Regie: Clint Eastwood
Ein perfekter Kurier...
Mit "The Mule" ist dem
88jährigen Regisseur Clint Eastwood wieder ein echter Hit gelungen,
nachdem sein Vorgänger "15:17 to Paris" extrem enttäuschte und auch an
der Kasse floppte. "The Mule" bescherte Eastwood auch wieder ein gutes
Box Office Ergebnis, der Film um einen sehr betagten Drogenkurier
spielte weltweit 174 Millionen Dollar ein. Natürlich hat es sich
Kultstar Eastwood nicht nehmen lassen diesen Earl Stone auch zu spielen.
Für die weiteren wichtigen Rollen engagierte er Bradley Cooper und
Laurence Fishburne.
Clint Eastwood ist als
Earl Stone ein begeisterter Gärtner und hat bereits im Koreakrieg
gedient. Er lebt in Peoria im US-Bundesstaat Illinois und hat sich von
seiner Frau Mary (Dianne Wiest) und Tochter Iris (Alison Eastwood)
entfremdet, denn seine Arbeit, auch die Zucht seiner Blumen waren ihm
immer wichtiger als die Familie. Inzwischen steht der über 80jährige
Mann auch vor dem finanziellen Aus. Sein Umfeld sieht in den charmanten
alten Mann einen liebenswerten Zeitgenossen und immerhin mag auch
Enkelin Ginny (Taisa Farmiga) ihren Grandpa. Auf der Hochzeit der
Enkelin wird er von einem Freund des Bräutigams angesprochen, der ihm
eine Adresse gibt. Er kenne Leute, die zuverlässige und sichere Fahrer
suchen. Dieses Angebot kommt für den finanziell angeschlagenen Mann
gerade recht - dabei wird ihm erst später klar, dass sein neuer
Arbeitgeber der Boss eines mexikanischen Drogenkartells ist. Für das
Bande, die von der Polizei (Bradley Cooper und Michael Pena) bereits ins
Visier genommen wurde, ist ein umsichtiger und unverdächtiger
Kurierfahrer wie Earl der optimale Mann. Er ist alt, hat eine weiße
Hauptfarbe, weder Vorstrafen noch Strafzettel. Und die Fahrten sind sehr
lukrativ. Plötzlich hat der alte Earl wieder Geld und kauft sich einen
neuen Lastwagen, kann seine finanziellen Probleme lösen und greift auch
den Menschen in seinem Umfeld finanziell unter die Arme. Dann wird
Kartellchef Laton (Andy Garcia) von dessen machtgierigen Leutnant
Gustavo (Clifton Collins jr) ermordet und damit ändern sich auch die
sehr lockeren Spielregeln für den Kurier. Wenn der sich nicht genau an
die Anweisungen hält, dann soll er von seinem Aufpasser Julio (Ignatio
Serriccio) einfach um die Ecke gebracht werden. Doch Earl ist kein Mann,
der sich groß was sagen lässt...
Eastwood hat mit "The
Mule" einen sehr lockeren und extrem unterhaltsamen Krimi gemacht, bei
dem man auch bei allen Darstellern die Spielfreunde bemerkt. Die 117
Minuten vergehen wie im Flug und zwischen der ganzen Action kommt auch
noch jede Menge Gefühl dazu. So nähert sich der alte Charmeur auch
wieder an seine Familie an und als seine Frau krank wird, zeigt sich,
dass auch Earl Prioritäten setzen kann. Sicherlich ist "The Mule" auch
Clint Eastwoods beste Rolle seit der perfekten Leistung in "Gran
Torino".
Bewertung: 7,5 von 10 Punkten.
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