Montag, 23. Dezember 2019

The Mule

























Regie: Clint Eastwood

Ein perfekter Kurier...

Mit "The Mule" ist dem 88jährigen Regisseur Clint Eastwood wieder ein echter Hit gelungen, nachdem sein Vorgänger "15:17 to Paris" extrem enttäuschte und auch an der Kasse floppte. "The Mule" bescherte Eastwood auch wieder ein gutes Box Office Ergebnis, der Film um einen sehr betagten Drogenkurier spielte weltweit 174 Millionen Dollar ein. Natürlich hat es sich Kultstar Eastwood nicht nehmen lassen diesen Earl Stone auch zu spielen. Für die weiteren wichtigen Rollen engagierte er Bradley Cooper und Laurence Fishburne.
Clint Eastwood ist als Earl Stone ein begeisterter Gärtner und hat bereits im Koreakrieg gedient. Er lebt in Peoria im US-Bundesstaat Illinois und hat sich von seiner Frau Mary (Dianne Wiest) und Tochter Iris (Alison Eastwood) entfremdet, denn seine Arbeit, auch die Zucht seiner Blumen waren ihm immer wichtiger als die Familie. Inzwischen steht der über 80jährige Mann auch vor dem finanziellen Aus. Sein Umfeld sieht in den charmanten alten Mann einen liebenswerten Zeitgenossen und immerhin mag auch Enkelin Ginny (Taisa Farmiga) ihren Grandpa. Auf der Hochzeit der Enkelin wird er von einem Freund des Bräutigams angesprochen, der ihm eine Adresse gibt. Er kenne Leute, die zuverlässige und sichere Fahrer suchen. Dieses Angebot kommt für den finanziell angeschlagenen Mann gerade recht  - dabei wird ihm erst später klar, dass sein neuer Arbeitgeber der Boss eines mexikanischen Drogenkartells ist. Für das Bande, die von der Polizei (Bradley Cooper und Michael Pena) bereits ins Visier genommen wurde, ist ein umsichtiger und unverdächtiger Kurierfahrer wie Earl der optimale Mann. Er ist alt,  hat eine weiße Hauptfarbe, weder Vorstrafen noch Strafzettel. Und die Fahrten sind sehr lukrativ. Plötzlich hat der alte Earl wieder Geld und kauft sich einen neuen Lastwagen, kann seine finanziellen Probleme lösen und greift auch den Menschen in seinem Umfeld finanziell unter die Arme. Dann wird Kartellchef Laton (Andy Garcia) von dessen machtgierigen Leutnant Gustavo (Clifton Collins jr) ermordet und damit ändern sich auch die sehr lockeren Spielregeln für den Kurier. Wenn der sich nicht genau an die Anweisungen hält, dann soll er von seinem Aufpasser Julio (Ignatio Serriccio) einfach um die Ecke gebracht werden. Doch Earl ist kein Mann, der sich groß was sagen lässt...




Eastwood hat mit "The Mule" einen sehr lockeren und extrem unterhaltsamen Krimi gemacht, bei dem man auch bei allen Darstellern die Spielfreunde bemerkt. Die 117 Minuten vergehen wie im Flug und zwischen der ganzen Action kommt auch noch jede Menge Gefühl dazu. So nähert sich der alte Charmeur auch wieder an seine Familie an und als seine Frau krank wird, zeigt sich, dass auch Earl Prioritäten setzen kann. Sicherlich ist "The Mule" auch Clint Eastwoods beste Rolle seit der perfekten Leistung in "Gran Torino".



 Bewertung: 7,5 von 10 Punkten. 

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