreal, sehr verzwickt, aber extrem interessant aufbereitet. 
Der Psychothriller handelt von einem Kampf zwischen einem "Traumterroristen“, der Albträume verursacht, indem er ein Gerät stiehlt, mit dem andere ihre Träume teilen können, und einer Forschungspsychologin, die die Traumwelt betritt und sich in einen Traumdetektiv namens Paprika verwandelt, um die Fälle zu untersuchen. Paprika war Kons vierter und letzter Spielfilm vor seinem Tod im Jahr 2010. Das japanische Animationsstudio Madhouse animierte und produzierte den Film. Der Film hatte seine Weltpremiere bei den 63. Internationalen Filmfestspielen von Venedig, wo er um den Goldenen Löwen konkurrierte. Er wurde am 25. November 2006 in Japan veröffentlicht und erhielt viel Lob von den Kritikern.
 In naher Zukunft ermöglicht ein neu entwickeltes Gerät namens DC Mini den Benutzern, die Träume anderer Menschen zu sehen. Die Leiterin des Teams, das an dieser Behandlung arbeitet, Dr. Atsuko Chiba, beginnt, die Maschine illegal zu verwenden, um psychiatrischen Patienten außerhalb der Forschungseinrichtung zu helfen, indem sie ihr Traumwelt-Alter-Ego annimmt, eine Detektivin namens Paprika. Atsukos engste Verbündete sind Dr. Toratarō Shima, der Abteilungsleiter, und Dr. Kōsaku Tokita, der Erfinder des DC Mini. Paprika berät einen Detektiv namens Toshimi Konakawa, der von einem wiederkehrenden Traum über einen ehemaligen Kollegen und ein Opfer eines Mordfalls geplagt wird, den er untersucht. Sie gibt Toshimi eine Karte mit dem Namen einer Website darauf. Da es sich bei den DC Minis um unfertige Prototypen handelt, gibt es keine Zugangsbeschränkungen und jeder kann in die Träume anderer Personen eindringen, was schwerwiegende Konsequenzen nach sich zieht, wenn sie gestohlen werden. Toratarō gerät in eine unsinnige Tirade und springt durch ein Fenster, wobei er sich beinahe umbringt. Als Kōsaku Toratarōs Traum untersucht, der eine Parade zufälliger Objekte darstellt, erkennt er seinen Assistenten Kei Himuro, was ihren Verdacht bestätigt, dass der Diebstahl ein Insider-Job war. Als zwei weitere Wissenschaftler dem DC Mini zum Opfer fallen, verbietet der Vorsitzende des Unternehmens, Dr. Seijirō Inui, der von Anfang an gegen das Projekt war, die Verwendung des Geräts. Dies kann die verrückte Parade, die sich nun in Himuros Traum befindet und Kōsaku heimsucht, nicht verhindern. Paprika und Toratarō entdecken, dass Himuro nur eine leere Hülle ist. Der wahre Täter ist Seijirō, der glaubt, dass er Träume durch Traumtherapie mit Hilfe von Dr. Morio Osanai vor dem Einfluss der Menschheit schützen muss. Paprika wird nach einer anstrengenden Verfolgungsjagd von den beiden gefangen genommen. Traum und Realität vermischen immer mehr....








Die Animes des Regisseurs SAtoshi Kon weisen eine sehr starke individuelle Handschrift auf und bereits sein erster Animationsfilm "Perfect Blue" (ebenfalls ein Thriller) wurde zum Klassiker des Genres. Auch mit "Millenium Actress" und "Tokyo Godfathers" lieferte er überzeugende Genrewerke ab. Auch "Paprika" erweist sich als anspruchsvoll und fantasiereich. Der Film ist herausfordernd und auch verstörend. Möglicherweise ist die Handlung zu schwer verständlich, aber sie folgt auch den Gesetzen der Träume. Er vermittelt eine dunkle Seite einer imagnären Welt, die kaum vom Menschen zu beherrschen ist. In Umfragen über die besten Animationsfilme taucht "Paprika" auch immer wieder auf. 








Bewertung: 7 von 10 Punkten. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen