Montag, 10. Juli 2023

Black Mass


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Regie: Scott Cooper

Unheilvolle Allianz...

Scott Cooper ist ein sehr interessanter Regisseur. Bereits "Crazy Heart", sein Regiedebüt 2009, konnte überzeugen und Jeff Bridges bekam für seine Hauptrolle sogar den Oscar. Es folgte der Neo Noir "Auge um Auge" mit Christian Bale, mit dem er auch den Western "Hostiles" und den Mysteryfilm "Der denkwürdige Fall des Mr. Poe" drehte. 
Mit einem sehr attraktiven Ensemble, allen voran Johnny Depp in einer sehr ungewöhnlichen Rolle als Mafiaboss, drehte er 2015 den Mafiathriller "Black Mass", der gute 99 Millionen Dollar in den Kinos einspeilte.
"Black Mass" ist ein biographischer film über den US-Mafioso Whitey Bulger und basierend auf dem Buch "The True Story of an Unholy Alliance between the FBI and the Irish Mob" von Dick Lehr und Gerard O´Neill aus dem Jahr 2001.
Die Geschichte beginnt im Jahr 1975... James "Whitey" Bulger (Johnny Depp) ist der  Anführer der Winter Hill Gang, zusammen mit seiner rechten Hand Stephen Flemmi (Rory Cochrane), dem Newcomer Kevin Weeks (Jesse Piemons) und dem gefühllosen Auftragskiller Johnny Martorano (W.R. Brown) regiert er den größten Teil des organisierten Verbrechens in Süd-Boston. Bulger lebt mit seiner langjährigen Partnerin Lindsey Cyr (Dakota Johnson) und ihrem kleinen Sohn Douglas zusammen.
Bulgers Vormachtstellung wird von den Angiulo Brothers aus North End herausgefordert, einer rivalisierenden Bande, die zur New England Mafia gehört. Der FBI-Agent John Connolly (Joel Edgerton) kehrt in die Gegend zurück, nachdem er in Süd-Boston als Freund von Whitey und seinem Bruder, dem Senatspräsidenten von Massachusetts, William "Billy" Bulger (Benedict Cumberbatch) aufgewachsen ist.
Nachdem die Angiulo-Brüder einen Motorrad fahrenden Attentäter geschickt haben, der einen Soldaten aus Winter Hill ermordet, wird Whitey zu einem Informanten für Connolly. Connolly glaubt, dass er mit Whiteys Hilfe die Organisation der Angiulo-Brüder infiltrieren kann. Obwohl Whitey die Vorstellung hasst, eine Ratte zu sein, versteht er, dass dies ihm, seiner Gang und seiner Familie Schutz bieten würde. Der kleine Douglas leidet am Reye-Syndrom, was die am Boden zerstörte Lindsey dazu veranlasst, ihn gegen Whiteys wütende Einwände von den lebenserhaltenden Maßnahmen zu trennen.
Obwohl Connolly von seinem Kollegen John Morris (David Harbour) unterstützt wird, ist ihr Chef, Charles McGuire (Kevin Bacon), misstrauisch. Whitey nutzt seinen Status als Informant zunehmend aus und benutzt Connollys "Schutz" als Deckmantel für seine fiesen Verbrechen. Als Connolly Informationen über die Verstecke der Angiulos verlangt, erhält Whitey Fotos von den Verstecken der rivalisierenden Bande und ermöglicht es dem FBI, Abhörgeräte anzubringen. Das FBI verhaftet die Angiulos und schaltet damit den letzten Widerstand gegen Whiteys Macht aus. Von seiner Vergangenheit geblendet, nähert sich Connolly Whitey und der Bande an und lädt sie sogar zu sich nach Hause zu einem Grillfest ein. Seine Frau Marianne (Julianne Nicholson) bemerkt negative Veränderungen an ihrem Mann, da seine Beziehung zu Whitey als Agent und Informant immer enger wird und er sogar teure Geschenke und Geld von der Bande annimmt.
Ein Mitarbeiter, Brian Halloran (Peter Sarsgaard), fürchtet um sein eigenes Leben und geht zum FBI, um Whiteys Beteiligung zu melden, sehr zum Missfallen Connollys. Connolly erzählt Whitey dann von Hallorans Anschuldigung, was zu den Morden an Halloran und einem ungenannten Komplizen führt. Nach dem Tod seiner Mutter wird Whiteys Verhalten zunehmend gewalttätig und unberechenbar, wodurch sich die Beziehung zu seinem Informanten verschlechtert.
Als der "Bulldoggen"-Staatsanwalt Fred Wyshak (Corey Stoll) zum neuen stellvertretenden US-Staatsanwalt in Boston ernannt wird, versucht Connolly, sich mit ihm anzufreunden und vielleicht seine Aufmerksamkeit von Whitey abzulenken. Doch Wyshak weigert sich strikt und verlangt, dass das FBI ihn verhaftet....




Die unheilvolle Allianz zerbricht am Ende. Aber vorher darf Johnny Depp noch einige hinterhältige Morde befehligen oder selbst vollziehen. Eine besonders tragische Szene bekommt dadurch Juno Temple als Deborah Hussey, die er zuerst in Sicherheit wiegt und dann überraschend erdrosselt. Der Mann ist ein Psychopath und schlägt dann zu, wenn man es gar nicht mehr vermutet. Der echte James Bulger wurde nach einer jahrelangen Flucht im Jahr 2011 festgenommen und meinte, dass der Film die Tatsachen in keiner Weise richtig darstellt. Das einzige was stimmt und nach Bulger aussieht wäre Johnny Depps Haarschnitt, meinte der Inhaftierte.
Scott Cooper hat einen sehr geradlinigen Mafiafilm mit guten Darstellern und einer spannenden Handlungsaufbau gedreht - einige Szenen bleiben im Gedächtnis haften und die Abhängigkeit des Gangsters mit dem FBI Agent (oder umgekehrt) ist intensiv und glaubwürdig dargestellt. Johnny Depp überrascht positiv, auch wenn er gelegentlich mit seinen Gangstermanierismen übertreibt.






Bewertung: 8 von 10 Punkten. 

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