Regie: Jean Francois Richet
Mesire, der Staatsfeind Nr. 1...
Jacques Mesrine (geb. am 28.
Dezember 1936 in Clichy, verstorben am 2. November 1979 in Paris) war
aufgrund seiner großen Gewalttätigkeit und der Vielzahl von Verbrechen
in Frankreich DER Staatsfeind Nr. 1. Und mit Staatsfeinden hat man auch
früher kurzen Prozess gemacht, denn an diesem besagten 2. November 1979
wurde in der Pariser Innenstadt sein BMW 528 gestoppt und die Polizei
eröffnete sofort das Feuer auf ihn. Natürlich waren die 21 Schüsse
tödlcih. 19 Kugeln trafen den Gangster durch die Windschutzscheibe, vor
allem in den Oberkörper und den Kopf. Er war sofort tot. Seine Verlobte
Sylvia Jeanjacquot (Ludivine Sagnier) und deren Hund werden verletzt.
Man kann von einer gezielten Exekution sprechen, ähnlich wie die
"Neutralisierung" des Osama Bin Laden durch eine US-Spezialeinheit
Der französsiche Regisseur Jean Francois Richet hat die Geschichte
dieses berüchtigten Gangsters in zwei Teilen inszeniert. Teil 1 heißt
"Mordinstinkt" und Teil 2 geht einen Schritt weiter in Richtung
"Todestrieb". Bei der Vergabe der Cesars im Jahr 2009 bekam der Film
drei Preise. Er siegte in den Kategorien Bester Hauptdarsteller (Vincent
Cassel), bester Ton und beste Reige. In den Kategorien Bester Film,
beste Filmmusik, bestes adaptiertes Drehbuch, beste Kamera, bestes
Szenenbild und bester Schnitt blieb es bei einer Nominierung.
Teil 1 "Mordinstinkt" ist deutlich brutaler als Teil 2 und zeigt
Mesrines Leben von 1959 bis 1972. Er hat bei der franzöischen Armee
während des Algerienkriegs das Töten gelernt und nach seiner Rückkehr
nach Frankreich zieht er zuerst bei seinen Eltern (Michel Duchaussoy und
Miriam Boyer) ein und versucht bürgerlich zu wefen. Doch als er seinen
Kindheitsfreund Paul (Gilles Lelouche) trifft, der einen Sportwagen
fährt und sein Geld auf kriminelle Weise verdient, macht es Mesrine ihm
nach. Der Mord an einem arabischen Zuhälter zeigt seine äusserst
grausame Brutaliät. Er geht ein Verhältnis mit der Prostituierten Sarah
(Florence Thomasin) ein und für seinen Chef Guido (Gerard Depardieu)
wird er der Mann fürs Grobe. Er heiratet Sofia (Elena Anaya), mit der er
drei Kinder hat. Ende 1960 wird er verhaftet und nach seiner Entlassung
1962 versucht er noch einmal als normaler Bürger Fuß zu fassen, was
leider wieder misslingt. Die Ehe ist am Ende und 1966 verliebt er sich
neu in Jeanne Schneider (Cecile de France), die sogar gemeinsam mit ihm
weitere Verbrechen verübt. Sie müssen nach Kanada fliehen, kommen jedoch
zürück. Im Heimatland wartet das Zuchthaus auf ihn, dort wird er
gefoltert. Mesrine hat den Plan die Flucht aus dem Knast zu wagen...
Jean Francois Richets Gangsterepos ist sehr straff inszeniert und
verfügt über eine monumentale Laufzeit von 241 Minuten insgesamt. Dabei
kommt nie Langeweile auf und man merkt, dass Vincent Cassel Spaß an
seiner Rolle hat. Der Gangster hat einmal gesagt "Es gibt keine andere
Welt, es gibt nur eine andere Art zu leben" und genau diese Art zu leben
zeigt der Film, der weltweit fast 50 Millionen Dollar einspielte.
Jedoch genauso viel kostete. Viele Kritiker sahen eine große ähnlichkeit
zu Brian de Palmas Kultfilm aus den 80ern "Scarface".Bewertung:7,5 von 10 Punkten.
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