Regie: Tim Burton
Famoses Elefantenkind...
Die besten Filme von Tim Burton wie "Ed Wood", "Sleepy Hollow",
"Edward mit den Scherenhänden", "Sweeney Todd" oder "Frankenweenie"
strahlen eine gewisse Magie aus. Dies ist auch bei der Neuverfilmung des
Disney Classics "Dumbo" phasenweise der Fall, vor allem im zweiten Teil
des Films wird der kleine Elefant mit den riesigen Ohren immer mehr zum
ultimativen Sympathieträger, dem es gelingt dass alle Zuschauer mit dem
tapferen Elefantenkind mitfiebert. Der Zeichentrickfilm "Dumbo" war
trotz des Ausbruchs des 2. Weltkrieges der finanzielle erfolgreichste
Disney Film der 40er Jahren. Er war 1940 ein Kassenhit und wurde in den
Jahren 1949, 1959, 1972 und 1976 erneut in die Kinos gebracht.
Burtons Remake orientiert sich inhaltlich lose am Original, aber
die Geschichte von Holt Farrier und seinen Kindern kam darin nicht vor,
genauso wenig wie der hinterlistige Geschäftsmann Vandevere und auch die
coole Artistin Colette Marchant hat gefehlt. Ausserdem werden Dumbo und
seine Mutter am Ende wieder in die Wildnis zurückgebracht, während sie
im Zeichentrickfilm beim Zirkus bleiben.
Die Geschichte spielt nach dem 1. Weltkrieg im Jahr 1919. Endlich
kehrt der Zirkuskünstler und Reiter Holt Farrier (Colin Farrell) zum
Zirkus von Max Medici (Danny deVito) zurück. Der Zirkus selbst in arger
finanzieller Not und deshalb musste Medici schon die geliebten Pferde
verkaufen, mit deneen Farrier vor dem Krieg riesige Erfolge feiern
konnte. Zu allem Unglück hat er als Soldat auch noch einen Arm verloren
und seine Frau Annie ist an den Folgen der spanischen Grippe gestorben.
Die Kinder Millie (Nico Parker) und Joe (Finlay Hobbins) sind aber
extrem glücklich, dass sie ihren Vater wieder haben. Der Zoo bekommt
auch durch die Elefantin Mrs. Jumbo ein kleines Kalb zur Welt. Leider
hat Baby Dumbo riesige Ohren und Medici befielt diese grässlichen
entstellten Ohren zu verstecken, denn er befürchtet nicht nur Spott,
sondern auch finanzielle Ausfälle. Tatsächlich geht der erste Auftritt
von Dumbo daneben, als die Ohren sichtbar werden. Der kleine Elefant
wird mit Erdnüssen und anderen Gegenständen beworfen. Die Mutter tobt,
weil ihr Kind misshandelt wird und als dadurch das Zirkuszelt zum
Einsturz bebracht wird, stirbt auch einer der Angestellten. Während die
Elefantenkuh aufgrund ihrer Aggressivität verkauft wird, bemerken die
beiden Farrier Kids, dass Dumbo fliegen kann, indem er die Ohren
flattern lässt. Federn sind es, die die Flugbereitschaft dann auch
tatsächlich in Gang setzen. Mit diesem Talent wird Dumbo auch für den
skrupellosen V. A. Valdevere (Michael Keaton) interessant, der einen
eher düsteren Vergnügungspark namens "Dream Land" in New York betreibt.
Mit Dumbo und seiner Trapezkünstlerin Colette Marchant (Eva Green) will
er den ganz großen Gewinn absahnen. Doch Dumbo hat nur ein Ziel: Seine
Mutter wieder zu sehen...
In einer Nebenrolle spielt auch Alan Arkin mit. Die Geschichte geht
tatsächlich ans Herz und zum Glück siegt in den Disney Filmen nicht nur
immer wieder das Gute, sondern es gehen auch die schönsten Träume in
Erfüllung. Tim Burton hat dieses Remake perfekt durchkomponiert und
stattet seine Mischung aus Realfilm und Animationsfilm mit sehr schönem
Zeitkolorit aus. Der Zuschauer reist somit nicht nur in die Wunderwelt
Circus, sondern auch in die Depressionszeit nach dem 1. Weltkrieg.
Schöne Special-Effects sind mit dabei, die aber die Atmosphäre des
Märchens nicht erdrücken, sondern ergänzen. Der Film spielte an der
Kinokasse 353 Millionen Dollar ein.
Bewertung: 8 von 10 Punkten.
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