Samstag, 14. Dezember 2019

Dumbo

























Regie: Tim Burton

Famoses Elefantenkind...

Die besten Filme von Tim Burton wie "Ed Wood", "Sleepy Hollow", "Edward mit den Scherenhänden", "Sweeney Todd" oder "Frankenweenie" strahlen eine gewisse Magie aus. Dies ist auch bei der Neuverfilmung des Disney Classics "Dumbo" phasenweise der Fall, vor allem im zweiten Teil des Films wird der kleine Elefant mit den riesigen Ohren immer mehr zum ultimativen Sympathieträger, dem es gelingt dass alle Zuschauer mit dem tapferen Elefantenkind mitfiebert. Der Zeichentrickfilm "Dumbo" war trotz des Ausbruchs des 2. Weltkrieges der finanzielle erfolgreichste Disney Film der 40er Jahren. Er war 1940 ein Kassenhit und wurde in den Jahren 1949, 1959, 1972 und 1976 erneut in die Kinos gebracht.
Burtons Remake orientiert sich inhaltlich lose am Original, aber die Geschichte von Holt Farrier und seinen Kindern kam darin nicht vor, genauso wenig wie der hinterlistige Geschäftsmann Vandevere und auch die coole Artistin Colette Marchant hat gefehlt. Ausserdem werden Dumbo und seine Mutter am Ende wieder in die Wildnis zurückgebracht, während sie im Zeichentrickfilm beim Zirkus bleiben.
Die Geschichte spielt nach dem 1. Weltkrieg im Jahr 1919. Endlich kehrt der Zirkuskünstler und Reiter Holt Farrier (Colin Farrell) zum Zirkus von Max Medici (Danny deVito) zurück. Der Zirkus selbst in arger finanzieller Not und deshalb musste Medici schon die geliebten Pferde verkaufen, mit deneen Farrier vor dem Krieg riesige Erfolge feiern konnte. Zu allem Unglück hat er als Soldat auch noch einen Arm verloren und seine Frau Annie ist an den Folgen der spanischen Grippe gestorben. Die Kinder Millie (Nico Parker) und Joe (Finlay Hobbins) sind aber extrem glücklich, dass sie ihren Vater wieder haben. Der Zoo bekommt auch durch die Elefantin Mrs. Jumbo ein kleines Kalb zur Welt. Leider hat Baby Dumbo riesige Ohren und Medici befielt diese grässlichen entstellten Ohren zu verstecken, denn er befürchtet nicht nur Spott, sondern auch finanzielle Ausfälle. Tatsächlich geht der erste Auftritt von Dumbo daneben, als die Ohren sichtbar werden. Der kleine Elefant wird mit Erdnüssen und anderen Gegenständen beworfen. Die Mutter tobt, weil ihr Kind misshandelt wird und als dadurch das Zirkuszelt zum Einsturz bebracht wird, stirbt auch einer der Angestellten. Während die Elefantenkuh aufgrund ihrer Aggressivität verkauft wird, bemerken die beiden Farrier Kids, dass Dumbo fliegen kann, indem er die Ohren flattern lässt. Federn sind es, die die Flugbereitschaft dann auch tatsächlich in Gang setzen. Mit diesem Talent wird Dumbo auch für den skrupellosen V. A. Valdevere (Michael Keaton) interessant, der einen eher düsteren Vergnügungspark namens "Dream Land" in New York betreibt. Mit Dumbo und seiner Trapezkünstlerin Colette Marchant (Eva Green) will er den ganz großen Gewinn absahnen. Doch Dumbo hat nur ein Ziel: Seine Mutter wieder zu sehen...






In einer Nebenrolle spielt auch Alan Arkin mit. Die Geschichte geht tatsächlich ans Herz und zum Glück siegt in den Disney Filmen nicht nur immer wieder das Gute, sondern es gehen auch die schönsten Träume in Erfüllung. Tim Burton hat dieses Remake perfekt durchkomponiert und stattet seine Mischung aus Realfilm und Animationsfilm mit sehr schönem Zeitkolorit aus. Der Zuschauer reist somit nicht nur in die Wunderwelt Circus, sondern auch in die Depressionszeit nach dem 1. Weltkrieg. Schöne Special-Effects sind mit dabei, die aber die Atmosphäre des Märchens nicht erdrücken, sondern ergänzen. Der Film spielte an der Kinokasse 353 Millionen Dollar ein.





Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

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